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Title: Sicherheit
Smartlocks

Nuki, Nello, Danalock & Co - Drei Smartlocks im Vergleich

Vernetzte Türschlösser, sogenannte Smartlocks erhöhen nicht nur den Komfort, sie können besonders im Notfall entscheidend dazu beitragen, dass alles glimpflich verläuft.

© Danalock

© Danalock

Das Thema Sicherheit gehört zum Smart Home wie der heiße Kaffee am Morgen. Besonders in den letzten Jahren hat sich hier viel getan. Sicherheitstechnik umfasst mittlerweile nicht nur erschwingliche Fenster-/Türkontakte, Bewegungssensoren oder Sicherheitskameras, sondern auch sogenannte Smartlocks. Vernetze Türschlösser können die Sicherheit wie auch den Komfort in den eigenen vier Wänden enorm aufwerten. Drei der wichtigsten Vertreter stelle ich in diesem Artikel vor: das Danalock V3, das Nuki Smart Lock sowie das Nello One.

Danalock V3: Smart Lock mit AES256-Verschlüsselung, Z-Wave und Zigbee

Das Danalock V3 stammt vom dänischen Hersteller Poly-Control und ist derzeit eines der beliebtesten Smartlocks am Markt. In der aktuell dritten Auflage verfügt es nicht nur über Bluetooth LE, sondern auch über optionale Kommunikationswege via dem im Smart Home beliebten Z-Wave-Protokoll sowie ZigBee. Eine Variante des ZigBee-Standards kennen wir übrigens auch von den ebenfalls überaus beliebten Philips Hue-Produkten. Man kann also selbst entscheiden, ob man die Haustür mit dem Smartphone via Bluetooth oder doch vielleicht via Z-Wave KeyFob oder gar ZigBee Funkfernbedienung öffnen möchte. Besonders Z-Wave funktioniert zuverlässig und schnell - auch über größere Entfernungen hinweg.

Doch nicht nur das: Während wir natürlich höchste Sicherheit in unseren eigenen vier Wänden walten lassen wollen, verfügt das Danalock V3 über eine AES256-Verschlüsselung, wie sie unter anderem Regierungen benutzen, um sicherheitsrelevante Information wirksam zu verschlüsseln. So soll sichergestellt sein, dass auch wirklich nur demjenigen Einlass gewährt wird, der für das heimische Danalock auch tatsächlich autorisiert ist.

Derart ausgestattet, stellt sich natürlich die Frage, ob das Danalock tatsächlich für jeden Anwender in Frage kommt und auf was es besonders zu achten gilt? Die gute Nachricht vorweg: Ja, das smarte Türschloss von Poly-Control ist für nahezu jedes Zuhause geeignet. Für den Einsatz des Smart Lock braucht es nur wenige Handgriffe - die Haustür selbst bleibt unberührt. Nach Austausch des Schließzylinders ist lediglich von Innen der minimalistische Aluminiumaufsatz zu erkennen. Von außen sieht alles wie immer aus. Auch per Schlüssel lässt sich die Tür noch weiterhin ganz herkömmlich öffnen.

Das Danalock V3 Bluetooth LE schlägt aktuell mit 149 Euro UVP zu Buche. Wer indes Z-Wave oder ZigBee im Smart Lock bevorzugt, der muss sich noch bis Ende Juli gedulden.

Das Nuki Smart Lock: Das einzige Türschloss mit ständiger Internetverbindung

© Nuki / Das Nuki Türschloss wird einfach von Innen auf den Schlüssel gespannt.

Das Grazer Startup-Unternehmen Nuki hat seit Ablauf der Crowdfunding-Kampagne im Juni 2016 bereits mehr als 5.000 Haushalte in über 30 Ländern mit seinem smarten Schloss ausstatten dürfen. Das Besondere daran: Das Smart Lock mit dem gleichen Namen verfügt über eine ständige Internetverbindung und ermöglicht so enorm schnelle Reaktionszeiten. In Sachen Einbau ist es sogar noch einfacher als das eben vorgestellte Danalock, denn das Nuki Türschloss wird lediglich von innen auf das Schloß samt Schlüssel aufgesetzt. Der Tausch des Schließzylinders entfällt also gänzlich. Das Prinzip kennen wir übrigens auch schon vom Keymatic-Antrieb aus der Homematic-Serie.

