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Title: Sicherheit
Ratgeber

Offline Smart Home – Cloudfrei bleiben, geht das?

Google Home, Alexa, Philips Hue und Co. verlangen allesamt eine ständige Internetverbindung. Doch ist ein Smart Home auch ohne Cloud-Anbindung möglich?

©Philips

©Philips

Heute lässt sich beinahe alles über eine App steuern oder sogar von unterwegs einschalten und konfigurieren. Seien es die Heizkörper, die sich timen und aufs Grad genau einstellen lassen oder aber die Beleuchtung in der Wohnung, die über das Internet selbst aus dem Urlaub am Abend eingeschaltet werden kann, um böse Buben zu verschrecken.

Das alles ist freilich praktisch. Doch nicht jeder möchte, dass die simpelsten Haushaltsgeräte ständig mit dem Internet und den Clouds der Hersteller verbunden sind. Doch ist ein Offline Smart Home überhaupt möglich?

© Philips / Viele smarte Geräte benötigen eine dauerhafte Internetverbindung, um aus der Ferne gesteuert zu werden. Lampen von Philips Hue zum Beispiel lassen sich aber auch rein lokal betreiben.

Internetverbindung verbieten

Die gute Nachricht direkt zu Beginn: Ja, es ist absolut möglich, ein Smart Home ohne durchgehende Internetanbindung zu betreiben. Allerdings bedarf es hier ein wenig Recherche und einiger Tricks.

Nehmen wir zum Beispiel die Lampen aus der Serie Philips Hue. Diese werden über die sogenannte Hue Bridge gesteuert, einem kleinen Kasten, der im heimischen Netzwerk angeschlossen wird, ob per Kabel oder WLAN. Von Haus aus ist diese Bridge, die über die WLAN-Verbindung dann die verschiedenen Lampen in der Wohnung konfiguriert, mit dem Internet und damit mit den Servern von Philips verbunden, um Updates herunterzuladen und so weiter.

Wer das aber nicht möchte, der kann das einfach in seinem Router unterbinden, indem er dort festlegt, dass die Hue Bridge sich nicht ins Netz einwählen darf. Das schränkt den grundsätzlichen Betrieb der Lampen nicht ein, nur die Steuerung von unterwegs fällt dann weg.

Ähnliche Tricks helfen dagegen bei Google Home, Alexa und Co. nicht. Diese Geräte, ob nun eben Google Home oder die verschiedenen Ausführungen des Amazon Echos, setzen zwingend eine Verbindung zur Hersteller-Cloud voraus. Dort erst werden nämlich die Befehle und Anfragen des Nutzers analysiert und dann in Aktionen und Antworten übersetzt.

© Eqiva / Viele smarte Thermostate, wie das Modell von Eqiva, benötigen überhaupt keine Internetverbindung, sondern werden lediglich per App über Bluetooth gesteuert.

Passende Geräte kaufen

Aber es gibt auch Smart-Home-Geräte, die tatsächlich kein Internet benötigen, um ihre Arbeit zu leisten. Schlaue Thermostate für die Heizung funktionieren zum Beispiel häufig über eine Bluetooth-Verbindung.

Somit genügt es, wenn der Nutzer die passende App auf sein Smartphone oder seinen Tablet-PC herunterlädt, mit der man die Thermostate steuern kann und sich in Reichweite aufhält. Die Geräte selbst bleiben dagegen offline – können dann aber auch nicht von unterwegs gesteuert werden.

Auch die smarten Geräte von Elgato Eve schalten nicht auf stur, wenn man sie vom Internet trennt, sondern lassen sich ebenfalls weiterhin per Bluetooth steuern. Dabei ist es egal, ob es sich um Steckdosen, Thermostate oder andere Helferlein dreht.

Einfacher macht es Bosch seinen Kunden hier: Der Hersteller hat wie die meisten anderen Thermostate, oder sogar Kameras und andere praktische Helferlein im Angebot. Das besondere ist hier aber, dass Bosch von vornherein erlaubt, alle Geräte auch im Offline-Modus zu betreiben. Dann lassen sich diese natürlich nur noch steuern, wenn der Nutzer mit dem heimischen WLAN verbunden ist, doch dafür gehen auch nicht ungefragt Daten an die Hersteller. Lediglich Software-Updates oder die Zeitsynchronisierung läuft über das Netz, aber auch nur, wenn der Anwender die Funktion wieder aktiviert.

Grundsätzlich gilt hier natürlich, sobald ein Gerät die Funktion bewirbt, dass es von unterwegs gesteuert werden kann, dann muss es sich immer mit dem Internet und einer Hersteller-Cloud verbinden. Wer das jedoch nicht möchte, der sollte sich im Vorfeld erkundigen, ob diese Funktion ein Muss ist oder ob das Gerät auch rein lokal oder über Bluetooth und Funk funktioniert.

© Bosch / Hersteller Bosch kommt seinen Kunden entgegen und erlaubt einen Offline-Modus für seine smarten Haushaltshelfer.

Versierte Nutzer schaffen ihre eigene Cloud

Besonders versierte Nutzer haben dagegen eigentlich keine Einschränkungen zu befürchten, denn Bastler und alle, die nicht vor ein wenig Programmierung zurückschrecken, können so gut wie jedes Gerät auf dem Markt in einem Offline Smart Home verwenden.

Im Internet gibt es dazu jede Menge Blogs, Videos und Tutorial-Websites, die einem Schritt für Schritt erklären, wie man sich ein Offline Smart Home selbst programmiert, etwa mit dem Mini-Computer Rasperry Pi. Solche Lösungen richten sich aber wie gesagt an erfahrene Nutzer. 

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