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Schutz vor Angriffen

Mehr Sicherheit: Cujo, die Firewall fürs Smart Home

Sicherheit ist ein großes Thema in Sachen Smart Home. Cujo soll helfen, die eigenen vier Wände vor Angriffen von Kriminellen zu schützen.

© Matter

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Das Smart Home vor Angriffen schützen

Wie sicher ist mein Smart Home eigentlich? Diese Frage stellen sich viele Anwender, die in einem vernetzten Haus leben. Eine pauschale Antwort darauf lautet: So sicher wie es Nutzer und Anbieter machen. Generell gibt es keine Software, die Hacker nicht irgendwann knacken könnten. Aber: Man kann sich schützen – mit Cujo, einer externen Firewall, sowie mit anderen Vorkehrungen, die das Eindringen unbefugter Personen in das Netzwerk verhindern können. Beispiele hierfür sind etwa:

  • Sichere Passwörter
  • Verschlüsselte Datenübertragung
  • Regelmäßige Software-Updates für sämtliche vernetzte Geräte (inklusive WLAN-Router)

 

Wer sich nicht sicher ist, ob ein Fremder Zugriff auf Smart-TV, Smartphone, Kühlschrank & Co. hat, klebt einfach ein Stück Klebeband über das Mikrofon oder die Kamera seiner Geräte – gesehen bei Mark Zuckerberg in einem seiner Facebook-Posts, in dem er darauf verwies, dass Instagram eine halbe Milliarde aktive Nutzer erreicht hatte.Deutsche Hersteller produzieren die sichersten Smart Home-Systeme. © RWE

In der WirtschaftsWoche berichtet Autor Thomas Kuhn zudem darüber, dass die sichersten Systeme in Deutschland hergestellt würden. Ein Test, der speziell für die Zeitschrift durchgeführt wurde, ergab, dass die Smart Home-Pakete von RWE, Gigaset und Qivicon in Sachen Sicherheit mit den Noten „sehr gut“ bzw. „gut“ abschnitten, während vier weitere Anbieter niedrigen bis fast keinen Schutz vor Angriffen bieten. Wer also mit der Anschaffung eines Smart Home-Sytems liebäugelt, sollte sich bereits im Vorfeld über die Sicherheitsstandards des jeweiligen Anbieters informieren, um hinterher nicht plötzlich ein böses Erwachen zu erleben. Doch wie können Hacker-Angriffe auf das Smart Home aussehen?

Hacker im Smart Home – was sie anrichten können

Zu gehackten Smart Homes gibt es inzwischen ziemlich viele Schauergeschichten – sie reichen von harmlosen Streichen über hinterhältige Spionage bis hin zu kostspieligen Einbrüchen.

Eher witzig erscheint auf den ersten Blick die gehackte, smarte Toilette. Die vernetzte Toilette Satis von Lixil lässt sich von außen fremdsteuern, vorausgesetzt der Täter kann sich ins System einloggen. Die IT-Spezialisten, die das schafften, gaben auf der Black Hat Sicherheitskonferenz in Las Vegas preis, dass sie in der Lage waren, neben der Spülung auch die Bidet-Brause und den Fön für den Allerwertesten zu steuern. Wenn man aber selbst auf dem Thron sitzt, dürfte einem dabei das Lachen schnell vergehen.Auch smarte Toiletten wie die Satis von Lixil können gehackt werden. © Lixil

Auf einer anderen Konferenz, der DEF CON, die ebenfalls in Las Vegas stattfindet, demonstrierten die beiden Hacker Andrew Tierney und Ken Munro wie sie ein Smart Home-Thermostat mit Hilfe von Schadsoftware manipulierten, sodass es den Nutzer erpressen konnte. Auf dem Display wurden keine gewöhnlichen Daten wie etwa die Temperatur angezeigt, sondern – so das Foto, das auf Zeit Online zu sehen ist: „Du nervst. Zahle ein Bitcoin, damit Du die Kontrolle wieder zurück erhältst.“ Ein Szenario, das durch den Hack nicht mehr undenkbar ist. Man stelle sich vor: Man kommt nicht mehr in die eigenen vier Wände, weil das smarte Türschloss nur noch gegen Bezahlung Eintritt gewährt. Der Software-Spezialist Daniel Crowley schaffte es tatsächlich, sich Zugriff aufs schlaue Schloss zu verschaffen, worüber er dann die komplette Alleinherrschaft besaß – der Besitzer hätte in diesem Fall nichts mehr zu melden gehabt.

