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Title: Sicherheit
Smartes Alarmsystem

Die Netatmo Kamera wird zur Alarmanlage

Netatmo, Hersteller der Innenkamera mit Gesichtserkennung rüstet diese zum smarten Alarmsystem auf. Wir konnten Kamera, Fenstersensoren und Sirene testen.

© Chris Bertko

© Chris Bertko

Bekannt geworden durch seine smarte Wetterstation, kam der französische Hersteller Netatmo schnell mit der nächsten Innovation in den Markt: Eine smarte Innenkamera mit Gesichtserkennung. Das ist inzwischen schon wieder drei Jahre her und trotzdem sind die Kameras von Netatmo immer noch state-of-the-art. Denn alle neuen Funktionen werden via Softwareupdate nachgeliefert. Wie zum Beispiel die HomeKit-Integration, oder die Google Assistant-Anbindung, mit der man das Bild der Kamera auf ein Google-Gerät streamen, beziehungsweise den Assistenten fragen kann, wer gerade zu Hause ist.

© Chris Bertko / netatmo welcome Kamera wird zum Alarmsystem

Dank der Softwareupdates ist es also egal, ob man die Kamera gestern erst, oder schon vor drei Jahren gekauft hat. Das ist wirklich sehr löblich. Und während andere Anbieter Abomodelle erheben, bezahlt man für die Netatmo Kamera nur einmalig Geld für die Hardware. Nicht aber für Zusatzdienste, wie einen Cloudspeicherplatz. Alle Videos werden lokal auf einer microSD Karte gespeichert und können auf Wunsch via FTP oder Dropbox gesichert werden.

Und wie möchte Netatmo dann Geld verdienen? Ich denke, durch weitere innovative Produkte, die das System ergänzen. Wie die Netatmo Tags, oder die Netatmo Innensirene. Beide Geräte rüsten die smarte Innenkamera von Netatmo auf und bilden damit ein ausgeklügeltes Alarmsystem für die Wohnung oder das Haus.

Netatmo Tags

Hinter dem Produktnamen Netatmo „Tags“ verbergen sich Sensoren zur Tür- /Fensterüberwachung. Die sind jedoch nicht im „klassischen Stil“ mit einem Reedkontakt ausgestattet, der durch einen Magneten am Fensterflügel erkennt, dass das Fenster geöffnet wurde – so wie es viele andere Hersteller im Markt halten. Die Netatmo Tags arbeiten mit einem „Gyroskop Sensor“ (lies: Beschleunigungssensor).

© Chris Bertko / netatmo Tags funktionieren via Beschleunigungssensor

Sie sind nämlich nicht dafür gedacht, offene Fenster zu melden, um dann die Heizung abzudrehen, sondern um die eigenen vier Wände vor Einbruch zu schützen. Dank dem Gyroskop Sensor können die Netatmo Tags bereits Vibrationen, wie zum Beispiel das Rütteln oder das Hantieren an einem Fenster oder an der Tür erkennen und so schon den Versuch eines Einbruchs melden.

Die im dreier Pack erhältlichen Sensoren kosten 99 Euro und sind somit bei einem Stückpreis von 33 Euro sogar günstiger als Modelle anderer Systeme. Bis zu zwölf dieser Sensoren können mit einer Netatmo Kamera gekoppelt werden. Die Verbindung wird dabei via Bluetooth hergestellt. Nachteil hierbei liegt natürlich in der geringeren Reichweite – im Vergleich zu anderen Funksystemen, wie etwa Z-Wave oder ZigBee. Soll ein gesamtes Haus überwacht werden, sind per se mehrere Kameras vonnöten, um alle Winkel einzusehen. So können dann auch mehrere Tags verbunden werden, denn jede Kamera dient als eine Art Hub.

© Chris Bertko / netatmo Tags benötigen zwei AAA Batterien

Das Anlernen der Tags funktioniert recht simpel über die Netatmo Security-App. Im Menü auf „+ Neue Produkte installieren“ klicken und die Tags auswählen. Danach wird man gefragt, mit welcher Kamera man die Tags koppeln möchte. Hat man bereits mehrere welcome Kameras im Einsatz, so werden hier alle aufgelistet.

© Screenshot / Gekoppelt werden die Sensoren via Bluetooth mit der Kamera
Nach Auswahl der Kamera startet die App den Bluetooth-Kopplungsmodus. Jetzt nur noch die Batterien in den Netatmo Tag einlegen und beide Geräte verbinden sich. Zu dem Batteriefach sei angemerkt, dass sich die Batterien sehr schwer einlegen lassen, da die Feder im Inneren sehr stark gegendrückt. Hier ist etwas Probieren angesagt.

© Chris Bertko / Batteriefach geht recht straff zu
Erst wenn beide Geräte verbunden sind, wird der Netatmo Tag am ursprünglichen Ort installiert. Heißt, der Tag wird auf die Türfläche geklebt. Danach muss er noch bei geschlossener Tür kalibriert werden. Ab sofort meldet die Netatmo-App, wenn die Tür geöffnet ist und warnt auf Wunsch, wenn diese längere Zeit offen steht. Natürlich wird via Netatmo-App auch dann gewarnt, wenn an der Tür gerüttelt wird, oder der Tag anderweitig Anomalien erkennt.

© Chris Bertko / Tag wird auf die türfläche geklebt

Netamo Innensirene

Die Netatmo Innensirene ist das weitere Puzzleteil in dem smarten Alarmsystem von Netatmo. Sie wird ebenso via Bluetooth mit der Netatmo Kamera verbunden und sollte daher im gleichen Raum wie die Netatmo welcome Kamera ihren Platz finden. Sie kann wahlweise einfach aufgestellt werden, zum Beispiel in einem Regal, oder an der Wand (beziehungsweise an der Decke) montiert werden. Das Montagematerial ist im Lieferumfang enthalten. Ihre Energie bekommt die Sirene via Batterien, kann aber auch per Micro-USB angeschlossen werden und ist somit wartungsfrei.

© Chris Bertko / netatmo Sirene ergänzt das smarte Alarmsystem

Die Lautstärke, sowie die Töne der Sirene können variiert werden. Neben einer schrillen Sirene stehen auch Hundegebell, Babygeschrei und Geräusche von Haushaltsgeräten zur Verfügung.

© Screenshot / verschiedene Töne per Sirene abspielbar
In Kombination mit den Tags, die bereits Manipulationen an Türen und Fenstern erkennen können, machen die verschiedenen Geräusche als Einbruchsprävention Sinn. Wenn der ungebetene Gast jedoch erst einmal drin ist, darf es ruhig die schrille, laute Alarmsirene sein.

© Chris Bertko / netatmo Sirene als perfekte Ergänzung zur Kamera

Netatmo: Smartes Alarmsystem

Dank der Netatmo Tags und der Netatmo Sirene, wird die smarte Kamera inklusive ihrer Gesichtserkennung nun zu einer vollwertigen und smarten Alarmanlage. Anders als bei konventionellen Alarmanlagen, gibt es bei der Netatmo Kamera keine Notwendigkeit einer Pin-Code-Eingabe. Sobald ein Familienmitglied nach Hause kommt und die Kamera dessen Gesicht verifiziert, deaktiviert sich das Alarmsystem von selbst.

Natürlich ist die Technik nicht fehlerfrei. Sollte die Kamera einmal ein Gesicht nicht korrekt erkennen, so wird nicht sofort Alarm ausgelöst. Zunächst warnt die Sirene vor dem Auslösen mit einem Piepton, bevor der eigentliche Alarm ausgelöst wird. In dieser Zeit kann man den Alarm noch stoppen.

© Screenshot / Alle Ereginisse des netatmo Alarmsysetms in der Timeline

Diese Möglichkeit besteht in der Netatmo Security-App. Ein echter Einbrecher hat diese Option natürlich nicht und wird dann von der 110 Dezibel lauten Sirene vertrieben. Zum Vergleich: Ein Rauchmelder schlägt mit „nur“ 85 Dezibel Alarm.

© Chris Bertko / Netatmo Sirene

Ist die entsprechende Option in der Netatmo Security-App aktiviert, so kann die Netatmo Sirene natürlich auch schon dann ausgelöst werden, sobald einer der Netatmo Tags eine Bewegung oder Schwingung – und damit einen potentiellen Einbruchsversuch an Fenster oder Türen erkennt.

Fazit

Mit dem auf der CES 2020 in Las Vegas vorgestellten Smartlock dürfte das smarte Alarmsystem von Netatmo noch einmal deutlich mehr an Funktionen gewinnen. So soll das Türschloss mit den NFC-Schlüsseln – wie die Netatmo Tags – schon den Versuch eines Einbruchs erkennen und diesen melden können. Was es noch an Funktionen mitbringt, die das smarte Alarmsystem rund um die welcome Kameras aufwerten, werden wir hoffentlich im Laufe des Jahres sehen.

Wann die Netatmo Türklingel erscheinen wird, ist auch nach der CES 2020 noch unklar. Denn auch sie könnte ein Puzzleteil für das smarte Netatmo Alarmsystem werden, um so bereits an der Haustür den Alarm via Gesichtserkennung zu deaktivieren. Wir dürfen gespannt bleiben.

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