Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Praxistest

MyFox Überwachungskamera: Klappe auf, Schutz an

Sicherheitskameras müssen nicht alles sehen. Deshalb verfügt die MyFox Security Camera über eine spezielle Blende.

Die MyFox Kamera und Alarmanlage in einer Wohnung

© 2014 | Myfox

Videoüberwachung ist nicht mehr nur für Geschäfte und Firmen interessant, denn die Geräte sind erschwinglich und für die Einrichtung muss man auch kein Netzwerkprofi sein. Deshalb überwachen auch immer mehr Privatleute Eingangsbereich, Garten, Garageneinfahrt oder Ferienhaus. ÜberwachungsAkameras müssen aber nicht rund um die Uhr aufnehmen, meint zumindest der Hersteller MyFox. Darum bietet er die laut eigenen Angaben einzige Sicherheitskamera auf dem Markt, die nicht nur die eigenen vier Wände, sondern auch die Privatsphäre schützt. Wer ungestört sein will, schließt per App einfach die motorbetriebene Blende. Doch was hat die Kamera sonst noch zu bieten?

Die MyFox Security Camera mit geschlossener Blende

In fünf Minuten einsatzbereit

Es ist wirklich bemerkenswert, wie leicht es inzwischen ist, bestimmte Netzwerkkameras in Betrieb zu nehmen. Zu dieser Gattung gehört zweifelsohne auch die MyFox-Kamera: Mit Strom versorgen, App installieren, Einrichtungsassistent starten und nach wenigen Minuten schickt die Kamera bereits Live-Bilder aufs Smartphone. Auch der zweite Eindruck ist positiv: Die Bildqualität ist gut, sowohl bei Tag als auch bei Nacht. Der 130-Grad-Blickwinkel ist dabei von Vorteil, denn dadurch lässt sich nahezu ein ganzer Raum mit nur einer Kamera abdecken.

Überwachung mit Ansage

Da die Kamera ein Mikrofon besitzt, werden auch Geräusche übertragen. Netter Gag: Die MyFox verfügt über eine Art Gegensprechfunktion, über die sich einigermaßen flüssig Gespräche führen lassen. Dazu bietet die App eine spezielle Sprechen-Schaltfläche. Ebenso lässt sich hierüber flott die besagte Klappe schließen, das Mikrofon abschalten, der Überwachungsmodus aktivieren und ein Bildschirmfoto knipsen.

Ist die Kamera scharf gestellt, erhält der Nutzer wichtige Infos per Push-Nachricht direkt aufs Smartphone, etwa wenn ein potenzieller Einbrecher ausgemacht wurde oder jemand die Stromverbindung gekappt hat. Apropos Strom: Die Kamera verfügt über einen eingebauten Akku, sodass die MyFox auch bei Stromausfall bis zu einer Stunde lang weiter wacht. Wird innerhalb dieser Zeitspanne die Verbindung zum Internet wiederhergestellt, übermittelt sie die Aufzeichnungen an die MyFox-Server. Das war es aber leider schon mit den positiven Eigenschaften, einige Eigenheiten trüben den Gesamteindruck.


Ohne Geld kein Bild

  • Ohne Abo nicht zu gebrauchen: Die MyFox zeichnet permanent auf und speichert die Daten in der Cloud. Dadurch lassen sich etwa die kompletten sieben letzten Tage noch einmal ansehen. Das ist im Prinzip klasse, denn so kann der Nutzer stets jeden beliebigen Zeitpunkt der letzten Woche ansteuern und nachvollziehen. Aber: Die Funktion steht nur in Kombination mit einem kostenpflichtigen Abo zur Verfügung. Und das kostet rund 10 Euro pro Monat – für eine Kamera! Wer nur einen Tag aufzeichnen will, zahlt immerhin noch etwa 5 Euro pro Monat. Wer kein Abo hat, steht im Regen, denn in diesem Fall meldet die MyFox zwar Bewegungen, Videos oder Bilder gibt’s dazu aber nicht. 
  • Stockende Übertragung: Ohne Abo haben Nutzer zwar Zugang zum Live-Bild, es dauert aber oft viel zu lang, bis es endlich auf dem Bildschirm erscheint. Selbst bei bester WLAN-Versorgung vergehen nicht selten bis zu 20 Sekunden. Überdies stockte die Übertragung beim Ausprobieren auch sonst oft ohne erkennbaren Grund. Und wenn per Mobilfunk auf die Kamera zugegriffen wird, sieht’s im wahrsten Sinne des Wortes noch schlechter aus.
  • Beschränkt: Die App bietet kaum Möglichkeiten zur weiteren Konfiguration. So lässt sich weder ein Überwachungszeitplan noch eine Privatzonen-Markierung einrichten. Die Kamera kann zwar über die App „ausgeschaltet“ werden, der Stromverbrauch bleibt aber genau wie im Betrieb bei 4 Watt. Ebenso unverständlich ist, dass der Zugriff ausschließlich per App (Android und iOS) erfolgt, PCs samt Browser bleiben außen vor.

Fazit

Einrichtung, Klappe, Bildqualität – alles in Ordnung. Das monatliche Abo zu verlangen, ist jedoch ziemlich frech vom Hersteller. Denn wer knapp 200 Euro in eine Überwachungskamera investiert, will nicht noch mindestens 5 Euro pro Monat plus weitere 2,50 Euro für jede weitere Kamera investieren, um sie sinnvoll einsetzen zu können.Hinweis: Hersteller MyFox hat für März (Stand: Anfang März 2016) ein großes Update angekündigt, das unter anderem auch Bilder zu Einbruchmeldungen liefern soll – ohne Abo.

Andere Artikel mit Themen: Sicherheit, Kameras, Alarmanlage

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei Media Markt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück