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Schutz durch Ortung

GPS-Tracker: Mehr Sicherheit für Ihr Kind?!

GPS-Tracker sind kleine Ortungsgeräte die Autobesitzern, Tierhaltern und vor allem Eltern ein größeres Sicherheitsgefühl geben. Smart Wohnen.de stellt aktuell Geräte vor.

© simoneminth / fotolia.com

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Es klingt erschreckend und ist wohl auch deshalb ein Grund dafür, dass viele Eltern sich mehr Sicherheit für ihre Kinder wünschen: Jedes Jahr verschwinden in Deutschland etwa 100.000 Kinder, und nur die Hälfte taucht nach wenigen Stunden wieder auf – doch die andere Hälfte wird als vermisst gemeldet, zwei Prozent bleiben längere Zeit verschwunden, und fast 2000 Kinder sind es leider dauerhaft. Die seelischen Qualen, die betroffene Eltern durchmachen müssen, mag man sich nicht ausmalen.

Umso größer ist der Wunsch vieler Eltern, die bisher verschont geblieben sind, dass ein solcher Fall gar nicht erst eintritt. Die Zeiten aber haben sich geändert, Schulwege sind viel länger geworden, der Straßenverkehr immens gewachsen, die gefühlte Kriminalität gestiegen. Ob es der Erstklässler ist, der zum ersten Mal den Schulweg alleine bewältigen muss, oder auch ein Teenager, der nicht zum verabredeten Zeitpunkt am verabredeten Ort erscheint, die Sorge um den Nachwuchs ist heute wohl noch größer als früher.

©Weenect / Mit dem Weenect können Kinder ihre Eltern auch anrufen 

GPS-Tracker sind ständig verbunden

Solche Sorgen lassen sich zwar nicht abstellen, aber erheblich mindern: mit einem sogenannten GPS-Tracker, einem kleinen Ortungsgerät, das möglichst rund um die Uhr und weltweit Kontakt zum Mobilfunknetz hält und sofort Alarm schlägt, wenn der Alltag eines Kindes durch ungewöhnliche Aktionen durchbrochen wird. Kritiker sehen dabei zwar bei manchen Eltern den Hang zur „kontrollierten Überwachung“, doch wer mit seinem Kind die Angelegenheit bespricht und nur im Fall des Falles seinen Standort überprüft, wird sicher Verständnis und Erleichterung ernten.

Wer noch nie mit einem solchen Gerät zu tun hatte, kann es sich wie ein abgespecktes Handy vorstellen – ohne das bekannte Display, aber genauso mit SIM-Karte, Akku, eingebauten Sensoren sowie einem Mini-Computer als Herzstück. Prinzipiell funktionieren GPS-Tracker überall dort, wo es Mobilfunkempfang gibt, also nicht lückenlos, jedoch in den allermeisten Situationen. Über das Gerät orten Sie die Position Ihres Kindes ebenso wie die beispielsweise Ihres Autos oder Haustiers, je nach Einsatzzweck. Oder Gepäckstücke: Jährlich gehen 26 Millionen an Flughäfen verloren. Nicht so bei Ihrem Koffer: Wenn Sie vorher etwa das Gerät „Trackimo“ in den Koffer gelegt haben, können Sie in Sekundenschnelle über Ihr Smartphone den Standort herausbekommen – sogar bis auf wenige Meter genau.

©Trackimo / GPS-Tracker für Auto, Tiere und Kinder

Trackimo: Funktioniert auch in Gebäuden 

Apropos Trackimo: Dieser vielgelobte GPS-Tracker ist nicht nur über das Mobilfunknetz weltweit einsetzbar, sondern funktioniert auch in Gebäuden, indem die Position per Triangulation über drei Mobilfunkmasten bestimmt wird. Durch den integrierten Bewegungssensor spürt Trackimo sofort jede Bewegung (praktisch fürs Auto oder Gepäck) und schickt innerhalb weniger Sekunden eine SMS oder E-Mail den gewünschten Empfänger. Das Gleiche passiert nach einem längeren Druck auf die SOS-Taste im Falle eines Notfalls. Ebenso schickt das Gerät eine Warnung, wenn der Akku gefährlich nachzulassen droht – sogar wenn eine festgelegte Geschwindigkeit überschritten wird, etwa wenn ein Kind plötzlich mit einem Auto unterwegs sein sollte, was nicht eingeplant war.

