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Elektronisches Türschloss mit Fernbedienung

Funk-Türschloss Keymatic: Haustür öffne dich

Immer das Gleiche: In der Tasche wühlen und dann den richtigen Schlüssel finden. Macht’s der Keymatic einfacher?

Mann öffnet Türe mit seinem Smartphone

© Andrey Popov / Fotolia.com

Bei Autos gehört eine Funkfernbedienung selbstverständlich zur Ausstattung, bei der Haustür kommt eine derart praktische Technik dagegen nur selten zum Einsatz. Warum eigentlich? Schließlich lässt sich ein modernes Türschloss damit einfach nachrüsten. Beispielsweise durch den Funk-Türschlossantrieb Keymatic. Er verspricht, die Haustür ganz einfach der Tastendruck zu ver- und zu entriegeln –  das Suchen und Herumfummeln mit dem Schlüssel sollen so endgültig der Vergangenheit angehören. Doch wie klappt’s in der Praxis?

Das hat nicht jeder

Im Prinzip handelt es sich beim Keymatic um ein kleines Gehäuse samt Motor, das von Innen über den Schlüssel gestülpt wird. Im Vergleich zum Danalock wirkt die Verarbeitung nicht so hochwertig, der billige Kunststoff macht nicht viel her. Auch das Handrad hinterlässt beim Danalock einen deutlich wertigeren Eindruck. 

Theoretisch ist der Einbau ganz einfach: Vier Schrauben genügen, und das Gerät sitzt an der Innenseite der Tür. Aber das ist erst einmal graue Theorie, denn das Schloss muss zwei spezielle Voraussetzungen erfüllen, damit das gelingt: Zum einen muss der Schließzylinder innen um mindestens 8 mm aus der Tür bzw. aus der über dem Schloss montierten Blende hinausragen. Nur dann kann sich der Keymatic mit einer Art Klemmmechanismus am Schließzylinder festkrallen. Alternativ lässt sich die Halterung auch mit der Tür verschrauben. Das funktioniert aber nicht bei jedem Material, zudem führt diese Montageart zu Beschädigungen.

Zum anderen benötigt das Gerät einen Schließzylinder mit sogenannter Not- und Gefahrenfunktion. Das bedeutet, dass sich das Schloss von außen auch dann auf- und zuschließen lässt, wenn auf der Innenseite ein Schlüssel steckt. Das hat auch nicht jeder. Ist nur eine der beiden Voraussetzungen nicht erfüllt, ist ein neuer Schließzylinder nötig. In diesem Fall kommt zu den rund 150 Euro Anschaffungskosten für den Keymatic also noch einmal ein ordentlicher Batzen für einen neuen Schließzylinder hinzu – kein günstiges Vergnügen also.

Der Keymatic mit Fernbedienung

Unkomplizierter Einbau

Zurück zum Einbau: Der ist in rund einer Viertelstunde erledigt – zumindest, wenn beim Anlernen der Fernbedienung alles glatt läuft. Beim Test funktioniert das zwar problemlos, bei vielen anderen Käufern war das aber nicht der Fall. Ist auch das erledigt, öffnet sich das Türschloss einigermaßen flott über die Fernbedienung. Wer zudem noch ein Smart-Home-System von Homematic im Einsatz hat, kann das Türschloss auch per App (iOS, Android) steuern. Noch bequemer als mit dem Smartphone funktioniert das Ganze mit der Apple Watch. 

Nur mit Homematic-Zentrale richtig smart

Wer den Keymatic mit der Homematic-Zentrale CCU2 verbindet, genießt darüber hinaus weitere Möglichkeiten. So lässt sich das smarte Türschloss mit anderen Homematic-Geräten koppeln. Auf Wunsch können so beispielsweise Licht und Heizung anspringen, sobald die Tür geöffnet wird. Außerhalb des Homematic-Universums beschränken sich die Steuerungsmöglichkeiten allerdings auf die Fernbedienung sowie auf die Knöpfe und das Handrad am Gerät selbst. Auch der gute, alte Schlüssel darf weiterhin zum Einsatz kommen.

Fazit

Als Standalone-Lösung ist der Keymatic nur ein Türschloss mit Fernbedienung. Nur in einer Homematic-Umgebung spielt er seine „smarten“ Stärken aus. Abgesehen davon könnten die Optik und die Ansprüche an den Schließzylinder manch potenziellen Käufer abschrecken.

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