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Title: Sicherheit
Sicherheit durch Überwachung - und trotzdem Privatsphäre

Sicherheit & Privatsphäre mit smarten Kameras: So geht beides!

Ist Zuhause alles in Ordnung? Wie man jederzeit live in die eigenen vier Wände schauen kann, ohne dabei selbst zu Big Brother zu werden, haben wir zusammengefasst: Smarte Kameras, aber bitte mit Privatsphäre.

Wer kennt es nicht, jenes Gefühl, das so facettenreich ist, diese immer wiederkehrenden Fragen:„Ist Zuhause alles in Ordnung? Geht es dem Hund Zuhause gut? Hat die Katze vielleicht wieder die Vase heruntergerissen?"

Nicht umsonst gibt es den Spruch: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Sei es die Haushaltskraft, die alleine im Haus ist, oder der Nachbar, dem man Zugang zur Wohnung gegeben hat, damit er während des Urlaubs die Blumen gießt.

Wie gerne würde man da mal ein Blick aus dem Büro oder aus dem Urlaub heraus, direkt in die eigenen vier Wände hinein werfen. Prinzipiell gar kein Problem, mit einer Innenüberwachungskamera. Doch viele vertrauen der Technik nicht und haben Angst um ihre Privatsphäre. Zurecht? Wir zeigen drei Kameras aus dem Smart Home-Markt, die nur dann hinschauen, wenn sie es auch müssen.

Canary View

Einfach in der Einrichtung muss die Kamera sein und natürlich spielt auch der Preis eine entscheidende Rolle. Genau diese beiden Punkte brachten uns auf die Canary View. Sie bietet mit ihren 99 Euro (Hersteller UVP) einen günstigen Einstieg in das Thema Überwachungskameras. Die Einrichtung ist via Smartphone schnell erledigt und schon kann man von überall aus in die eigenen vier Wände schauen.

Wird eine Bewegung erkannt, nimmt die Kamera diese Sequenz auf – aber nur, wenn niemand der Bewohner zuhause ist. Woher das die Kamera weiß? Dank Smartphone-App und aktiviertem Standortdienst. Verlässt der letzte Bewohner das Haus, ist die Kamera „scharf“. Kehrt der erste Bewohner wieder zurück, wird die Videoaufnahme deaktiviert. So bleibt die Privatsphäre geschützt – vollautomatisch.

© Chris Bertko / Canary View - erkennt automatisch ob Bewohner zuhause sind oder nicht

Vorausgesetzt, jeder der Bewohner nutzt die App. Lebt ein Familienmitglied im Haushalt, das (noch) kein Smartphone besitzt, „hinkt“ die Funktion leider etwas und man muss die Aufnahmefunktion dann doch manuell in der App de- oder aktivieren.

Hier wäre Zusatzhardware wie beispielsweise ein iBeacon, den man sich am Schlüsselbund befestigen kann, sinnvoll. Erkennt die Kamera diesen, da sie selbst über Bluetooth verfügt, könnte sie die Aufnahme deaktivieren. Das wäre vor allem für Kinder sehr praktisch. Leider vermisst man das noch bei Canary.

© Chris Bertko / Canary View im Vergleich zur netatmo welcome

Etwas schöner wäre es zudem, wenn die Kamera die Videos lokal und nicht in der Cloud speichern würde. Unseren vollständigen Testbericht zu der Canary View gibt’s auf smart-wohnen hier zu lesen: Canary View im Test – Zuhause alles sicher?

Netatmo welcome – die Videos bleiben Zuhause

Mit 179 Euro Hersteller-UVP ist die welcome-Kamera etwas teurer als die eben vorgestellte Canary View, glänzt dafür aber mit lokaler Datenspeicherung. Die aufgenommenen Videosequenzen legt die Kamera auf einer internen, auswechselbaren Micro-SD Karte ab. Eine standortbasierte (De-)Aktivierung der Aufnahmefunktion vermisst man in der App. Dafür bringt die Kamera in diesem Kontext viele andere, clevere Funktionen mit.

© Chris Bertko / Netatmo Kamera, Datenspeicherung lokal und Gesichtserkennung

Zum einen kann die netatmo welcome-Kamera Gesichter erkennen und unterscheiden. Jene Funktion zahlt auf die Privatsphäre ein. Denn in der netatmo-App lässt sich festlegen, ob und bei welchen Personen eine Aufzeichnung erfolgen soll. So lässt sich die Aufzeichnung beispielsweise für alle Bewohner deaktivieren, für die Haushaltshilfe bleibt sie aber aktiviert. Für unbekannte Personen erfolgt in jedem Fall eine Aufnahme.

© Chris Bertko / Optional per LAN Kabel zu betreiben, Micro SD Karte für Videoaufzeichnungen

Was aber, wenn die Kamera eine Person nicht korrekt erkennt – was im Alltag bei schnellen Bewegungen durchaus passieren kann? Für diesen Fall lässt sich die Aufnahmefunktion generell abschalten. Und das nicht nur manuell per App, sondern auch mit dem Webdienst IFTTT. So könnte man beispielsweise per Tastendruck auf den MyStrom Button die Aufnahmefunktion (de-)aktivieren, wenn man das Haus verlässt oder zurückkehrt.

Auch die standortabhängige Steuerung ist via IFTTT möglich, zumindest für Singles. Denn die Kombination mit mehreren Bewohnern lässt sich so leider nicht realisieren.

© Chris Bertko / netatmo welcome Kamera - Aufnahmefunktion kann deaktiviert werden

Aber auch in Kombination mit verschiedenen Smart Home-Zentralen, die die netatmo welcome-Kamera integriert haben, wie zum Beispiel die modulare Smart Home-Zentrale homee, lässt sich die Überwachungsfunktion an- und ausschalten. Wird beispielsweise der Modus von homee auf "Abwesend" gesetzt, kann man per Homeegramm (eine Automatisierungsregel) die Überwachung durch die Kamera starten. Kehrt man nach Hause zurück, kann sie wieder deaktiviert werden.

Wie eingangs beschrieben, speichert die netatmo welcome-Kamera die Videosequenzen lokal auf eine Micro SD-Karte. Natürlich wird man bei Bewegungserkennung daheim via Pushmitteilung alarmiert, sofern die Aufnahmefunktion scharf geschaltet ist. Da die Videos aber von der Kamera daheim gestreamt werden, ist die Ladegeschwindigkeit nicht nur von der mobilen Datengeschwindigkeit des Handys abhängig, sondern auch von der Geschwindigkeit des heimischen Internetanschlusses.

© Chris Bertko / Netatmo welcome Kamera kann auch via FTP die Videos auf der NAS ablegen

Manch einer mag sich beim Lesen wohl gedacht haben: Was ist, wenn im Ernstfall der Einbrecher die Kamera mitnimmt? Dem ist vorgesorgt und das ebenfalls mit Privatsphäre-Schutz. Denn die welcome-Kamera erlaubt es, die Videosequenzen sofort auf einem FTP Server abzulegen. Das kann zum Beispiel ein heimisches NAS sein oder ein entfernter Datenspeicher. Aber eben immer ein eigener Speicherort und kein fremder Herstellerserver.

MyFox Kamera

Wer der elektronischen Deaktivierung der Videoaufzeichnung nicht vertraut, der sollte sich die MyFox-Kamera ansehen. Sie verschließt mechanisch die Linse, sobald die Überwachung deaktiviert wird. Wie bei älteren Digitalkameras fährt dabei ein Schutz vor das Objektiv, sodass eine Aufnahme nicht möglich ist.

© Chris Bertko / Startup MyFox gehört nun zum Riesen "Somfy"
Jedoch bietet das Start-up myFox, das zwischenzeitlich von dem großen Jalousieantriebspezialisten „Somfy“ gekauft wurde, keine Möglichkeit lokaler Datenspeicherung. Alle Videosequenzen werden in der Cloud gespeichert, die mit 5 Euro monatlich zu Buche schlägt. Eine kostenfreie Basisversion? Leider Fehlanzeige.

© Chris Bertko / MyFox verschließt das Objektiv mechanisch um die Privatsphäre zu schützen

Fazit

Um das „Zuhause ist alles in Ordnung"-Gefühl wiederherzustellen, gibt es viele Möglichkeiten, „live“ in die eigenen vier Wände zu schauen. Damit man nicht gleich zu Big Brother wird, sollte man ein paar Optionen zum Schutz der Privatsphäre schützen.

 

Es empfiehlt sich auf Kameras zu setzen, die die Videosequenzen nicht in die Cloud legen. Außerdem brauchen diese Cloudfunktionen in der Regel ein kostenpflichtiges Abo. Über eine längere Laufzeit rechnen sich so meist die höheren Anschaffungskosten von Kameras ohne Abo-Modelle.

 

Zudem sollte die Kamera nicht nur via eigener App die Möglichkeit bieten, die Aufnahmefunktion zu deaktivieren. Denn im Alltag wird das schnell mal vergessen. Nur wenn es vollautomatisch passiert, fügt sich die Kamera nahtlos in den Alltag ein und vermittelt kein „Big Brother is watching you"-Gefühl.

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