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App-sperren statt absperren

Nuki: Das smarte Türschloss, das mitdenkt

Smart Home fängt schon an der Haustür an. Nämlich dann, wenn die Tür weiß, wer hereingelassen wird und wer nicht. Das elektronische Türschloss könnte für viele der Eintritt ins Smart Home werden.

© Nuki

© Nuki

Habe ich die Haustür wirklich abgeschlossen? Diese quälende Frage hat sich wohl fast jeder von uns schon einmal gestellt – meistens dann, wenn man gerade auf dem Weg in den Urlaub ist. Nicht bei Nuki. Denn das smarte und elektronische Türschloss erkennt seinen Besitzer und betätigt den Schließmechanismus automatisch.

Zentrales Element des Nuki-Türschlosses ist der Keyturner. Er wird an der Innenseite der Tür angebracht und übernimmt das Drehen des Schlüssels. Weil er die Schlossfalle ziehen kann, ist er auch für Türen mit Knauf geeignet. Der Keyturner passt auf alle Europrofil-Zylinder und ist mit wenigen Handgriffen angebracht. Es muss nichts umgebaut oder getauscht werden. Robin Cumpl von smart-wohnen.de hat Nuki im Rahmen eines Vortests ausprobiert und ist von der simplen Installation begeistert: „Der Hersteller wirbt damit, dass man das Schloss innerhalb von drei Minuten an der Tür anbringen kann. Ich selbst habe es in 30 Sekunden geschafft, obwohl ich handwerklich kein großer Meister bin. Das System ist wirklich genial!“ Zudem kann man die Vorrichtung ohne Rückstände wieder entfernen, was das Ganze auch für Mietwohnungen interessant macht. Gesteuert wird der Keyturner via Bluetooth (ab Version 4.0). Er kann somit mit Smartphone und Smartwatch (über die Nuki App) oder mit dem separat erhältlichen Bluetooth-Schlüsselanhänger, dem Nuki Fob, bedient werden.

© Nuki / Die Installation von Nuki ist einfach und mit wenigen Handgriffen erledigt.

Smartphone als Schlüssel

Die Nuki-App ist für Apple iOS (ab Version 8) und Android (ab Version 4.4) verfügbar. Mittels Bluetooth und Ortsbestimmung erkennt Nuki, wenn sich der Nutzer nähert und entsperrt die Tür, sobald er in unmittelbarer Nähe ist. Auch das hat Robin Cumpl getestet. „Sobald ich vor der Tür stehe, warte ich maximal zwei Sekunden, bis das Schloss entsperrt ist. Mein Eindruck: Es geht schneller, als wenn man erst noch nach dem Schlüssel sucht, ihn ins Schloss steckt und umdreht. Das ist sehr gut durchdacht.“ Umgekehrt weiß das Türschloss auch, wann der Nutzer sich im Haus aufhält und nimmt keine Sperrvorgänge vor. Verlässt er Haus, wird die Tür innerhalb weniger Sekunden automatisch abgesperrt. Dafür reicht es, das Smartphone lediglich in der Tasche zu haben. Doch wenn man mal ohne Smartphone aus dem Haus gehen will? Kein Problem, dann funktioniert der Nuki Fob wie ein ganz normaler elektronischer Schlüssel: Auf Knopfdruck wird das Schloss gesperrt.

Natürlich können auch Familie und Freunde das smarte Türschloss nutzen: Der Besitzer kann unbegrenzt viele Berechtigungen vergeben (und auch wieder zurückziehen, falls gewünscht), indem er Einladungen an die ausgewählten Personen verschickt. Diese installieren sich dann ebenfalls die App und werden von Nuki als Zutrittsberechtigte erkannt.

Smarte Erweiterung: Bridge

Wer seine Haustür auch aus der Ferne unter Kontrolle haben möchte, ist mit der Nuki Bridge als erweiterte Smart-Home-Lösung gut beraten. Das Gerät wird in der Nähe der Tür ans Stromnetz angeschlossen und benötigt Zugriff zum WLAN. So ist Nuki mit dem Internet verbunden und kann auch aus der Distanz über die App gesteuert werden. Dafür muss man nicht mal unbedingt die Nuki Bridge kaufen: Auch ein ausrangiertes Android-Smartphone kann mit der entsprechenden App als Brücke verwendet werden.

© Nuki / Die Bridge macht es möglich, das Türschloss auch von unterwegs zu bedienen.

Sicherheit

Nuki verwendet Verschlüsselungsmechanismen, die zum Beispiel auch beim Online-Banking üblich sind. Türschloss und App kommunizieren direkt miteinander, der Schlüssel (32-Bit Schlüssel und 24-Bit Nonces) ist nur diesen beiden Komponenten bekannt. Das gilt auch für den Datentransfer über die Bridge, auf den Servern des Herstellers wird nichts gespeichert. Das heißt, im Internet sind keine Daten vorhanden, die gehackt werden können. Sollte das Smartphone geklaut werden oder verloren gehen, kann man die Zugangsberechtigung mit einem anderen berechtigten Smartphone entfernen oder das Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen lassen. Potenzielle Einbrecher können außerdem von außen nicht erkennen, dass Nuki verwendet wird, so können sie sich auch keine Vorteile verschaffen – eine Meldung bei der Versicherung ist daher nicht nötig.

Im Notfall

Das Schloss lässt sich von innen immer auch manuell ent- oder verriegeln – mittels Drehrad oder Button auf dem Keyturner. Der Mechanismus ist batteriebetrieben und verkraftet auch einen Strom- bzw. Internetausfall. In Bluetooth-Reichweite funktioniert das Schloss dann wie gewohnt. Sollten die Batterien zu Neige gehen, weist die App rechtzeitig darauf hin. Um das mechanische Schloss von außen weiterhin nutzen zu können, empfiehlt der Hersteller, Nuki nur mit einem Europrofil Doppel-Schließzylinder zu verwenden. Dieser erlaubt das Sperren auch dann, wenn auf der anderen Seite ein Schlüssel steckt.

Fazit

Schnelle Anbringung, durchdachtes System: Nuki passt an nahezu jede Tür und ist einfach zu bedienen. Dank offener Schnittstelle (API) kann es auch in andere Smart-Home-Systeme integriert werden. Die Verwendung von mehreren Nukis ist ebenfalls möglich, da die App beliebig viele (und für jeden Keyturner separat konfigurierbare) Accounts verwalten kann. Vielleicht ist ja so ein einfaches System in Form eines elektronischen Türschlosses die Idee, die vielen noch gefehlt hat sich mit dem Thema Smart Home zu beschäftigen.

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