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Title: Sicherheit
Smarte Heimüberwachung

Fünf Schritte zur richtigen Überwachungskamera

Es gibt ein Problem bei der smarten Heimüberwachung: Das Angebot an Überwachungskameras ist riesig. Diese fünf Schritte führen zur passenden IP Kamera.

© Nest / Die Auswahl an Sicherheitskameras ist groß.

© Nest / Die Auswahl an Sicherheitskameras ist groß.

Wohnungseinbrüche machen den Deutschen Sorgen. Kein Delikt ist laut Kriminalstatistik in den letzten Jahren so stark gestiegen. Im Vergleich zu 2006 verzeichnet Deutschland ein Plus von 46,3 Prozent an Wohnungseinbrüchen. Zum Vergleich, den zweithöchsten Anstieg gibt es im Bereich der Rauschgiftkriminalität, der in den letzten 10 Jahren plus 10,6 Prozent betrug. Ob die im Mai 2017 auf den Weg gebrachte Gesetzesänderung, Einbrecher härter zu bestrafen, daran etwa ändert, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass in Deutschland die Aufklärungsquote für Einbrüche nur rund 20 Prozent beträgt und das macht Bürgern Sorgen. Innenminister Thomas de Maizière rät sogar dazu, selbst vorzusorgen. Einfach und kostengünstig geht das mit smarten Überwachungskameras. Mit diesen fünf Schritten wählt man die passende Überwachungskamera zur Heimüberwachung aus.

© Ring / Outdoor-Kameras müssen robuster gebaut sein und kommen oft mit Akku.

Schritt 1: Innen oder Außen?

Die erste Weichenstellung ist die Frage, wo die künftige Überwachungskamera ihren Dienst verrichten soll. In Innenräumen sind die Herausforderungen nicht so groß, denn die Kameras sind zum Beispiel vor Wettereinflüssen geschützt. Hersteller können Standardkomponenten verbauen, wie man sie in anderen smarten Gadgets findet. Das macht auch die IP Kameras günstiger. Außerdem ist es in der Regel kein Problem, eine Stromversorgung per Kabel an den Start zu kriegen. Sollte wirklich in einer gewünschten Ecke keine Steckdose vorhanden sein und auch ein Verlängerungskabel nicht zum Ziel führen, kann man oft einfach die Position wechseln. Das ist im Freien anders. Wer beispielsweise Terrasse und Garten mit einer smarten Kamera überwachen will, hat nicht viele Montagemöglichkeiten und sitzt dort keine Steckdose, muss man zu einer Lösung mit Akku greifen, etwa zur Ring Spotlight Cam Akku. Was man auch nicht unterschätzen sollte ist das Wetter. Regen und Staub sowie Temperaturschwankungen stellen wesentlich höhere Hardware-Anforderungen. Outdoor-Überwachungskameras mit IP66/67-Zertifizierung sind auf jeden Fall teurer als Indoor IP Kameras.

© Logitech / Immer mehr Kameras docken an Apple HomeKit an.

Schritt 2: Passt die Kamera zum Rest?

Wer schon länger Erfahrungen mit dem Smart Home sammelt, der weiß die Vorteile von aufeinander abgestimmten Komponenten zu schätzen. Wer zum Beispiel ein iPhone und andere Apple-Produkte nutzt und schon die Smart-Home-Zentrale HomeKit in Betrieb hat, tut gut daran, sich auch nach HomeKit-kompatiblen Überwachungskameras umzusehen. Die Logitech Circle 2 unterstützt zum Beispiel Apple HomeKit. Natürlich lässt sich auch eine andere Lösung an den Start bringen, eine zentrale App für möglichst viele Smart-Home-Geräte spart aber Zeit. Auch ist dann eine geräteübergreifende Zusammenarbeit möglich. Geräte zur Heimüberwachung von großen Herstellern wie D-Link oder Netgear sollten Nutzer besonders im Blick haben, wenn sie schon andere Komponenten dieser Hersteller haben, etwa WLAN-Router oder Repeater. Der Grund: die Hersteller achten natürlich besonders auf gute Zusammenarbeit mit den eigenen Produkten. Aber auch hier gilt: Niemand muss zwangsweise nur Produkte eines Herstellers kaufen, es spart aber im Smart Home einfach Zeit.

