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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Smart-Home-Firewalls

Kleine Boxen wehren Angriffe auf das vernetzte Heim ab

Sicherheit ist bei der Planung des Smart Homes einer der wichtigsten Aspekte. Eine Firewall hilft auch beim Schutz des Eigenheims.

Bitedefender

© Bitdefender GmbH

Über das Internet vernetzte Geräte bieten viel Komfort, sind aber auch Angriffspunkte für Hacker. Das gilt aber nicht nur für den Computer und das Notebook. Besonders gefährdet ist das Smart Home. Schutz vor Attacken über das Internet auf das vernetzte Heim bieten smarte Firewalls von Bitdefender, F-Secure und Cujo. Die Hersteller Bitdefender und F-Secure sind schon seit vielen Jahren auf Sicherheitslösungen gegen Schadprogramme spezialisiert. Cujo ist ein Projekt, dass gerade über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo finanziert wurde. Wie wichtig den Nutzern eine einfache Sicherheitslösung ist, zeigt, dass Cujo fast das Achtfache des Betrages einspielen konnte, den die Entwickler angesetzt hatten.

Smartes Zuhause: Sicherheit vom Hersteller

Für Sicherheit im Smart Home sorgen zunächst die Hersteller. Viele namhafte Systeme wurden dafür sogar ausgezeichnet. So müssen alle Apps bei Qivicon eine Zertifizierung durchlaufen. Ein Virenbefall auf der Qivicon-Home-Base wird so von vorne herein verhindert. Auch alle Daten auf den Qivicon-Servern sind sicher, da jede Datenübertragung voll verschlüsselt wird. Betrieben werden die Server des Smart Homes der Telekom in Deutschland.

Auch devolo betreibt seine Smart-Home-Server in Deutschland. Das Unternehmen setzt auf den Funkstandard Z-Wave. Sicher ist die devolo-Lösung, weil die devolo Home Control-Zentrale nur mit Komponenten kommuniziert, die in einem Pairing-Prozess vom System angelernt wurden. Zusätzlich wird die Kommunikation von der devolo Home Control-Zentrale zur mydevolo-Cloud TLS-verschlüsselt. Jüngst hat das deutsche Testlabor AV-TEST devolo Home Control getestet. Das positive Ergebnis der Prüfer: devolo Home Control ist „Sicher“ und erhält die Bestnote „Sehr guter Schutz“.

Datensicherheit hat für innogy höchste Priorität. Deshalb kommunizieren die Komponenten über die innogy SmartHome-Zentrale und einem geschützten Funknetz miteinander. Der Verband für Elektrotechnik und Informationstechnik (VDE) hat die Datensicherheit von innogy SmartHome mit dem VDE-Gütesiegel ausgezeichnet.

Um die Sicherheit der Kunden-Informationen bei der Übertragung zu schützen, benutzt digitalSTROM zur Verschlüsselung der Kundendaten ein sicheres Übertragungsprotokoll (SecureSockets Layer, SSL/Transport Layer Security, TLS). Überprüft wird das System zudem vom VDE Institut und weiteren unabhängigen Instanzen, so dass mögliche Sicherheitslücken zeitnah geschlossen werden. Zuverlässig ergänzen lassen sich die Sicherheitseinrichtungen der Hersteller durch smarte Firewalls, die der Bewohner der vernetzten Immobilie zuhause installiert.

F-Seure Smart Home Firewall

Smart Home-Sicherung aus der Box

„Die Menschen kaufen bereits alle Arten von neuen intelligenten Geräten, um sie in ihren Häusern zu verwenden – und wir wissen, dass diese Geräte bereits gehackt sind“, beschreibt Samu Konttinen, Chief Executive Officer bei F-Secure ungeschönt die bedrohliche Situation im ungeschützten smarten Zuhause. 

F-Secure App

Während Computer und Notebooks üblicherweise mit einer Firewall und einem Virenschutz ausgestattet sind, sind Geräte wie Überwachungskameras oder smarte Türschlösser oft nicht hinreichend gesichert. Immer wieder liest man in den Medien, dass die Kameras von Notebooks, Smart-TVs oder Babyphones angezapft werden. Im schlimmsten Fall wird über einen Angriff über das Internet die Alarmanlage einer smarten Immobilie lahmgelegt oder das vernetzte Schloss eines Hauses von Einbrechern geöffnet.

Schutz in Form einer Firewall für das Smart Home bieten kleine Boxen F-Secure Sense, Bitdefender Box und Cujo. Allen drei Lösungen ist eine erfreulich einfache Einrichtung gemein. Die Boxen werden einfach über ein herkömmliches Netzwerkkabel mit einem freien Port am Router verbunden. Die komplette Konfiguration erfolgt bequem über eine App auf dem Smartphone des Bewohners. Bei dem Vorgang werden alle in das Netzwerk eingebundenen Geräte ermittelt. So sind nicht nur Computer und Notebook gesichert, die ja meist schon über das Betriebssystem mit einem Virenprogramm und einer Firewall gesichert sind. Stattdessen schlüpfen auch Smart-TV, intelligente Kühlschränke, vernetzte Wasserkocher und Co. sowie Smartphones und Tablet-PCs unter das digitale Schutzschild. Damit das gelingt, filtern die kleinen Boxen den Datenverkehr im Netzwerk, um Angriffe abzuwehren. Hacker haben so keine Chance, Daten aus dem heimischen Netzwerk des Bewohners abzuzweigen, Bilder von Kameras abzugreifen, Einfluss auf vernetzte Geräte zu nehmen oder gar die durch ein vernetztes Schloss verriegelte Haustür einer smarten Immobilie zu öffnen.

Der Preis für ein sicheres Smart Home

Für die Sicherheit einer intelligent vernetzten Immobilie muss zunächst die Box angeschafft werden. Die Kosten liegen einmalig bei ca. 100 Euro. F-Secure Sense, Bitdefender Box und Cujo bieten zudem als Mehrwert eine Schadprogrammanalyse im Internet, also über die Cloud, an. Das hat mehrere Vorteile. Zunächst einmal lassen sich aktuelle Bedrohungen über die Cloud schnell verteilen. Eine manuelle Firmware-Aktualisierung, die der Bewohner schnell vergessen könnte, entfällt also. Schließlich sind die Sicherheitslösungen sowieso permanent mit dem Router verbunden. Gleichzeitig liefern die Boxen eine Schwarm-Intelligenz. In der Praxis heißt das, dass eine Box einen erkannten Angriff sofort an das Netzwerk meldet. Alle anderen Boxen sind dann direkt auf die Attacke vorbereitet und können die angeschlossenen smarten Geräte so möglichst effektiv schützen. Den Betrieb der dafür erforderlichen Server zahlt der Nutzer. Im Kaufpreis der smarten Firewall ist meist ein Schutz für ein Jahr enthalten. Anschließend werden pro Monat etwa 10 Euro für den Schutz fällig. Die Verfügbarkeit aller genannten Lösungen ist Anfang des Jahres 2017 terminiert. 

Cujo

Fazit

Wer das klassische Zuhause schützen will, verriegelt die Türen mit einem Schlüssel. Im Smart Home reicht dieser Schutz nicht aus, denn Angriffe kommen hier auch über das Internet. Cyberkriminelle hacken IP-Kameras, stehlen Daten aus dem Netzwerk oder dringen über das Internet gleich in die Immobilie ein. Einen einfachen Schutz bieten hier Sicherheitsboxen, die den Datenverkehr überwachen, Angriffe direkt erkennen und sie dem Bewohner melden. Die Sicherheitsboxen haben den Vorteil, dass sie sich über eine App sehr leicht einrichten lassen. Der Nutzer muss also kein Sicherheitsexperte sein, um sein smartes Zuhause zu schützen.

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