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Alles über das smarte Wohnen

Fingerabdruck-Scanner & Co.

Ihren Haustürschlüssel? Können Sie bald vergessen!

Intelligente Schlösser gewähren per Bluetooth, Fingerabdruck oder Smartphone-App Zugang zum eigenen Haus – sogar für Haustiere gibt es spezielle Systeme

Fingerabdruckscanner können den Schlüssel ersetzen.

Ivan Bliznetsov / Getty Images

Wo ist nur wieder der Haustürschlüssel?! Diese Frage muss man sich in Zukunft womöglich nicht mehr stellen. Denn intelligente Schlösser sollen das Öffnen und Schließen der Haustür bequemer – und sicherer – machen.

Die Anbieter vertrauen dabei auf unterschiedliche Lösungen. Mal wird ein Smartphone benötigt, mal reicht ein Fingerabdruck zum Öffnen der Tür. Bei einigen Systemen wird Personen für bestimmte Zeiträume Zugang zur Wohnung gewährt. Die meisten smarten Schlösser liefern Informationen an eine Smartphone-App. Der Vorteil ist, dass es keine Rolle spielt, ob man den Schlüssel zu Hause oder im Büro liegen gelassen hat. Nur das Smartphone sollte man meist unbedingt dabei haben, sonst kann auch der Schlüsseldienst oft nicht mehr helfen. Wir stellen verschiedene Systeme vor.

Türöffnung per Smartphone

Das smarte Türschloss „Nuki“ ist bislang noch Zukunftsmusik, aber seine Fähigkeiten klingen vielversprechend: Es erkennt, wann man nach Hause kommt oder es verlässt, indem es per Bluetooth mit dem Smartphone in der Jackentasche kommuniziert. Nicht nur dem Hausbewohner, auch anderen Personen soll per App zeitlich befristet Zugang zur mit Nuki gesicherten Wohnung gewährt werden können – praktisch für Gäste oder wenn die Haushaltshilfe kommt. Der Anbieter von Nuki betont die Sicherheit des Systems: Man erfährt auf dem Handy, ob das Schloss unberechtigt geöffnet wurde. Auch die Installation soll laut Hersteller ganz einfach sein. Der kleine Nuki-Würfel wird von innen auf ein bestehendes Türschloss montiert und ist laut Hersteller in fünf Minuten ohne fremde Hilfe startbereit. Es müssen lediglich drei Schrauben angezogen, der Zugriff zum WLAN gewährleistet und die Nuki App (iOS & Android) installiert werden.

Noch gibt es keinen Produzenten für Nuki und es werden Geldgeber gesucht. Bereits vor Ablauf der Sammelphase ist jedoch die dreifache Menge des vermutlich benötigten Geldes zusammengekommen. Die Initiatoren versprechen: „Wir befinden uns gerade in der Produktionsvorbereitung und planen mit Anfang 2016 einen offiziellen Verkaufsstart von Nuki.“ Man wird sehen, wann und ob das smarte Schloss produziert und verkauft werden wird.

Schlüssel-loses Schloss

Beim neuartigen Schloss „ola“ wird der Finger zum Schlüssel. Ola soll laut Entwickler das erste Schlüssel-lose Schloss sein, das ohne Smartphone funktioniert und stattdessen einen im Türgriff integrierten Fingerabdruckscanner und Bluetooth nutzt. Man spart sich so das mühsame Verbinden des Smartphones per Bluetooth und muss auch keine App starten. Auf ein klassisches Schlüsselloch wird ganz verzichtet. Stammbewohner und Freunde weisen sich per Fingerabdruck oder Bluetooth-Schlüssel aus und bekommen dann Zugang zur Wohnung gewährt. Dazu müssen lediglich die Fingerabdrücke vorab per App registriert werden. Der Einsatz eines angeblich besonders guten Fingerabdruckscanners und langlebiger Batterien sollen das Schloss sehr sicher machen. Das Projekt wird per Kickstarter finanziert und die voraussichtliche Lieferung soll im März 2016 beginnen.

Bluetooth-Schloss vom Schlüssel-Profi

Der alteingesessene Hersteller von Schlössern, Assa Abloy, mit seiner Marke Yale preist sein smartes Schloss „Entr“ als die „bahnbrechende intelligente Schließlösung“ an. Dabei setzt er für die Verriegelung auf Bluetooth – wie viele andere Hersteller auch. Entr ermöglicht die Zutrittskontrolle per Smartphone-App, Fingerabdruckleser, Pincodeleser oder Fernbedienung. Das Schloss soll sich in die RWE SmartHome Plattform integrieren lassen und auch zur Nachrüstung der meisten normalen Haus- und Wohnungstüren geeignet sein. Praktisch: Das Schloss, das es als Basisseit für rund 280 Euro geben wird, verriegelt sich eigenständig und soll einfach zu installieren sein.