© AV-Test.org / Spezialisten überprüfen Sicherheitskameras auf Schwachstellen.

Schritt 3: Sicherheit im Auge behalten

Was oft bei Smart-Home-Geräten vernachlässigt wird, ist die Sicherheit. Das ist generell schlecht, aber man stelle sich vor, man holt sich eine Überwachungskamera ins Haus, die gehackt werden kann. Statt mehr Sicherheit erreicht man genau das Gegenteil. Nutzer sollten deshalb nach Modellen Ausschau halten, die eine Sicherheitszertifizierung haben. Ein zweites Merkmal für ein Plus an Sicherheit sind große Hersteller, etwa Logitech, Nest oder Netatmo. Diese Sicherheitskameras sind NoName-Angeboten auf alle Fälle vorzuziehen. Sie liefern in der Regal auch länger Support als Billig-Produkte.

© Netgear / Viele Kameras bieten die Anbindung an Cloud-Speicher an, zusätzlich ist lokaler Speicher sinnvoll.

Schritt 4: Cloud oder lokaler Speicher?

Viele Heimüberwachungskameras nutzen heute Cloud-Anbindung für die Speicherung von Fotos und Videos. Dagegen ist nichts zu sagen, außer dass man dabei natürlich dem Speicheranbieter vertrauen muss oder vielleicht gar nicht will, dass Bilder aus dem Wohnzimmer auf einem US-Server landen, wenn man die Sicherheitskamera mit Dropbox oder Google Drive verknüpft. Viele IP Kameras bieten aber noch die Möglichkeit, eine Speicherkarte zur Aufzeichnung zu nutzen. Doch Vorsicht: Gewiefte Einbrecher könnten bei Entdecken einer Kamera auch einfach den Speicher-Chip entfernen und so ihre Spuren vernichten.

© Netatmo / Sprachsteuerung per Siri, Alexa oder Google Assistant ist auch bei Sicherheitskameras im Kommen.

Schritt 5: Extras gefällig?

Sind die ersten vier Schritte getan, geht es im Prinzip schon an die Feinheiten. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Einbrecher vor allen in der Nacht zuschlagen. Stimmt nicht, die meisten Einbrüche finden dann statt, wenn die braven Bürger arbeiten gehen, tagsüber. Eine Nachtsichtfunktion ist deshalb nicht für jeden Nutzer Pflicht, aber natürlich praktisch, wenn man Abends mal unterwegs ist und trotzdem einen Blick ins dunkle Eigenheim werfen möchte. Viele technikaffine Nutzer wünschen sich auch eine Überwachungskamera, die sie per Sprache steuern können. Kein Problem, egal ob Siri, Alexa oder Google Assistant, der aktuelle Trend ist auch bei den Überwachungskameras zu haben, etwa bei der Netatmo Welcome Sicherheitskamera. Bei ihr reicht zum Beispiel ein "Hey Siri, zeig mir den Flur", um auf dem iPhone einen Blick in den Eingangsbereich der eigenen Wohnung zu werfen. Doch Siri ist natürlich nicht der einzige Sprachassistent. Nest Cam IQ ist zum Beispiel eine smarte Überwachungskamera die Amazon Alexa und den Google Assistant versteht. Weitere Extras sind zum Beispiel besonders weitwinklige Objektive, die einen möglichst großen Bereich abdecken. Andere Kameras sind schwenkbar oder bieten Gesichtserkennung. Die Aufzeichnungsqualität ist bei den aktuellen Geräten durchweg gut, ob es unbedingt Full-HD sein muss, ist Geschmackssache.

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