Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

AVM erweitert Smart-Home-Funktionen seiner Fritzboxen

FritzOS 6.50: Mehr Smart Home für die Fritzbox

Ende 2015 präsentierte AVM erstmals die neue Firmware-Version FritzOS 6.50. 2016 wird das Update nach und nach ausgerollt. Zu den weit über 100 Neuerungen zählen auch erweiterte und verbesserte Smart-Home-Funktionen.

FritzOS Update bringt Smart-Home-Neuerungen

©AVM

Die Fritzboxen von AVM zählen in Deutschland zu den am meisten verbreiteten Internet-Routern. Einige Provider wie Vodafone, 1&1 oder Unitymedia bieten sie zu ihren Breitband-Anschlüssen mit an. Und viele ambitionierte Nutzer kaufen sich eine Fritzbox, um damit schwächere oder weniger komfortabel nutzbare Internet-Anschlussboxen zu ersetzen.

Zu den Vorteilen der AVM-Boxen zählt, dass ihr Berliner Hersteller sie auch lange Zeit nach dem Kauf regelmäßig mit überarbeiteter Firmware pflegt. Dabei erfolgen nicht nur Verbesserungen und Fehlerbehebungen, sondern es kommen auch viele neue Funktionen hinzu.

©AVM / Die Fritzbox als Smart-Home-Zentrale

Die jüngst für das Top-Modell Fritzbox 7490 (199 Euro) vorgestellte Firmware-Version FritzOS 6.50 ist ein größeres solches Update, bei dem AVM an erster Stelle die Bedienoberfläche modernisiert. Neben einer frischeren Optik ist das Design nun „responsive“ – es lässt sich also nicht nur am Rechner-Bildschirm bedienen, sondern passt sich auch optimal an die Displays von Tablets oder Smartphones an.

INFOS zum Fritz!OS-Update für Besitzer älterer Modelle gibt es hier

Weitere Verbesserungen reichen von einer übersichtlicheren und informativeren Darstellung der im Heimnetzwerk angeschlossenen Geräte über Funktions- und Einstellungs-Erweiterungen bei WLAN-Gastzugang und Kindersicherung bis hin zu robusteren Firewall- und Verschlüsselungs-Funktionen. Allein für diese Verbesserungen lohnt sich ein Update auf die neue Software. Auf der Bedienoberfläche der Fritzbox lässt es sich bequem unter „System/Update“ anstoßen. Hier können Besitzer anderer Fritzbox-Modelle im Übrigen auch nachprüfen, ob FritzOS 6.50 mittlerweile auch für die von ihnen genutzte Gerätevariante verfügbar ist.

Verbesserungen bei der Unterstützung von Schaltsteckdosen

Eine zentrale Rolle bei den Neuerungen spielen jedoch weiterentwickelte Smart-Home-Funktionen. Schon seit längerem bietet AVM passend zu seinen Routern die Schaltsteckdosen vom Typ FritzDECT 200 an. Wie der Name schon sagt, erfolgt die Verbindung zur Fritzbox über den Schnurlos-Telefonstandard DECT. Der ist für gute Reichweiten auch durch mehrere Wände bekannt und somit für die Übermittlung von Steuer- und Schaltsignalen gut geeignet.

©AVM / AVM bietet immer mehr Zubehör für das Fritzbox-Ökosystem an.

Da die Variante DECT ULE (Ultra-Low Energy) genutzt wird, hält sich auch der Stromverbrauch in Grenzen – was bei den ohnehin über die Steckdose versorgten FritzDECT-Geräte aber nicht allzu entscheidend ist. Die Schaltsteckdosen lassen sich über die Konfigurationsoberfläche der Fritzbox, aber auch über die von AVM kostenlos angebotene iOS- und Android-App „MyFritz“ steuern, um etwa Lampen oder andere elektrische Geräte ein- oder auszuschalten. Zusätzlich können sie auch den Energieverbrauch der angeschlossenen Geräte messen, aufzeichnen und auswerten.

Das neue FritzOS 6.50 stellt die entsprechenden Statusinformationen übersichtlicher dar und zeigt überdies direkt auf der Fritzbox-Oberfläche, ob es für FritzDECT 200 oder auch andere AVM-Zusatzgeräte ebenfalls Softwareupdates gibt. Falls ja, lassen sich diese mit einem Klick oder Fingertipp installieren.

