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PoE Überwachungskamera Foscam FI9661EP im Test

Wer die Möglichkeit hat auf Kabel zurückzugreifen, sollte diese Lösung bei Überwachungskameras vorziehen. PoE Kameras bieten hier gegenüber WLAN Kameras eine gute Alternative – wie zum Beispiel die Foscam FI9661EP.

© Chris Bertko

© Chris Bertko

Neben WLAN, welches wie jede andere Funktechnologie anfällig für Störimpulse ist oder Funkreichweitenproblemen unterliegen kann, bietet sich vor allem dort, wo man Netzwerkkabel verlegen kann, die sogenannte PoE Technologie an. PoE steht für „Power over Ethernet“, was man recht frei mit „Stromversorgung über das Netzwerkkabel“ übersetzen kann.

Das heißt, es ist lediglich ein Kabel notwendig, für Daten und Spannungsversorgung der Kamera. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ein Netzwerkswitch oder ein PoE Injector Spannung in das LAN Netzwerk einspeist.

Eine solche PoE Kamera ist zum Beispiel das Modell FI9961EP von Foscam. Die Domkamera entspricht der IP66 Schutzklasse und ist damit auch gegen Strahlwasser geschützt. Somit kann die PoE Kamera problemlos im Außenbereich zum Einsatz kommen.

© Chris Bertko / Foscam PoE Kamera ist Strahlwasser geschützt und somit im Außenbereich einsetzbar.

Darüber hinaus hält das Gehäuse der Kamera auch Schlägen bis zu 20 Joule stand, um im Falle von Vandalismus auch zuverlässig Bilder zu liefern. Generell vermittelt das Gehäuse der Foscam PoE Kamera einen hochwertigen und extrem soliden Eindruck.

Die Bilder und Videos speichert die Kamera wahlweise auf einem FTP Server oder einer Micro SD Karte. Um diese einzulegen, müssen die drei Imbusschrauben gelöst und die Gehäuseabdeckung abgenommen werden. Für die Montage an der Hauswand muss dies aber sowieso geschehen, um die Bohrlöcher zu erreichen.

Für eine einfachere Montage liegt dem Lieferumfang eine Bohrschablone bei.

Außerdem im Lieferumfang: Der passende Imbusschlüssel um das Gehäuse zu öffnen, ein kurzes Netzwerkkabel, Schrauben und Dübel, sowie ein Netzteil, falls man die Kamera nicht über PoE betreiben kann oder möchte. Ein PoE Injector fehlt leider im Lieferumfang.

© Chris Bertko / Lieferumfang der Foscam FI9661EP

Ist die PoE Kamera an der Hauswand montiert worden, kann das Objektiv noch manuell feinjustiert werden. Dabei lässt es sich maximal 90° nach unten neigen.

© Chris Bertko / Gehäusedeckel muss für die Montage abgenommen werden, die Linse kann manuell geneigt werden

Installation und Ersteinrichtung

Ist die Foscam FI9961EP fertig montiert, mit dem heimischen Netzwerk via LAN Kabel verbunden und das Gehäuse wieder verschlossen, so kann die Ersteinrichtung beginnen. Dies erfolgt über die WebUI der Kamera, welche über die IP Adresse der Kamera, gefolgt vom Port 88 im Browser geöffnet werden kann.

Leider kann hierfür nicht jeder beliebige Browser genutzt werden, da die Kamera zwingend ein vom Hersteller Foscam eigenes Plugin verlangt. Zwar ist dieses für die korrekte Darstellung des Live-Bildes zuständig, doch geht es ohne Plugin schon beim Login nicht weiter.

Mac User müssen daher zwingend auf Safari und Windows Nutzer auf den Internetexplorer zurückgreifen.

© Chris Bertko / Ohne Plugin kann kein Login erfolgen 

Konfigurationsmenü

Hat man die Hürde des Plugins genommen, finden sich auf der WebUI oberhalb drei Menüpunkte: Live-Bild, Einstellungen und die Möglichkeit Aufnahmen abzuspielen.

Zunächst sollte der erste Klick in die Einstellungen führen. Auf der linken Seite erscheint eine weitere Navigationsebene, da die Einstellmöglichkeiten recht vielfältig sind. Unter dem Abschnitt „Basis Einstellungen“ können verschiedene Benutzer angelegt und deren Passwörter geändert werden. Es ist sehr zu empfehlen, dem Administrator-Account ein Passwort zu geben, da im hier im Auslieferungszustand keines vergeben ist.

Im Abschnitt „Detektor“ wird es dann spannend. Hier können die Aktionen definiert werden, welche bei einer Bewegungserkennung erfolgen sollen. Damit nicht stupide über jede Bewegung alarmiert wird, können auch Zeitfenster definiert werden. So kann beispielsweise eine eMail und eine Pushbenachrichtigung versendet werden sowie eine Bild- und Videoaufnahme erfolgen – aber nur, wenn nachts zwischen 22 Uhr und morgens 6 Uhr eine Bewegung erkannt wird.

© Chris Bertko / Foscam FI9661 Menü: Detektor Einstellungen 

Als Empfänger können neben der eigenen eMail-Adresse noch bis zu drei weitere eMail-Adressen eingetragen werden. Damit die Mails ihr Ziel auch tatsächlich erreichen, muss ein entsprechender SMTP Server sowie der eMail-Account mit Passwort in der Konfiguration eingetragen werden.

Sollen die Bilder nicht auf der internen MicroSD Karte landen, sondern auf einem FTP Server, so muss dieser zuvor in den Einstellungen unter „Netzwerk“ eingerichtet werden.

In jedem Fall muss ein Standard-Speicherort definiert werden. Dies erfolgt im Menü unter „Aufnahme – Speicherort“.

© Chris Bertko / Einstellungen Speicherort, definiert wo die Videos abgelegt werden. 

Verfügt man indes über ein Netzwerkspeicher, ein sogenanntes NAS, beispielsweise aus dem Hause Synology, so kann die Foscam PoE Kamera auch (zusätzlich) mit dessen Videoüberwachungslösung verbunden werden.

Im benannten Beispiel der Synology NAS ist die Foscam FI9961EP bereits unter der Surveillance Station unter den vorkonfigurierten Kameras zu finden.

So ist lediglich die Angabe der IP Adresse und die Eingabe des Benutzernamens mit dem dazugehörigen Passwort von Nöten.

Fazit

Kabel bleibt Kabel und stellt sicher, dass die Signale ihr Ziel erreichen. Wer also die Möglichkeit hat ein Netzwerkkabel bis zum Überwachungspunkt zu ziehen, der kann auf PoE Kameras wie die Foscam FI9961EP zurückgreifen und spart sich somit das zusätzliche Kabel für die Spannungsversorgung.

Im Test hat die Hardwarequalität der Foscam FI9961EP sehr überzeugt. Auch die Menüführung ist trotz chinesischem Hersteller sehr gut verständlich in deutsch gehalten  wenn auch mit ein paar grammatikalischen Fehlern.

Negativ aufgefallen ist der Zwang zum Hersteller eigenen Plugin, wobei man nicht genau definieren kann, was es denn macht und sendet? Zudem ist das Plugin nicht für jeden Browser verfügbar.

Nichtsdestotrotz überzeugt die zwei Megapixel Full HD Outdoor Kamera mit ihren 1920 x 1080 Bildpunkten und bis zu 20 Metern Nachtsicht im Test.

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