Die Funktion „Geofencing“ ist für Eltern sicher die am häufigsten verwendete: Verlässt das Kind eine vorher definierte Heimzone, z.B. das eigene Zuhause oder auch die Schule oder einen Spielplatz, werden die Eltern ebenfalls direkt benachrichtigt. Selbst die Verfolgung in Echtzeit ist möglich, indem die Bewegung über Smartphone-App oder Webseite auf einer Landkarte angezeigt wird. Außerdem spricht für den Trackimo der relativ günstige Preis (gut 70 Euro) sowie die enthaltene SIM-Karte, die zwölf Monate lang weltweit ohne Roamingkosten genutzt werden kann – die Verlängerung kostet dann fünf Euro monatlich.

Andere GPS-Tracker für Kinder funktionieren ähnlich, unterscheiden sich jedoch im Design sowie in Größe, Gewicht, Akkulaufzeit und Preis, und sie bieten teilweise mehr oder auch weniger Möglichkeiten. So kann das wasserdichte Weenect von der französischen Firma Hareau die Eltern sogar anrufen, denn der Tracker hat auch eine Telefonfunktion – und die Batterie soll bis zu sieben Tage halten.

Notruf per Knopfdruck

Geocare wiederum ist eine Entwicklung des Münchner Startups Libify Technologies, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Das Notruf- und Ortungssystem ist für Eltern, Tierbesitzer, Demenzpatienten und Sportler gedacht und ermöglicht automatische Anrufannahme und Freisprechfunktion. Im Notfall werden die Daten per Knopfdruck an Privatkontakte oder an eine professionelle Notrufzentrale gesendet. Das Gerät soll besonders leicht zu bedienen sein.

Einen Schritt weiter geht die Berliner Firma Myfairdeal mit einem System, das den ulkigen Namen „Wo ist Lilly?“ trägt. Der GPS-Tracker ist in eine kindgerechte Armbanduhr eingebaut, die damit am Körper des Kindes verbleibt. Der Name geht zurück auf die gleichnamige Bürohündin, die einmal aus dem Garten ausgebüxt und dann allein in der Hauptstadt unterwegs war. „Wir klebten hunderte Zettel an Bäume und suchten sie stundenlang, bis wir sie zum Glück an einem Teich fanden“, schreiben die Macher auf ihrer Webseite. „Nach diesem Albtraum entwickelten wir die Idee eines GPS-Senders, welcher einem schnell und einfach die metergenaue Position seines Lieblings anzeigt, denn dieses vorhin beschriebene Szenario möchten wir allen Hundebesitzern ersparen.“ Seitdem kam eine eigene Katzenversion hinzu – und nun auch die Uhr für Kinder.

©Kippy / Der Akku im Kippy soll bis zu 16 Tage durchhalten

GPS-Tracker: Dauerläufer Kippy 

Gezielt an Tierbesitzer richtet sich das farbenfrohe System „Kippy“ aus der Schweiz, dürfte aber wegen seiner Bauweise auch für den Kinder-Einsatz interessant sein. Das Gerät ist wasserdicht und hat ein Gehäuse aus stoßfestem Kunststoff, „um auch den natürlichen, ungestümen Bewegungen des Tieres standzuhalten“, wie es auf der Herstellerseite heißt. Die Batterien sollen bis zu 16 Tage als Maximum aushalten können, was auch daran liegt, dass Kippy mit Hilfe der internen Sensoren mangels Bewegungen in den Stromsparmodus wechselt.

Doch was bei Hunden und Katzen sich eher auf den Schlaf reduziert, macht bei Kindern sicher noch viel mehr Sinn – dann zum Beispiel, wenn der Tornister im Schrank stehen bleibt und das Kind einfach nur wohlbehalten zu Hause ist.

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