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Title: Sicherheit
Sicherheitskamera

Im Praxistest: Netatmo Presence

Mensch, Tier oder Auto? Die Netatmo Presence soll es bis 20 Meter Entfernung erkennen. Wir machen den Test mit der Smart Home Sicherheitskamera.

© Marc Zander

© Marc Zander

Die smarte Sicherheitskamera Presence von Netatmo ist der große Outdoor-Bruder der Indoor-Kamera Welcome. Lockte die Welcome mit Gesichtserkennung, liegt bei der Presence der Fokus auf der Erkennung von Menschen, Tieren und Autos. Die Kamera speichert auf SD-Karte in der Kamera selbst, eine 8 GB-Karte ist beim Kauf enthalten (auf der Unterseite der Kamera auswechselbar). Die verschlüsselt auf der Karte gespeicherten Videos können zusätzlich auch auf die Dropbox oder auf einen FTP-Server hochgeladen werden. Na dann, Verpackung auf und losgetestet!

Inhalt der Netatmo Presence Verpackung und Installation

Die kompakte Verpackung enthält neben der robust und auf den ersten Blick gut verarbeiteten IP-Kamera mit vormontierter Wandhalterung, das benötigte Montagematerial sowie eine Bedienungsanleitung, einen QR-Code und einen Werbeflyer. Die Kamera selbst ist bereits mit einer Lüsterklemme ausgerüstet und kann direkt als Ersatz für eine vorhandene Außenleuchte genutzt werden. Also Strom ausschalten, die alte Hausleuchte abschrauben und die Netatmo an dessen Stelle montieren. Hier gilt im Zweifel: Bei Unklarheiten oder zwei sehr linken Händen lieber einen Elektriker fragen.

Die Installation verlief insgesamt einfach bis mittelschwer, die richtige Ausrichtung der Kamera über eine Sechskant-Stellschraube ist ein wenig fummelig, aber gut machbar. So, Kamera hängt, also schnell die App installieren. Ein Blick in den Google Play Store zeigt nach Eingabe des Suchbegriffs „Netatmo Presence“ mehrere Apps. Hmm, welche ist die richtige? Ein Blick in die Bedienungsanleitung führt zu einer Webseite, von der aus ich wieder zum Play Store komme, hier die App „Security“ runterladen und ein kostenloses Konto eröffnen.

© Screenshot Marc Zander / Die Einrichtung erfolgt step by step zügig über die App. 

Die App und Einrichtung der Netatmo Presence

Nachdem ich ausgewählt habe, ob ich eine Welcome oder eine Presence Kamera einrichten möchte, möchte sich mein Smartphone, übrigens ein Nexus 4 mit Android 5.01, per Bluetooth mit der IP-Kamera verbinden. Die Presence muss für die Einrichtung blinken. Tut sie das nicht, schafft die beiliegende QR-Code-Karte Abhilfe. Diese hält man vor die Kamera-Linse, bis das Flutlicht wieder blinkt. Die Kamera wird erfolgreich erkannt, ich vergebe einen Namen, binde die IP-Kamera ins WLAN-Netzwerk (eine 50-Mbit/s-Leitung) ein und starte das Live-Bild. Die Live-Cam zeigt ihre bewegten Bilder zwar mit einer gut zehn-sekündigen Verzögerung an, dafür aber sehr scharf, obwohl derzeit bei mir nur in 360p und 720p, bei Hochgeschwindigkeits-Internetleitung soll auch hochdetailliertes Full-HD möglich sein.

Als ich die Kamera noch etwas feinjustiere, friert plötzlich das Bild ein. App abgestürzt? Scheinbar nicht. Trotzdem starte ich zur Sicherheit das Handy neu. Das schafft auch keine Abhilfe. Also einmal Strom für die Kamera wegnehmen. Das Flutlicht der Kamera leuchtet anschließend wieder auf, doch nichts passiert. Ich halte den QR Code vor die Linse. Nichts. Ich schalte Bluetooth aus und wieder an, keine Kamera zu finden. Eine Befragung von Tante Google bringt auch keine Ergebnisse. Als ich – langsam nervös werdend – mit meinem Smartphone vor der Kamera auf und ab laufe und immer wieder auf den Weiter-Button der Installationsseite der App drücke, tut sich plötzlich etwas: Er schreibt etwas von einem Kamera-Update. Okay, ich warte geduldig, logge mich aus und wieder ein und erhalte sinngemäß die Nachricht „Kamera Update abgeschlossen“. Danach funktioniert wieder alles. Okay, das hätte man irgendwie besser lösen können mit der Update-Meldung.