Jetzt kann die Fritzbox auch Heizungen regeln

Nagelneu in FritzOS 6.50 ist nun auch eine Heizungssteuerung. Die dafür erforderlichen DECT-ULE-fähigen Thermostate „Comect DECT“ baut AVM nicht selbst, sondern bietet sie in Kooperation mit der hessischen Firma Eurotronic an. Ein einzelner dieser Heizungsregler ist für etwa 60 Euro erhältlich, ein Zweier-Set gibt’s ab 110 und und ein Dreier-Paket ab 170 Euro.

©AVM / Heizungssteuerung mit der Fritzbox. Eine der Neuerungen von FritzOS 6.50.

Die Heizungssteuerungs-Funktionen der neuen FritzOS-Version sind gezielt auf diesen Thermostat-Typ ausgerichtet. Mit anderen Heizungsreglern könnten Fritzboxen auch gar nicht zusammenarbeiten, weil sie typische Smart-Home-Funkstandards wie ZWave oder HomeMatic nicht unterstützen.

Mit FritzOS 6.50 lassen sich für jeden Raum individuelle Heizprofile erstellen. Dabei haben die Programmierer auch an Urlaubs- und Sommerschaltungen gedacht. Und um mögliche Abweichungen zwischen der im Thermostat gemessenen und der tatsächlichen Raumtemperatur ausgleichen zu können, lässt sich für jeden angemeldeten „Comect DECT“ ein Korrekturfaktor festlegen.

Eine Besonderheit ist die „Fenster auf“-Erkennung des Reglers: Da FritzOS bislang keine Tür/Fenster-Sensoren unterstützt, übernimmt der Thermostat die Erkennung, ob gerade gelüftet wird. Fällt die Temperatur im Raum schlagartig ab, schließt „Comect DECT“ für einen in FritzOS einstellbaren Zeitraum das Ventil. Zusätzlich kann man einstellen, wie empfindlich diese Erkennung reagieren soll. Allerdings muss der Nutzer selbst daran denken, das Fenster nach dem Lüften wieder zu schließen – dafür gibt es bislang weder Warnmeldungen, noch kann die „Fenster auf“-Erkennung ermitteln, wann das Fenster wieder geschlossen wurde.

Verbesserte Funktionen auch für Türsprechstellen

Eine weitere Funktion des runderneuerten FritzOS, die für komfortabel vernetzte Häuser interessant ist, ist die Unterstützung von Türsprechstellen. Sie lassen sich schon seit längerem über eine der Telefonbuchsen oder per IP-Protokoll an einer Fritzbox anschließen. Passende Geräte liefern auch hier wieder Dritthersteller – unter anderem die Firmen Auerswald, TCS und Telegärtner für Preise ab etwa 200 Euro.

©AVM / Bilder einer Türstation können aufs Smartphone geschickt werden.

Neu ist in der jüngsten Software ist nun, dass eine solche Türstation sich nun mit einer IP-Kamera kombinieren lässt. Sie sendet dann ein Standbild des klingelnden Besuchers an angemeldete Schnurlostelefone vom Typ FritzFon und zeigt so auf einen Blick, wer vor der Haustür steht. Leider funktioniert dies aktuell noch nicht mit den Smartphone-Apps von AVM – diese Funktion soll aber für künftige App-Updates auf dem Schirm sein. Schon heute ist es jedoch möglich, die Sprachverbindung zur Tür aufs Smartphone umzuleiten, und den Bild-Check dann gegebenenfalls mit einer zur verwendeten IP-Kamera passenden, separaten App vorzunehmen.

AKTUELLE INFOS zum Fritz!OS-Update für User älterer Modelle gibt hier

Fazit

Für Smart-Home-Interessenten sind die neuen Funktionen ein guter Grund, das kostenlose Update auf die jüngste FritzOS-Version vorzunehmen. Und eine Unmenge weiterer Verbesserungen und Neuerungen bei den anderen Funktionen der Berliner Internet-Router gibt es dann noch oben drauf.

Andere Artikel mit Themen:

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei Media Markt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück