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Title: Sicherheit
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IoT Reaper / IoTroop: Auch das Internet der Dinge muss geschützt werden

Der Schädling IoT Reaper zeigt wenig Interesse an PCs oder Notebooks - er befällt Kameras, Router und auch Netzwerkfestplatten! Was ist IoT Reaper und wie kann man sich schützen?

© Sergey Nivens / Fotolia

© Sergey Nivens / Fotolia

Das Internet ist Segen und Fluch zugleich. Einerseits ermöglicht es uns, das geballte Weltwissen ins Wohnzimmer zu holen. Andererseits bedeutet diese Art der Vernetzung aber auch, dass man sich entsprechend schützen muss. Zum Beispiel vor etwaiger Schadsoftware, die stets auf der Suche nach neuen Opfern ist. Einer dieser Schädlinge hört auf gleich zwei Namen: IoTroop bzw. IoT Reaper. IoT steht für „Internet of things“. Schnell wird klar, dass wir nicht nur unsere PCs, sondern auch vernetzte Geräte wie Kameras, Router oder auch Netzwerkfestplatten entsprechend schützen müssen. Wir bringen euch schnell auf den neuesten Stand und sagen euch, was ihr am besten tun solltet, um auch in Zukunft sicher zu sein.

Was ist IoTroop / IoT Reaper eigentlich?

Hinter der Schadsoftware mit dem kryptischen Doppelnamen verbirgt sich ein alter Bekannter. So haben IT-Experten bereits kurz nach dessen ersten Auftreten herausgefunden, dass Teile des Programm-Codes bereits in der Schadsoftware Mirai genutzt wurde. Diese war im letzten Jahr bereits verantwortlich für eines der größten Botnetze im Bereich Internet der Dinge. Das sogenannte Mirai-Botnetz setzte seinerzeit auf Listen mit voreingestellten Standardpasswörtern und suchte im Internet entsprechend ungeschützte Hardware wie unter anderem Router oder ungeschützte Babyphones.

Befallene Geräte wurden gekapert und suchten ebenfalls nach weiteren Geräten, die ungesichert im Netz waren. So entstand ein riesiges Netz gekaperter Geräte - eben ein Botnetz. Und dieses kann genutzt werden, um beispielsweise massenhaft Spam zu verschicken oder Online-Services und Webseiten mit sogenannten DDOS-(Distributed-Denial-of-Service) Attacken zum Erlahmen zu bringen.

Übrigens: Der Doppelname IoTroop / IoT Reaper rührt daher, dass zwei Sicherheitsteams ihn zeitgleich entdeckt haben - beiden ist allerdings die Vorsilbe IoT gemein, die Abkürzung für das Internet of Things (Internet der Dinge).

Welche Geräte befällt IoTroop / IoT Reaper?

Die spannende Frage bei jeder Schadsoftware ist für uns Verbraucher: Welche Geräte werden eigentlich befallen? Denken wir an Viren und andere Schädlinge, denken wir doch sofort an den guten, alten PC. Dieser bleibt in diesem Fall aber unberührt, denn dem Schädling geht es um das Internet der Dinge. Das bedeutet, dass vorrangig Netzwerkgeräte betroffen sind. Man denke an Router, die uns mit dem Internet verbinden. Aber auch IP-Kameras oder NAS-Speicher. Auf diese drei Kategorien hat es der IoT Reaper besonders abgesehen. Bisher sind Infektionen der Router von Belkin, D-Link sowie Netgear und TP-Link bekannt.

Darüber hinaus wurden auch Infektionen von Netzwerkspeichern der Marken Netgear und Synology gemeldet sowie IP-Kameras von D-Link u.a.

© Gina Sanders / Fotolia / Klingt banal, ist aber auch für das Smart Home relevant: Sichere Passwörter und auch regelmäßige Updates können helfen Schadsoftware fernzuhalten.

Wie man sich vor Schadsoftware am besten schützen kann

Wer verhindern will, dass der eigene Router oder die eigene Kamera Teil eines weltweiten Botnetzes wird, muss im Grunde gar nicht viel tun. Es reicht bereits, dafür zu sorgen, dass die herstellerseitig angebotenen Updates regelmäßig eingespielt werden - am besten ganz automatisch. Auch sichere Passwörter sollten eine Selbstverständlichkeit sein.

Allerdings hat IoTroop / IoT Reaper nicht ganz ohne Grund mehrere zehntausend Geräte unter seine Kontrolle bringen können, denn: die Schadsoftware nutzt unentdeckte Sicherheitslücken in der Betriebssoftware von Routern, Kameras und NAS. Hier bleibt uns als Endanwender nicht viel anderes übrig, als auf die Hersteller zu vertrauen. Besonders große Hersteller arbeiten tagtäglich daran, ihre Geräte sicherer zu machen.

Wer über ein Gerät in der entsprechenden Kategorie und von den erwähnten Marken in den eigenen vier Wänden nutzt, sollte am besten nicht nur automatisch nach Updates suchen lassen, sondern auch auf der Hersteller-Webseite nach den neuesten Entwicklungen und Tipps Ausschau halten. Auch wenn das IoT-Reaper-Botnetz mit ungefähr 20.000 Geräten recht überschaubar ist, hat der Schädling ungefähr zwei Millionen Geräte als potentielle Opfer bereits ausgemacht.

Fazit

Das Internet der Dinge ist wie das klassische Internet Segen und Fluch zugleich. Natürlich bringt es uns viele Vorteile und Annehmlichkeiten. Allerdings sollte man auch hier die Sicherheit stets im Blick behalten. Leider gehen viele Nutzer noch zu sorglos damit um. Und das, obwohl man sich eigentlich ganz leicht schützen kann, solange man eigene, sicherer Passwörter vergibt und regelmäßig Updates einspielt. Und das gilt für alle Geräte, die wir mit dem Internet verbinden.

 

 

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