Die Kommunikation zwischen Türschloss und Nutzer erfolgt auf Grundlage von Bluetooth LE und zwar ausschließlich via Smartphone- bzw. Tablet-App. Dank vorhandener Bridge, welche am Router angeschlossen wird, lässt sich auch von unterwegs jederzeit auf das vernetzte Türschloss zugreifen. Zum Beispiel, um limitierte Zugriffsberechtigungen an House Sitter oder blumengießende Nachbarn zu vergeben. Wem das Hantieren mit dem Smartphone auf Dauer nicht ganz so liegt, der kann auch auf den Nuki KeyFob zurückgreifen. Das ist eine handliche Funkfernbedienung, mit der sich das Schloss per Knopfdruck ebenfalls ganz leicht öffnen lässt.

Das Nuki Smart Lock schlägt mit 229 Euro zu Buche, wobei sich auch eine sogenannte „Nuki Combo“, bestehend aus Smart Lock, Bridge und KeyFob im Angebot befindet - Kostenpunkt: 299 Euro.

Das Nello One: Die Gegensprechanlage wird smart

© Nello / Die Nello Box wird mit der Gegensprechanalge verkabelt und steuert den Türsummer.

Das Konzept des Nello One unterscheidet sich grundlegend von dem des Danalock V3 bzw. des Nuki Smart Lock. Noch vorbestellbar, soll es in Kürze auch im Handel erhältlich sein. Hierbei handelt es sich nicht um ein klassisches Smart Lock, sondern um eine Lösung, um Gegensprechanlagen nachträglich smart zu machen.

Das Einsatzgebiet des smarten Portiers ist damit eindeutig geklärt: das Mehrparteien- bzw. das klassische Wohnmietshaus. Hier ist es die perfekte Ergänzung zum Smart Lock an der eigenen Wohnungstür.

Doch wie funktioniert das? Es gehört schon ein klein wenig bastlerisches Geschick dazu. Es wird nämlich von Hand eine kleine Box mit der Gegensprechanlage verkabelt. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man das gute Stück mit dem Mainboard der Gegensprechanlage verkabeln muss, gibt es via App natürlich kostenfrei. Dieser Chip verbindet die Anlage, liest den Summer per WLAN mit dem heimischen Netzwerk und macht ihn so auch außerhalb verfügbar. Von nun an reicht ein Klick auf dem Smartphone, um den Summer zu betätigen und Haustür zu öffnen.

© Nello / Nello kann die Haustür ganz automatisch anhand der Geopositionsdaten öffnen.

Das ist natürlich noch nicht alles: Sollte die Klingel einmal ausgesteckt oder stummgeschaltet sein, weil zum Beispiel der Nachwuchs schläft, so ist dies künftig ebenfalls kein Problem mehr. Eine Push-Mitteilung informiert den Nutzer, wenn die Klingel betätigt wurde. Auch können Zeitfenster definiert werden, in denen das Betätigen der Klingel automatisch auch den Summer aktiviert. Und wer es noch komfortabler mag: Dank GPS-Ortung und Geofencing kann der Summer ebenfalls aktiviert werden, sobald man sich in direkter Nähe zur Haustür befindet - ganz automatisch und ohne, dass das Smartphone im eigenen WLAN angemeldet ist.

Nello One ist mit allen gängigen Gegensprechanlagen kompatibel und kann jederzeit nachgerüstet werden. Hat man das Smartphone gerade nicht zur Hand, funktioniert der Summer natürlich auch weiterhin wie gehabt. Derzeit kann Nello One für 79 Euro vorbestellt werden. Regulär wird es dann 149 Euro UVP kosten.

Alle drei Smart Locks haben ihre ganz eigenen Anwendungsbereiche - vor allem das Nello One, dass sich nebenher auch als Türwächter versteht. Hier gilt es, genau abzuwägen, welches Schloss den eigenen Bedürfnissen am besten gerecht wird. Während das Danalock V3 besonders durch seine Konnektivität und durch seine Sicherheit auszeichnet, ist das Nuki Smart Lock besonders einfach in Aufbau und Handhabung. Nur eins hingegen ist klar: Alle drei Geräte verrichten ihren Dienst tadellos und können besonders im Notfall entscheidend dazu beitragen, dass alles glimpflich verläuft. Besonders die Kombination aus Nello One und Danalock zeigt sich interessant für Bewohner von Mietwohnungen, die auf smarte Technik nicht verzichten wollen.

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