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Title: Sicherheit
Praxistest

Im Test: Mit Nello one wird die Gegensprechanlage zum Smart Lock

Nello one macht die Gegensprechanlage zum Smart Lock. Ideal zum Nachrüsten für Mieter in Mehrfamilienhäusern. Und so einfach wird Nello one installiert...

© Nello

© Nello

Unsere Wohnung ist in den letzten Jahren immer smarter geworden. Einige smarte Dinge, wie die Heizungssteuerung oder die automatische Lichtsteuerung genießt meine Familie stillschweigend, ohne dies wirklich zugeben zu wollen. Lediglich beim Ausfall dieser Funktionen merke ich anhand der kurzen Reaktionszeiten, wie schnell Ihnen dieser Komfort fehlt.

Bei anderen Dingen hingegen bewege ich mich auf sehr dünnem Eis, zum Beispiel wenn der Staubsaugerroboter wieder einmal mitten in der Nacht seine Tätigkeit aufnimmt, oder das Alarmsystem aus unerfindlichen Gründen auslöst. Hierbei spielt selbst die Tageszeit keine Rolle mehr, um jegliche, verbleibende Akzeptanz für das Smart Home zu retten.

Aber auch Türschlösser fallen in diese Kategorie. Solange Sie öffnen wenn sie sollen, ist alles in Ordnung, bringen aber in den Augen meiner Freundin keinen echten Mehrwert. Was so schlimm wäre, einen Schlüssel mitzunehmen? Denn schließlich wohnen wir in einem Mehrfamilienhaus, so dass es nicht allein in unserer Macht liegt, ob die Haustür geöffnet ist oder nicht.

Mein Wunsch war es daher natürlich, auch den Türsummer „smart“ zu machen. Dafür hatte ich mir schon einmal die Lösung des „Popp Strike Lock“ mit Z-Wave angesehen, verwarf diese Idee aber wieder, da es mit unserer Anlage scheinbar nicht kompatibel ist. Es bedarf an der Gegensprechanlage mindestens zweier separater Drähte, welche den Kontakt zum Summer schließen. Die in unserem Haus verbaute Anlage von TCS verwendet jedoch einen digitalen Bus. Über nur zwei Kabel an der Gegensprechanlage läuft die Sprechverbindung, das Klingelsignal sowie auch die Türöffnerfunktion.

Als ich das Nello testen durfte, war ich daher sehr skeptisch, ob das funktionieren kann.  Außerdem bleibt immer ein mulmiges Gefühl, sobald man an der Gegensprechanlage werkeln muss – schließlich hätte dies im Fehlerfall - von der Smart Home Akzeptanz bei der Freundin mal abgesehen, Auswirkungen auf alle Wohnungen des Hauses. Jedoch verspricht Nello mit fast allen Gegensprechanlagen auf dem Markt kompatibel zu sein und das bei einer kinderleichten und nachbarschaftsfreundlichen Installation, bei welcher nichts schief gehen kann.

Installation von Nello am Gegensprechtelefon

© Nello / Lieferumfang des Nello Smart Lock.

Im Lieferumfang des Nello findet sich die kleine schwarze Box, mehrere bunte Kabel, sowie ein Schraubenzieher. Ein Netzteil fehlt indes. Das Nello one bekommt seine Betriebsspannung direkt über die Gegensprechanlage.

© Chris Bertko / Nello App Angabe zur Gegensprechanlage.

Als erstes wird die Nello one Smartphone App benötigt. In dieser müssen zunächst ein paar Angaben zur vorhandenen Gegensprechanlage gemacht werden, so zum Beispiel Hersteller, Typ bzw. Modellserie. 

Danach führt die Nello App per Schritt-für-Schritt-Anleitung durch die Verkabelung.

© Chris Bertko / Nello App führt Schritt für Schritt durch die Verkabelung.

Dank der farbigen Unterscheidung der beiliegenden Kabel, gestaltet sich das wie versprochen sehr einfach. So wird schnell deutlich, welches (farbige) Kabel in welchen Port an der Nello one Box gesteckt werden muss. In meinem Fall wurden sogar nur zwei Kabel benötigt.

© Chris Bertko / Nello one vorbereitet für die Installation.

Bevor es an die Verkabelung mit dem Gegensprechtelefon geht, wird man aufgefordert ein Bild des IST Zustands zu machen. So ist sichergestellt, dass man zu jeder Zeit den Ausgangszustand wieder herstellen kann. Ziemlich clever, oder?

© Chris Bertko / Nello App führt durch die Verkabelung mit der Gegensprechanlage.

Danach gibt die App vor, welches Kabel an welchen Port der Gegensprechanlage kommt. Ist das abgeschlossen, sollte nach kurzer Zeit, wenn der interne Kondensator des Nello one aufgeladen ist, die grüne LED beginnen zu pulsieren. Dies kann durchaus ein paar Minuten dauern – hier also nicht zu ungeduldig sein!

© Chris Bertko / Nello one an der Gegensprechanlage installiert.

Nello one konfigurieren

Nun wird die Nello one Box mithilfe der Smartphone App mit dem heimischen WLAN Router verbunden. Die App scannt dazu die umliegenden WLAN Netzwerke, sodass man nur noch das eigene Netzwerk auswählen und den passenden WLAN Schlüssel eingeben muss. Danach werden die Zugangsdaten via Lichtsignal an die Nello Box übertragen. Dazu wird das Smartphone mit dem Bildschirm voran an die Nello Box gehalten und der Bildschirm beginnt mit einer Art Morsecode zu blinken und überträgt somit die WLAN Zugangsdaten an die Nello one Box. Auch hier signalisiert die grüne LED, ob alles problemlos geklappt hat.

Eingangs schrieb ich, dass bei unserer TCS Anlage die Daten über einen Digitalbus übertragen werden. Genau diese Informationen muss das Nello one nun „lernen“.

© Chris Bertko / Nello one lernt die Signale.

Dazu fordert die Smartphone App auf, den Türsummer über das Gegensprechtelefon zu betätigen. Konnte Nello das Signal mitlauschen, geht es, je nach Stockwerk sportlich weiter. Denn im nächsten Schritt möchte Nello das Klingelsignal lernen. Ist auch das erledigt, so ist die Konfiguration abgeschlossen. Übrigens: Nicht bei allen Gegensprechanlagen ist der Lernprozess von Nöten. Nutzer mit analogen Systemen bleibt die sportliche Einlage erspart.

Die smarten Funktionen von Nello

Nun darf ich den Schlüssel endlich beruhigt zuhause liegen lassen, denn mit der Nello App kann ich den Summer der Haustür jederzeit öffnen lassen. Sehr praktisch ist vor allem die „Buzz in“-Funktion, welche automatisch die Tür öffnet, sobald man bei seiner Rückkehr die eigene Klingel betätigt – Standortfreigabe für die App natürlich vorausgesetzt. So muss man nicht einmal zum Smartphone greifen, um die Haustür zu öffnen.

© Chris Bertko / Via Geofencing genügt es den Klingeltaster bei der Heimkehr zu betätigen, um die Tür zu öffnen.

Mit Nello kann man aber auch Dienstleistern, wie beispielsweise Paketdiensten den Zutritt zum Haus gewähren. Diesen gibt man lediglich eine Abstellgenehmigung (was problemlos online geht) und gibt als Ablageort „vor der Wohnungstür“ an. Danach muss in der Nello App unter dem Tab „Time Windows“ nur noch ein Zeitfenster für den entsprechenden Tag definiert werden, in welchem der Paketbote erwartet wird. Klingelt dieser, öffnet Nello automatisch die Haustür, sodass er die Pakete bis vor die Wohnungstür bringen kann.

© Chris Bertko / Nello one kann auch Dienstleistern Zugang zum Haus gewähren.

Und wie es sich für ein anständiges Smart Lock gehört, kann man Zugänge auch mit anderen Nutzern (beispielsweise Familienmitgliedern) teilen. Apropos Smart Locks: Im Laufe des nächsten Jahres möchte Nello eine Kooperation mit anderen Smart Lock-Anbietern eingehen, um bei Ankunft nicht nur die Haustür, sondern auch die Wohnungstür mitzuöffnen. 

Auch eine API ist in Planung, um Nello mit anderen (Smart Home-) Systemen vernetzbar zu machen.

Fazit:

Ich persönlich bin schwer beeindruckt, wie einfach die Installation verlief und das für ein Gerät, welches an einer so technischen Einrichtung wie der Gegensprechanlage installiert werden muss.
Besonders die „Buzz-In“ Funktion macht im Alltag Spaß. Da das Smartphone in der Tasche bleiben kann, macht es Nello erst so richtig smart!

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