Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Powered by MediaMarkt
Title: Sicherheit
Praxistest Arlo Go

Praxistest Arlo Go: Sicherheit für überall

Überwachungskameras erfreuen sich auch im privaten Gebrauch mittlerweile großer Beliebtheit. Wer sein Hab und Gut beschützt (oder zumindest überwacht) wissen will, investiert in eines der zahlreichen Systeme. Netgear bietet nun erstmals auch eine Lösung mit LTE-Anbindung. Wie die funktioniert, gibt es hier nachzulesen.

© Netgear / Die neue Arlo Go Kamera für LTE-Netze.

© Netgear / Die neue Arlo Go Kamera für LTE-Netze.

Die wohl offensichtlichste Frage zuerst: Wozu benötigt eine Überwachungskamera ein integriertes 2G-, 3G- und 4G-Modem? Die meisten Modelle kommen schließlich mit einem WLAN-Modul, immerhin werden die Kameras zumeist ohnehin im näheren Umfeld des Eigenheims montiert. Mit der Arlo Go will Netgear nun erstmals aber auch Wohnwägen, Gartenhütten oder Ferienhäuser sicher machen. In diesen Fällen ist die Anbindung an das WLAN-Netzwerk oft nicht mehr möglich, weil das Gartenhäuschen zu weit entfernt steht oder ein eigener Anschluss im Ferienhäuschen schlichtweg keinen Sinn macht – von Wohnwägen ganz zu schweigen.

Wie dem auch sei: Einer repräsentativen Umfrage von Statista zufolge schützt mittlerweile jeder zweite Deutsche sein Heim mit mindestens einer Kamera. Über zehn Prozent der Befragten gaben sogar an, mindestens drei dieser smarten Beobachter im und um das Haus hängen zu haben.

Netgear verkauft die Arlo Go vorerst dennoch ausschließlich in Einzelpacks. Bei anderen Produkten des Herstellers ist das nicht der Fall, von der Arlo Pro HD sind beispielsweise Sets mit drei oder fünf Kameras verfügbar. Der Unterschied zur Go: Die Pro-Serie verfügt über keine Mobilfunk-Module und muss dementsprechend in der Nähe eines WLAN-Netzwerks installiert werden. In den meisten anderen Punkten sind die beiden Modelle aber beinahe identisch. Die Arlo Go besitzt keine WLAN-Schnittstelle.

© Netgear / Der Lieferumfang der Arlo Go.

Die Stärken der Arlo Go

Natürlich: Die Möglichkeit, die Kamera komplett unabhängig von bestehenden Netzwerken platzieren zu können, ist für sich alleine bereits Kaufkriterium genug. Darüber hinaus ist die Arlo Go nach dem Industriestandard IP65 geschützt und trotzt damit Wind und Wetter. Videos werden in HD-Qualität aufgezeichnet, was vollends ausreicht. Zwar ist das Full HD-Bild der Arlo Pro 2 merklich besser, auch mit 720p lassen sich aber sämtliche Inhalte einwandfrei erkennen. Der Akku soll laut Herstellerangaben bis zu drei Monate halten, was etwas kürzer als bei den anderen Modellen ist. Das 4G-Modul ist zwar nicht als der Stromverschwender Nummer eins bekannt, ein wenig Saft braucht es aber auch. Wer will, kann die Arlo Go über ein eigens erhältliches Solarpanel laden – genügend Sonne und eine passende Position vorausgesetzt. Auch wiederaufladbare Wechselakkus sind erhältlich.

Die Linse verfügt über einen Blickwinkel von 130 Grad, was ausreicht, um die gesamte Fläche vor der Hütte oder dem Wohnwagen im Auge zu behalten. Bei anbrechender Nacht aktiviert die GO automatisch den Nachtmodus. Noch erwähnenswert ist der microSD-Steckplatz, wodurch Sicherheitskopien auch möglich sind, wenn einmal das Internet ausfallen sollte.

