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Schutz vor Notfällen

Fünf einfache Produkte für ein sicheres Zuhause

Das Thema Sicherheit wird immer wichtiger, entsprechend groß ist das Angebot. Folgend einige Artikel im Kurzcheck.

Frau hält animiertes Haus

© Jakub Jirsák / Fotolia.com

Die aktuelle Einbruchstatistik spricht eine deutliche Sprache: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist so hoch wie zuletzt vor 16 Jahren. 152.000 Fälle wurden im Jahr 2014 polizeilich erfasst, das entspricht einem Anstieg von fast zwei Prozent zum Vorjahr. Dabei stieg der Wert zum achten Mal in Folge. Die meisten Langfinger wählen gleich den direkten Weg durch die Eingangstür. Aber auch schlecht gesicherte Terrassentüren oder Fenster sind beliebte Ziele.

Egardia Smarthome 01: die Alarmanlage, die anruft

Das Egardia Smarthome 01 Einstiegsset

Der Hersteller Egardia will das Bedürfnis nach mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden mit der Smarthome-01-Serie befriedigen. Herzstück der rund 300 Euro teuren Anlage ist eine Basisstation, die per LAN-Kabel mit dem Router verbunden wird. Sie steuert bis zu 160 Sensoren, die sich im ganzen Haus verteilen lassen. Die Kommunikation erfolgt dabei über ein eigenes Funknetz, in das verschiedene Sensoren eingebunden werden. Sobald im „scharfen“ Modus einer der Sensoren Alarm auslöst, erzeugt die Anlage einen Höllenlärm mit einer Lautstärke von 104dB. Zum Vergleich: Bei Krach in der Höhe von 110dB, den beispielsweise eine Kreissäge von sich gibt, ist die Schmerzgrenze erreicht. Wird in der Anlage der Alarm ausgelöst, informiert das System den Nutzer wahlweise per Telefon (über einen Anruf vom Alarm-Service), SMS oder E-Mail über den Vorfall.

Das System soll sich einfach einrichten und bedienen lassen, die Konfiguration ist wahlweise per Browser, SMS oder Smartphone-App möglich. Tests bescheinigen der Anlage eine hohe Zuverlässigkeit ohne nennenswerte Funktionsstörungen oder Fehlalarme. Dazu trägt sicherlich auch der haustierfreundliche Bewegungsmelder bei. Darüber hinaus hat der Hersteller ein reichhaltiges Zubehör im Angebot, darunter Kameras, Sirenen, Wasser- und Rauchmelder. Im Basis-Set sind zwar neben der Zentraleinheit und einem Bedienteil ein Bewegungsmelder und zwei Fenster- bzw. Türkontakte enthalten, das reicht aber gerade einmal für eine kleine Wohnung.

Wer ein Eigenheim mit vielen Fenstern und Türen besitzt, sollte entsprechend Sensoren nachrüsten. Da sie mit rund 50 Euro pro Stück zu Buche schlagen, landet man schnell im vierstelligen Bereich. Dazu kommen 8,95 Euro monatlich bzw. 107,40 Euro im Jahr für den Alarm-Service. 

Klein, aber fein: Einbruchschutz muss nicht teuer sein.

Für den Einbruchschutz von selten genutzten Fenstern und Türen, etwa im Keller, gibt es auch ganz simple, aber ebenso effektive Lösungen. Der Olympia 5921 Türstopp-Alarm ist beispielsweise mit neun Euro zwar sehr günstig, aber auch ungemein wirkungsvoll.

Wird er etwa vor der Kellertür platziert, blockiert er die Tür und produziert gleichzeitig ein Alarmsignal von 100dB, wenn ein ungebetener Gast versucht, hier einzudringen. Für offene Garagentore oder Terrassentüren ist hingegen eine Lichtschranke wie die Olympia 5924 (rund 22 Euro) eine gute Investition. Hier schlägt das System Alarm, sobald jemand ungefragt durch den unsichtbaren Lichtstrahl hindurchmarschiert.

Olympia 5924

D-Link DCS 930 L: günstige Videoüberwachung

Videoüberwachung ist längst nicht mehr nur für Geschäfte und Firmen interessant. Auch immer mehr Privatleute überwachen Eingangsbereich, Garten und Garageneinfahrt ihres Zuhauses oder haben so das abgelegene Ferienhaus unter Beobachtung. Die D-Link DCS 930 L macht den Einstieg in die Hausüberwachung besonders günstig. Die große Stärke der Kamera ist die einfache Einrichtung: Setup-Wizard am PC starten, den Anweisungen folgen, und wenige Minuten später ist die Überwachungskamera bereits einsatzbereit. Wunderdinge darf man von einer Lösung, die um die 30 Euro kostet, natürlich nicht erwarten. Wer aber nur ab und zu von unterwegs aus nachschauen möchte, ob zu Hause alles in Ordnung ist, kann mit der DCS 930 L glücklich werden.

D-Link DCS 930 LDer Zugriff auf die Kamera geschieht entweder per Browser oder – noch praktischer – per mobile Anwendung am Smartphone oder Tablet. Apps gibt’s sowohl für Android- als auch für iOS-Geräte. Wie die meisten sehr günstigen Modelle bietet auch die D-Link-Kamera nur eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten (VGA). Das ist ausreichend, solange man daheim nur nach dem Rechten sehen oder den Nachwuchs beobachten will, Gesichter lassen sich auf einige Meter Entfernung aber kaum erkennen. Kameras mit HD-Auflösung können das besser. Ebenfalls wichtig: Die DCS 930 L wird per Netzwerkkabel angeschlossen. Steht an der benötigten Stelle kein LAN-Anschluss bereit, ist eine Kamera mit WLAN-Technik (etwa die Netgear Arlo VMS 3230, im 3er-Set für 421 Euro) die bessere Lösung. Aber nicht nur von außen drohen Gefahren durch Einbrecher oder sonstige ungebetene Gäste.

Rauchmelder Ei650: Komfort geht vor

Ei 650

Auch innen kann vieles schiefgehen. Rauchmelder sind daher neuerdings in vielen Bundesländern Pflicht. Wer jetzt nachrüsten muss, kann auch auf Exemplare setzen, die für wenige Euro zu haben sind. Auch sie warnen zuverlässig vor Rauch, zumindest, wenn sie Prüfsiegel wie das CE-Zeichen, VDS, „Q“ oder die Kennung EN 14604 tragen. Eine komfortablere Alternative ist der Ei650. Er ist mit rund 20 Euro nicht unbedingt ein Schnäppchen, hat aber gegenüber Billigprodukten einige gewichtige Vorteile:

  • Langlebiger Akku: Dank einer Lithium-Batterie hat der Ei650 eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren. Günstige Rauchmelder arbeiten dagegen oft mit 9-V-Block-Batterien, die bereits nach ein bis zwei Jahren schlappmachen. Das hört sich erst einmal nicht dramatisch an. Wer aber schon einmal mitten in der Nacht von einem alle fünf Minuten piepsenden Rauchmelder geweckt wurde, der nach einer frischen Batterie verlangt, kennt das Problem: Erst einmal den betroffenen Rauchmelder auszumachen, kostet Zeit und stahlharte Nerven. Dazu kommt: Der höhere Kaufpreis amortisiert sich im Laufe der zehn Jahre nahezu komplett: Vier neue 9V-Blöcke kosten mindestens fünf Euro, ein Lithium Block rund zehn Euro.

  • Kein Blinken: Viele Rauchmelder blinken regelmäßig. Das ist zwar nicht sonderlich hell, kann aber im Schlaf- oder Wohnzimmer durchaus stören. Der Ei650 verzichtet im Stand-by-Betrieb auf ein optisches Signal, die LEDs kommen lediglich bei ausgelöstem Rauchalarm oder Funktionsstörungen zum Einsatz. 

  • Stressfreies Testen: Experten empfehlen, batteriebetriebene Rauchmelder einmal im Monat zu überprüfen. Beim Ei650 gestaltet sich dies angenehm stressfrei, denn der große Testknopf lässt sich auch vom Boden aus betätigen, etwa mit einem Besenstil oder einem Regenschirm. Überdies legt der Alarm beim Test nicht direkt mit voller Lautstärke los, sondern steigert sich kontinuierlich.
     
  • Smart: Die C- und W-Varianten des Ei650 lassen sich durch den Einbau eines passenden Funkmoduls untereinander vernetzen. Vorteil: Fängt es irgendwo im Haus an zu brennen, schlagen alle installierten Rauchmelder Alarm. Nachteil: Die smarte Technik treibt den Preis pro Rauchmelder auf rund 70 bis 80 Euro.

Fazit

Wer clever ist, investiert in Sicherheitstechnik. Denn neben erhöhter Einbruchsdelikte kann auch im Smart Home viel passieren. Den Geldbeutel muss man dabei aber nicht überstrapazieren: Bereits ab 10 beziehungsweise 20 Euro gibt’s Alarmanlagen sowie Rauchmelder, die neben der Sicherheit selbst auch das gute Gefühl daheim verbessern. Wer stets die Kontrolle behalten möchte, kann mit speziellen smarten Alarmanlagen Türen, Fenster und Zufahrtswege überwachen lassen.

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