© Screenshot Marc Zander / Die Einstellungen sind übersichtlich und sorgen für eine schnelle, individuelle Anpassung. 

Hält die Netatmo Presence, was sie verspricht?

Also weiter: Kamera? Kamera läuft! Und Action! Dann wollen wir mal sehen, ob die Presence wirklich unterscheiden kann. Für den Test leihe ich mir auch den Hund der Nachbarn aus. Als erstes raus aus der Tür und runter zur Straße. Push-Nachricht „Person erfasst“. Klappt! Ich setze mich ins Auto und fahre auf die Auffahrt. Push-Nachricht „PKW erfasst“. Klappt! Dann kann ja jetzt Nachbars Hund losrennen. Keine Push-Nachricht. Ein Blick in die Einstellungen verrät, dass ich Tiere auf „Ignorieren“ gesetzt habe. Okay, kurz geändert und schon kommt auch hier die Push-Nachricht „Tier erfasst“. Auch die Nachtfunktion ist sehr detailliert. Eigentlich alles wie tagsüber, nur in Schwarzweiß. Bei eingeschaltetem Flutlicht wird die Aufnahme je nach Intensität des Lichts aber auch gern mal zu dunkel oder überstrahlt.

Der zum Video aufgezeichnete Ton ist gut verständlich, sogar das Vogelzwitschern kann man hören. Schön ist auch die Funktion, die letzten 24 Stunden als gut ein-minütiges Video zu sehen. Funktioniert wirklich alles wie gewünscht. Auch die Erkennung bis in weitere Entfernung ist perfekt. Selbst harmlose Spaziergänger werden mir sogleich gemeldet. Da muss ich wohl noch etwas an der Stellschraube drehen oder die „Alert-Zone“ neu definieren. Hierbei zoomt man mit einem Fingerwisch auf die Stelle des Bildes, die überwacht werden soll, also etwa die Haustür oder das Gartentor. Im Einstellungen-Menü der App kann ich mit ein wenig Ausprobieren meine persönlichen Favoriten finden. Sämtliche Einstellungen sind einfach nachzuvollziehen und schnell durchgeführt.

© Screenshot Marc Zander / Die App zeigt das Live-Bild und kleine Detailaufnahmen der erfassten Personen. 

Sehr schön ist auch, dass bei den erkannten Bewegungen immer als Vorschaubild in der Timeline ein scharfes Close-Up gezeigt wird. So lässt sich auch ohne Starten der abgespeicherten Aufzeichnung schnell ermitteln, ob es sich um das eigene Kind, den Briefträger oder eine andere Person handelt. Die Erkennung funktioniert sogar so genau, dass die Spiegelung der Nachbarn in der Glasscheibe der eigenen Eingangstür eine Erkennung auslöst. Wow, da muss ich wohl lieber doch einen Hinweis aufhängen, dass die Auffahrt für private Zwecke überwacht wird. Lobenswert wäre es ja, wenn die Kamera gleich einen Aufkleber für diesen Zweck im Lieferumfang enthalten würde. Der Preis liegt mit rund 300 Euro im oberen Preissegment, hier zahlt man jedoch auch die aktuellen technischen Erkennungsfinessen der Smart Home Sicherheitskamera.

Fazit

Die Netatmo Presence hält wirklich, was sie verspricht. Das Design ist schlicht, aber hochwertig. Die Installation ist relativ einfach, die App sehr gut bedienbar und „reduced to the max“. Diverse Einstellmöglichkeiten sorgen für eine gute individuelle Abstimmung. Die Qualität und Reichweite ist bemerkenswert. In Sachen Update würde ich mir einen rechtzeitigen Warnhinweis wünschen, vielleicht war das aber auch ein individueller Fall bei mir.

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