Auspacken und aufbauen

Im Lieferumfang sind die Kamera, ein Akku, das Stromkabel, Schrauben und Halterungen samt Aufkleber und ein Zubehörset für den Außeneinsatz enthalten. Eine SIM-Karte zur Nutzung eines Mobilfunk-Datennetzes ist nicht dabei. Die muss man zusätzlich kaufen. Eine Verbindungsherstellung über ein WLAN-Netz ist nicht möglich.

Die Einrichtung sollte auch Einsteiger vor keine Probleme stellen. Die beigelegte Kurzanleitung erklärt die wichtigsten Punkte. Wir machen das ein wenig genauer.

Zuerst gilt es, den Akku einzulegen. Der sollte bereits geladen sein, zumindest zu weiten Teilen. Falls nicht, hängen Sie die Kamera zuvor an die Steckdose. Die SIM-Karte muss ebenfalls noch in den dafür gedachten Slot. Das gilt auch für die Speicherkarte, falls vorhanden. Während der Akku lädt (oder nach Abschluss der Vorbereitungen) installiert man die „Arlo“-App. Die ist kostenlos im Play Store und im App Store erhältlich. Erstellt wird ein Account, indem man auf „New to Arlo?“ tippt und die Anmeldeschritte in der App befolgt. Danach wird die Kamera eingeschaltet und in der App auf das Logo der Kamera getippt. Danach wählt man „Add Device“ und „Arlo Go“ und tippt abschließend auf den „Sync“-Button auf der Kamera. Sobald die Kamera gefunden ist, muss man aber den QR-Code auf der Kamera abscannen. Dazu das QR-Quadrat möglichst genau, mit etwa 20 bis 30 Zentimeter Abstand, vor die Linse halten. Im Normalfall sollte der Code innerhalb weniger Sekunden ausgelesen sein und die Verbindung stehen. Zuletzt bestätigt man mit einem Tipp auf „Continue“. Ein kurzes Klicken bestätigt wiederum die Einrichtung.

In unserem Test klappte der Verbindungsaufbau auf Anhieb. Sollte es zu Problemen kommen, informieren die verschieden leuchtenden LEDs auf der Kamera über deren Herkunft. Ein orange blinkendes Licht beispielsweise steht für ein Problem mit der Netzwerkverbindung, blinkt die Leuchte doppelt, ist der Akku fast leer. Alle Details dazu findet man in der online abrufbaren Bedienungsanleitung.

Montage und erster Testlauf

Egal, ob mittels Schrauben an eine Hausmauer oder mitten im Wald an einen Ast: Netgear hat für alle Pläne die notwendigen Halterungen. Grundsätzlich wird die Kamera einfach auf das Stativ gesteckt, das dann wiederum angeschraubt wird. Netgear hat aber auch sogenannte „Quadpods“ im Programm, also eine Art dreigliedrige Schlaufe, mit der sich die Arlo Go auch an einen Ast schnallen lässt. Wenn alles passt, wird die App gestartet, wo im Hauptmenü bereits die ersten Bilder sehen sein sollten.

© Netgear / Die Arlo Go braucht keine Kabel und kein WLAN.

Speichern & Cloud

Wie bereits erwähnt bietet die Arlo Go die Möglichkeit, Aufnahmen lokal auf einer Speicherkarte zu sichern. Grundsätzlich werden durch Bewegung ausgelöste Aufzeichnungen sieben Tage lang in der Cloud gespeichert. Egal, wo man sich befindet, die Inhalte sind stets verfügbar. Wer mag, kann über die App auch einen Zeitschaltplan erstellen und die Kamera auch in eine bestehende IFTTT-Schaltung integrieren. Kompatibel sind darüber hinaus die Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa.

Fazit

Mit der Arlo Go schließt Hersteller Netgear eine Lücke. Erstmals lässt sich eine Kamera unabhängig von jeglichen Drahtlosnetzwerken überall installieren, dank LTE-Netz steht die Verbindung auch in entlegenen Gebieten. Die Funktionalität ist top, die Einrichtung schnell erledigt, das Setup rasch aufgebaut. Insofern: Eine empfehlenswerte Alternative für speziellere Einsatzzwecke.

Andere Artikel mit Themen: Netgear, Sicherheit, Kameras, Überwachungskamera

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei MediaMarkt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück