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Schlaues Auto

EVE verbindet Tesla mit dem Smart Home

Vom Auto aus Licht, Türschloss, Alarmanlage und Temperatur im Haus steuern – für Tesla-Fahrer kein Problem. EVE macht’s möglich.

© Screenshot aus YouTube-Video

© Screenshot aus YouTube-Video

K.I.T.T. – wer kennt ihn nicht, den sprechenden Pontiac Firebird Trans Am aus der Serie „Knight Rider“? Was in den 1980er Jahren noch wie eine futuristische Vision anmutete – ein Auto mit künstlicher Intelligenz, das selbstständig denkt, handelt und spricht – hält heute immer mehr Einzug in den Alltag und wird in Teilen inzwischen serienmäßig produziert. In Zusammenarbeit mit der Firma Wink hat der amerikanische Automobilhersteller Tesla Motors für seine Elektroautomodelle Tesla S und X ein System entwickelt, mit dem sich das Smart Home von unterwegs aus automatisch steuern lässt.

EVE steht für „Evolved Vehicle Environments“, was so viel bedeutet wie „Weiterentwickelte Fahrzeugumgebungen“. EVE ist komplett webbasiert. Es gibt keine Schnittstellen für Anbieter anderer Systeme. Bei EVE loggt man sich einfach über den Bordcomputer, der über einen Internetbrowser verfügt, ein, erstellt einen Account und legt los.Neben der Wetterapp gibt es noch viele weitere Apps für das EVE-System. © EVE For Tesla

Das EVE-System selbst wurde von seinen Machern so gestaltet, dass es sich optisch bestens in die bestehende Auto-Software einfügt. EVE an sich ist ein kostenloses Angebot von verschiedenen Apps, wie beispielsweise einer Wetter-, einer Notiz, einer Taschenrechner- und Straßen-App sowie einigen anderen Miniprogrammen. Wirklich interessant ist aber EVE Connect. Über EVE Connect lassen sich Smart Home-Geräte steuern – und das automatisch, wenn einmal eine entsprechende Programmierung stattgefunden hat. Den Zugang zu EVE Connect gibt es allerdings nicht kostenlos, sondern über eine Premium Mitgliedschaft auf der „EVE for Tesla“-Website für rund 5 US-Dollar pro Monat (ca. 4,40 Euro) oder für knapp 50 US-Dollar jährlich (ca. 44 Euro).

Ist EVE Connect erst einmal eingerichtet, müssen nun die Smart Home Geräte mit dem System verbunden werden. Dazu ist ein Hub der Firma Wink notwendig. Mit Hilfe des Hubs können die verschiedenen Geräte untereinander beziehungsweise mit EVE kommunizieren. Vom Tesla aus lässt sich eine stets wachsende Zahl an verschiedenen Geräten steuern, darunter auch Philips Hue, Osram Lightify, Chamberlain MYQ Garagentoröffner, Nest Thermostate und einige mehr.

Sind die Geräte nun mit EVE verbunden, kann der Nutzer sogenannte Shortcut-Buttons einrichten. Hier können mehrere verschiedene Aktionen zusammengefasst werden. Beispielsweise kann der Fahrer mit einem Fingertipp veranlassen, dass sich das Garagentor öffnet, das Licht vor der Haustüre und im Flur angeht, sich das digitale Türschloss selbständig entriegelt und im Eingangsbereich seine Lieblingsmusik gespielt wird, sobald er mit seinem Tesla in die Einfahrt einbiegt. Oder auf dem Nachhauseweg etwa kann der Fahrzeuginsasse über EVE bereits einstellen, dass das smarte Thermostat die Heizung einschaltet und die Alarmanlage ausgeschaltet wird.

Das alles vom Auto aus mit einem Wisch oder einem Fingertipp zu veranlassen, ist natürlich ziemlich cool. EVE Connect kann aber noch mehr: Dank GPS lässt sich die Position des Autos orten. Nun bedarf es nur noch der Geofencing-Technologie. Das heißt, dass eine Art digitaler Zaun festgelegt wird. Passiert der Tesla nun diesen Zaun, ist EVE in der Lage, die entsprechend programmierten Aktionen durchzuführen. Ein Beispiel: Verlässt das Auto das Grundstück, schaltet EVE automatisch die Lichter aus, verriegelt die Haustüre und stellt die Alarmanlage scharf. Bei dieser Nutzung von EVE gibt es allerdings einen kleinen Nachteil: Browser-basierte Apps können auf die Positionsdaten nur alle 30 Sekunden zugreifen. Es kommt hier also zu einer Verzögerung. Deshalb ist es von Vorteil, wenn der Radius für den digitalen Zaun groß genug eingeplant wird, um die 30-sekündige Diskrepanz wettzumachen. Sonst könnte es sein, dass man kurz vor der verschlossenen Garage warten muss, bis sie sich öffnet, weil die Daten zur Position des Autos zeitversetzt übermittelt wurden.

Ziemlich praktisch ist, dass EVE nicht auf ein Smartphone oder Tablet angewiesen ist und deshalb auch kein Datenvolumen oder Akkukapazitäten beansprucht. Zumindest der Tesla S ist mit einem integrierten Internetzugang ausgestattet, sodass sich die Verbindung mit einem mobilen Gerät erübrigt. Natürlich lässt sich EVE trotzdem mit dem Smartphone verbinden – um etwa die Freisprechfunktion bei eingehenden Anrufen nutzen zu können, sollte das gewünscht sein.

Im Video unten zeigen sich K.I.T.T.s Fähigkeiten als künstliche Intelligenz so eindrucksvoll wie es Hollywood in den 1980er Jahren zustande bringen vermochte.

 

 

Fazit

Einen Turboboost wie K.I.T.T. hat der Tesla damit noch nicht, aber ansonsten kommen die Funktionen doch schon recht nahe an das smarte Auto aus den 1980ern heran. So lässt EVE Connect seine Nutzer alle ein wenig zu Michael Knight werden und sorgt damit auch noch für Sicherheit und Komfort in den eigenen vier Wänden.

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