Smarter Sensor aus Deutschland

Perfekt für Mehrfamilienhäuser soll Kiwi sein, ein Türsensor, der in bestehende Klingelanlagen integriert werden kann. Dabei kommuniziert ein Transponder, der Kiwi Ki, den man z.B. in der Hosentasche trägt, mit dem Türsensor. Der Transponder ist kleiner als ein Autoschlüssel. Befindet man sich an der Hauseingangstür, wird er erkannt und das System betätigt automatisch den Türsummer und öffnet die Tür. Der Hersteller betont: „Die Sicherheitsstandards von Kiwi sind um ein Vielfaches höher als die vergleichbarer Technologien. Die Kommunikation zwischen dem Kiwi Ki und dem Kiwi Türsensor verläuft auf Basis von verschlüsselten Zufallszahlen. Mit diesem zum Patent angemeldeten Verfahren ist es unmöglich, durch reines „Zuhören“ einen Kiwi Ki zu kopieren oder zu identifizieren.“ Statt mit dem Kiwi klappt das Öffnen auch mit einer Smartphone-App. Die soll ebenfalls besonders gesichert sein: „Die System-Architektur der Kiwi App erfüllt die internationalen Sicherheitsstandards für Online-Banking.“ Das System wird in Deutschland entwickelt und produziert.

Clevere Gegensprechanlage für Mehrfamilienhäuser

Das Türsprechsystem „Intercom XL” von Loxone lässt sich mit der heimischen HiFi-Anlage verbinden und ist Smartphone- und Tablet-kompatibel. Zugangsberechtigung erhält man mit dem elektronischen Schlüssel „iButton“. Die Anlage soll sich auch einfach in bestehende Smart Home-Netzwerke integrieren lassen, verspricht der Hersteller. Der Display zeigt bis zu 100 gespeicherte Namen an und die Gegensprechanlage ist mit einer Kamera ausgestattet. Wird die Anlage in ein bestehendes Smart Home integriert, kann beispielsweise das Licht eingeschaltet werden, wenn es an der Tür klingelt. Mit den kostenlosen Loxone Apps für Tablet oder Smartphone kann man auch von unterwegs sehen, wer gerade Zuhause geklingelt hat, mit dem Gast sprechen und ihm bei Bedarf die Tür öffnen: Ein Klick in der App öffnet beispielsweise das Garagentor, damit der Postbote sein Paket abstellen kann.

Multifunktionaler Türöffner

Der Fingerscanner „IN 2.0T” von ekey ist eines der wenigen Multitalente am Markt: Er gewährt entweder per RFID (eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme), Bluetooth oder Fingerabdruck Zugang zum Eigenheim. Das Lesegerät überträgt dabei die Daten verschlüsselt zum Steuergerät und erkennt Nutzergewohnheiten. Das rechteckige Gehäuse im schnörkellosen Design ist in Edelstahl, Gold oder Weiß erhältlich. Die kostenlose App dazu gibt es für Android- und Apple-Smartphones. Es lassen sich laut Anbieter einfach neue Benutzer anlegen und mit einem Foto versehen, sowie bestehende Berechtigungen anpassen. Das Smartphone kann sogar aus einigen Metern Entfernung als Fernbedienung genutzt werden. Die App lässt sich mit einem bis zu sechs-stelligen Pin sichern; der Datenaustausch zwischen Scanner und Smartphone ist natürlich auch verschlüsselt.

Smarte Haustürklappen für Katzen und kleine Hunde

Kleine Klappen in Türen sind praktisch, damit Katzen oder kleine Hunde selbstbestimmt das Haus verlassen und betreten können. Allerdings lassen die bisherigen Systeme jedes Tier passieren, das durch die Öffnung passt. Sehr unangenehm, wenn man plötzlich ein fremdes Tier im Haus hat. Die Firma Sureflap hat sich dieses Problems angenommen und bietet drei verschiedene smarte Klappensysteme an, zwei für Katzen und eines auch für kleinere Hunde. Die Tiere tragen einen Mikrochip oder Halsbandanhänger, die gescannt und erkannt werden, sobald sie sich der Haustierklappe nähern. Für fremde Tiere öffnet sich die Klappe nicht. Der Sperrmodus erlaubt zudem das Einstellen automatischer Ver- und Entriegelungszeiten. Praktisch für Besitzer mehrerer Tiere: Man kann für jeden Chip unterschiedliche Regeln festlegen. Je nach Modell liegt der Preis inklusive eines Chips hier bei rund 100 und 150 Euro.

Fazit

Smarte Schlösser erkennen Zugangsberechtigte per Fingerscan oder Smartphone-App. Es gibt Systeme für Wohnungen, Smart-Homes oder Mehrfamilienhäuser. Welches jeweils das passende ist, kann man bei einer Beratung im Fachbetrieb erfahren.

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