Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Title: Sicherheit
Smart Home absichern

Sicherheit für Smartphone, Tablet und Router

Sicherheit im Smart Home umfasst neben Computern und Gadgets vor allem Smartphone, Tablet und Router. Das kann man gegen Sicherheitslücken tun.

© Production Perig / Fotolia

© Production Perig / Fotolia

Sicherheitslücken sind nicht smart und was man im Smart Home nicht brauchen kann, sind unerwünschte Mitsurfer, Hacker oder Datenspione. Auf Computern hat sich das Thema Sicherheit dabei schon rumgesprochen, eine ganz andere Baustelle sind typische Smart-Home-Geräte wie clevere Lautsprecher, Steckdosen oder Heizungssteuerungen. Tipps, wie man Sicherheitslücken dort begegnet, gibt ein eigener Artikel. Dazwischen gibt es aber noch andere offene Themen in vielen Haushalten, die Sicherheit von Smartphones, Tablets und Routern. Das hat mehrere Gründe, der wichtigste dürfte sein, dass es bisher auf mobilen Geräten noch keinen großen Sicherheits-GAU gab. Zwar gibt es immer mal wieder Sicherheitslücken, spionierende Apps und andere Bedrohungen, diese betreffen aber immer nur einen kleinen Teil der Nutzer. Doch das muss nicht immer so bleiben. Besser als das Thema Sicherheit zu ignorieren ist es vorzusorgen. Die passenden Sicherheits-Tools dafür gibt es seit Jahren.

© Jörg Geiger / Zusätzliche App-Quellen sollten nur in Ausnahmefällen erlaubt werden.

Sicherheit auf Smartphones

Ein Grund warum Smartphones und Tablets sicherer sind als klassische Computer: Die Systeme sind stärker abgeschottet. Bei Apple gibt es zum Beispiel nur Apps aus dem hauseigenen AppStore, andere Quellen werden blockiert. Das gibt dem Hersteller die Kontrolle über die kleinen Zusatzprogramme. Das mag nicht immer perfekt sein, aber es bietet eine gewissen Grundsicherheit. Bei Android ist die Situation ähnlich, wobei es im System einen Schalter gibt, um auch andere Quellen als den Google Play Store für Apps anzuzapfen. Wer dafür keinen wirklich triftigen Grund hat, sollte das lassen. Auch auf Smartphones sind Updates wichtig und sie laufen dank Automatisierung problemloser als etwa auf Windows-PCs. Vorbild ist hier Apple, bei iPhone und iPad landen Updates sehr schnell auf den Geräten der Nutzer. Bei Android sieht es nicht so gut aus, weil der Markt durch viele Gerätehersteller stark fragmentiert ist. Aber zumindest App-Updates sind auch unter Android unkompliziert über den Store zu haben.

© Jörg Geiger / Virenschutz für Android lässt sich kostenlos mit Sophos Mobile Security ausprobieren.

Virenschutz für Smartphones

In den letzten Jahren hat so gut wie jeder Hersteller eines Windows-Virenscanners auch Schutzpakete für Smartphones mit ins Programm aufgenommen. Neben Lizenzen für Windows oder Macs gibt es dann auch maßgeschneiderte Schutz-Apps für Smartphones. Dabei wird in vielen Fällen aber nur Android abgedeckt. Das hat einen technischen Hintergrund: Auf Android-Systemen dürfen Apps tiefer eingreifen, Apple dagegen verbietet es Virenscannern unter der Haube zu arbeiten. Für iPhone und iPad gibt es deshalb keine Virenschutz-Apps, für Android schon. Ob man sie wirklich braucht, ist eine auch bei Experten umstrittene Frage. Tatsache ist, ein aktuelles Android ist eine solide Sache und Google scannt Apps in seinem Store automatisch auf Malware. Doch solange eine Virenschutz-App nicht großartig bremst, kann man sie mitlaufen lassen. Wer sowas mal kostenlos ausprobieren will, holt sich am besten Sophos Mobile Security, das im Test ohnehin besser abschneidet als kostenpflichtige Android-Virenscanner.

© Jörg Geiger / Die Apple-ID sollte mit einem Zwei-Faktor-Schutz abgesichert werden.

Apple- und Google-Konto absichern

Weit wichtiger als eine Virenschutz-App ist derzeit aber ein anderer Aspekt, die Absicherung der Nutzerkonten im Hintergrund. Apple-Nutzer verknüpfen ihre Geräte klassischerweise mit einer Apple-ID, bei Android kommt man nur mit Verrenkungen an einem Google-Konto vorbei. Hacker sind clever und denken deshalb meist in größeren Dimensionen. Warum sollte man auch ein iPhone hacken, wenn man sich über eine Apple-ID das iPhone, vielleicht noch ein verknüpftes iPad und ein MacBook gefügig machen kann? Das Gleiche gilt für Android-Geräte, die so gut wie immer mit einem Google-Konto verknüpft sind. Tipp: Sichern Sie Apple-ID und Google-Konto optimal ab.

iPhone-Nutzer steuern am besten an PC oder Mac die Webadresse appleid.apple.com/de_DE an und melden sich mit ihrer Apple-ID an. Im Bereich "Sicherheit" ist ein starkes Passwort fällig, dazu lässt sich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Der Einmal-Code für zukünftige Anmeldungen wird dann auf allen Apple-Geräten angezeigt, die mit der Apple-ID verknüpft sind. Alternativ verschickt Apple aber auch Codes per SMS.

Auch Google bietet eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an, um Nutzerkonten abzusichern. Man schaltet sie unter https://myaccount.google.com/security über den Punkt "Bestätigung in zwei Schritten" ein. Dafür ist auf dem Smartphone eine sogenannte Authenticator-App wie Authy nötig, die den nötigen Code anzeigt.

© Jörg Geiger / Der kostenlose Windows-Virenschutz Avast Free Antivirus prüft auch WLAN-Router.

Router Sicherheit ist Pflicht

Dreh- und Angelpunkt im Smart Home ist der WLAN-Router. Über ihn gehen alle Geräte ins Netz. Wird er unterwandert, steht für Datendiebe die virtuelle Haustür offen. Auch hier gelten die Regeln der Grundabsicherung, allen voran eine aktuelle Firmware auf dem Gerät. Zusätzlich sollte man das Zugangspasswort ändern, WPA2 als Verschlüsselung für das WLAN einrichten und keine Ports nach außen öffnen. Ob die heimische WLAN-Router-Konfiguration passt, lässt sich recht einfach prüfen. Der kostenlose Windows-Virenscanner Avast Free Antivirus scannt auf Wunsch WLAN-Router auf Schwachstellen, zum Beispiel offene Ports, schwache Passwörter oder veraltete Firmware. Außerdem prüft das Programm die im WLAN angemeldeten Geräte. Sehr ähnlich funktioniert das ebenfalls kostenlose Windows-Programm Bitdefender Home Scanner, für das es einen ausführlichen Artikel gibt. Was man unbedingt machen sollte: Ab und zu mal den Router mit einem der Tools auf Sicherheitslücken abklopfen. Das geht auch garantiert smart von der Hand.

Andere Artikel mit Themen: Sicherheit, Smart Home, Smartphone, Router, Tablet

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei MediaMarkt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück