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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Einbruchschutz Teil 1

Keine Chance für Langfinger

Achtung! Wenn es dunkel wird, machen Einbrecher Überstunden. Wo liegen typische Schwachstellen am Haus?

Mann versucht in Haus einzubrechen

iStock.com / Wavebreakmedia

Im ersten Teil unserer Serie zum Einbruchschutz decken wir auf, an welchen Stellen des Hauses Einbrecher am liebsten einsteigen. In den folgenden beiden Teilen gibt es Informationen darüber, wie sich Bewohner klassisch und mit smarter Technik vor unerwünschten Eindringlingen am besten schützen können.

Endlich geht das Jahr zu Ende. Für Millionen Deutsche heißt das: ausspannen, die letzten Urlaubstage genießen, mit der Familie Weihnachten feiern. Herrlich! Für Diebe und Einbrecher hingegen bedeutet der Dezember Hochkonjunktur. Knapp jeder fünfte Einbruch (16,9 Prozent) findet im letzten Monat des Jahres statt; im Oktober (11,1 Prozent) geht die „Jahres-End-Rallye“ bereits los, bevor sie im Januar (8,6 Prozent) allmählich abebbt. Das verrät der Forschungsbericht „Wohnungseinbruch: Tat und Folgen“, den das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen für den Versicherungsverband GDV erstellt hat.

Starker Anstieg bei Einbrüchen

Die Zahlen sind erstaunlich: 152.123 Fälle von Haus- und Wohnungseinbrüchen zählte die polizeiliche Kriminalstatistik im Jahr 2014 insgesamt. Das ist ein Anstieg von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2013 (149.500 Einbrüche) und leider kein Ausreißer: Seit 2009 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um insgesamt rund 33 Prozent gestiegen. Diese Fakten machen natürlich auch die Hausratversicherer nervös: Der im Mai 2015 erschienene „Einbruch-Report 2015 der deutschen Versicherungswirtschaft" berichtet von einer Summe von 490 Millionen Euro, die an die Geschädigten gezahlt werden musste, Tendenz leider auch hier steigend.

Infografik: Wohnungseinbrüche 2014 nach Bundesländern

Zutrittsschutz von anno dazumal

Nimmt man die aktuellen Zahlen als Grundlage, ereignet sich statistisch alle zwei Sekunden in Deutschland ein Einbruch. 30 Prozent der Einbrüche geschehen übrigens nicht in der Nacht, sondern bei Tageslicht. Auch sind nicht nur alleinstehende Einfamilienhäuser gefährdet, sondern genauso Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Vermieter und Hausbesitzer machen es den Eindringlingen aber auch allzu leicht: Viel zu viele Fenster und Türen sind in Deutschland noch nach dem „Stand der 70er Jahre“ gesichert, so der GDV. Einbrecher hebeln ein herkömmliches Fenster und eine unabgeschlossene Tür in weniger als 15 Sekunden auf – mit einem ganz normalen Schraubendreher. Dabei gibt es längst effektive Sicherheitstechnik zu vernünftigen Preisen. Doch Eigentümer sparen am falschen Ende, während Diebe technisch aufrüsten: Mittlerweile setzen sie sogar Drohnen mit HD-Kameras ein, um ihre Opfer auszukundschaften.

Hier steigen Diebe bevorzugt ein

Eins zeigen die Statistiken der Polizei und der Versicherer aber auch deutlich: Mehr als ein Drittel aller Einbruchsversuche wird durch gut gesicherte Gebäude vereitelt. Dies sind die Stellen, auf die es Diebe laut der Studie „Wohnungseinbruch: Tat und Folgen“ am ehesten abgesehen haben:

  • Eingangstür – bei 55,8 Prozent der Einbrüche in Mehrfamilienhäuser verschaffen sich die Täter Zugang über den Haupteingang des Gebäudes, bei Einfamilienhäusern sind es nur 10,2 Prozent.

  • Fenster und Terrassentüren – jeweils gut 40 Prozent der Einbrüche in Einzelhäuser erfolgen durch das schlichte Aufhebeln von Fenstern und Fenstertüren, bei Wohnungen deutlich häufiger durch das Einschlagen der Scheiben.

  • Kellertüren und Nebeneingänge – obwohl sie oft nicht gut einsehbar sind, steigen hier nur wenige Einbrecher ein. Das sollte aber kein Grund sein, hier die Sicherheit zu vernachlässigen.

  • Dachfenster – offenbar zu kompliziert und riskant. Weniger als ein Prozent aller Einbrecher kommt über das Dach.

  • Garagentüren – insgesamt kein hohes Risiko: 0 bis 0,9 Prozent. Überraschenderweise versuchen nicht mehr Einbrecher, über die Garagen in Mehrfamilienhäuser einzudringen. 

Fazit

Einbrüche in Häuser und Wohnungen nehmen zu. Sie lassen sich aber effektiv verhindern, wenn man weiß, wo die Angreifer am liebsten einsteigen und Vorsicht walten lässt: Klingelt wirklich der Postbote im Mehrfamilienhaus? Zudem ist es ratsam, in Sicherheitstechnik zu investieren. Wie man sein Heim mit herkömmlichen, mechanischen Schutzmaßnahmen und dem richtigen Verhalten mechanisch absichert, erklärt der zweite Teil dieser Serie.

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