Angriffe auf Sicherheitsanlagen – ein wahrer Graus für alle Smart Home-Nutzer. Hacker loggen sich ins System und lesen sämtliche Daten aus, die eigentlich der Sicherheit der Wohnung dienen sollten: Wann geht das Licht an und aus, wann wird die Heizung heruntergefahren, wann ist die Alarmanlage scharf geschaltet? Nach ausreichender Spionagetätigkeit schalten die Einbrecher einfach die Alarmanlage aus, fahren die Rollläden hoch, entriegeln die Tür und räumen das Haus aus, wenn niemand da ist.Smarte Schlösser müssen ebenfalls vor Angriffen von außen geschützt werden. © RWE

Auch Eingriffe in die Privat- und Intimsphäre gehören mittlerweile zum Machbaren. Hacker können sich Zugriff zu allen möglichen Kameras im Haus und am Smartphone verschaffen, wenn diese vernetzt sind. Nicht nur für Spanner oder diejenigen, die eben diese als Zielgruppe haben, ist dies ein gefundenes Fressen, sondern auch für Einbrecher, die durch die gehackte Kamera in Ruhe aus der Ferne die Räumlichkeiten ausspionieren können.

Unzählige weitere solcher Szenarien könnten hier aufgeführt werden. Klar dürfte aber bereits jetzt schon sein, dass Sicherheit im Smart Home oberste Priorität haben sollte. Inzwischen gibt es auch eine externe Firewall, die vor Hackerangriffen auf das Zuhause schützt: Cujo.

Cujo ist eine externe Firewall, welche die Smart Home-Geräte schützt. © Matter

Cujo bietet Schutz für Smart Home-Geräte

Computer sind in der Regel mit einer guten Firewall vor Attacken geschützt. Bei anderen vernetzten Geräten sieht es da schon anders aus. Selten verfügen Lichtschalter, Spielekonsolen, Thermostate und andere Geräte über ausreichende Sicherheitsvorkehrungen. Cujo macht es sich zur Aufgabe, sowohl Geräte mit Virenschutz als auch diejenigen ohne entsprechende Software als eine Art externe Firewall zu sichern.Beim Design hat sich Matter ein wenig an den menschlichen Gesichtszügen orientiert. © Matter

Die kalifornische Hersteller-Firma Matter achtete bei Cujo nicht nur auf Funktionalität, sondern auch auf Design. Mit zwei leuchtenden LEDs als Augen sieht das weiße, einem kleinen Topf ähnelnde Gerät fast schon menschlich süß aus. Je größer die Gefahr eines Angriffs ist, desto weiter öffnet Cujo die Augen. Sollte es zu einer Attacke auf ein an Cujo angeschlossenes Gadget kommen, übernimmt die smarte Firewall automatisch das Blockieren des Datenaustauschs mit einem fremden Server. Der Nutzer selber hat weiterhin Zugriff auf seine Smart Home Devices. Um Cujo ins Netzwerk einzubinden, muss es einfach nur an den Router angeschlossen werden. Da Cujo mit App daherkommt, sendet es bei potenziellen Bedrohungen sofort einen Alarm aufs Smartphone oder ein anderes Gerät, stellt ein Sicherheitsprotokoll zur Verfügung und dient darüber hinaus auch als Sicherheitszentrale für das Smart Home. Im Prinzip ist Cujo somit eine Alarmanlage für Datensicherheit.

Cujo ist über das Internet bestellbar und in verschiedenen Paketen erhältlich. Wer Cujo 180 Tage lang testen möchte, zahlt dafür beispielsweise 99 US-Dollar (rund 90 Euro). Wer Cujo lebenslang nutzen möchte, muss 800 US-Dollar (rund 720 Euro) berappen. Zwischen den beiden Möglichkeiten gibt es noch weitere Angebote zur Nutzung von Cujo auf der Website. Ist die gebuchte Zeit abgelaufen, kostet Cujo monatlich etwa 9 USD (circa 8 Euro) und funktioniert somit ähnlich wie ein Abo. Innerhalb von 30 Tagen kann man Cujo zurückgeben.Cujo sorgt nicht nur für Sicherheit im Smart Home, sondern sieht auch noch schick aus. © Matter

Fazit

Sicherheit im Smart Home sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wer sein Eigentum und seine Privatsphäre schützen möchte, für den gibt es verschiedene Möglichkeiten. Je mehr Schutzmechanismen greifen, desto höher ist die Sicherheit im Smart Home. Recht neu auf dem Markt ist Cujo, eine externe Firewall, die an den Router angeschlossen wird und dadurch alle vernetzten Geräte im Haus vor feindlichen Angriffen schützt.

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