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Title: Sicherheit
7 Tipps für ein sicheres Smart Home

Smart Home Vernetzung ohne Sicherheitsrisiken

Mehr Technik im Smart Home bedeutet auch mehr Sicherheitsrisiken. Doch wie kann man bei der Vernetzung im Smart Home für mehr Sicherheit sorgen? Mit diesen 7 Tipps!

©iStock.com/Visivasnc

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Die Sicherheitsexperten der Firma ESET haben einen Selbstversuch gemacht und sich aus 12 Geräten ein typisches Einsteiger Smart Home zusammengebaut. Mit dabei waren unter anderem ein Amazon Echo, Kameras von D-Link, eine Wetterstation von Netatmo, eine WLAN-Steckdose von TP-Link und eine Waage von Nokia Health. Dann ging es an die Sicherheitsanalyse. Das Problem: Bei allen Geräten gab es etwas zu beanstanden. Trotz dieses ernüchternden Ergebnisses sollte man die Flinte aber nicht ins Korn werfen, denn es gibt Möglichkeiten, die Sicherheitsrisiken im Smart Home zu minimieren.

©Screenshot Jörg Geiger/AV-Test prüft nicht nur Virenscanner, sondern auch die Sicherheit von Smart Home Geräten.

Tipp 1: Smart Home Geräte richtig auswählen

Das Thema Sicherheit muss schon vor dem Kauf eines Smart Home Geräts als wichtiges Kriterium auf der Agenda stehen. No-Name-Produkte, bei denen man nicht mal sicher sein kann, wer genau es gebaut hat, sollte man meiden. Besser sind Markenprodukte bekannter Hersteller. Die liefern neben detaillierten Beschreibungen auch Datenschutzerklärungen. Auch wenn es mühsam ist, sollte man sich dort einen Überblick verschaffen. Gut ist, wenn beim Thema Datenschutz klar ist, warum bestimmte Daten verwendet werden. Nimmt sich ein Hersteller zu viele Rechte, sollte man ihn meiden. Man sollte zusätzlich nach Sicherheitszertifikaten Ausschau halten, etwa einer TÜV-Zertifizierung oder einem Siegel von AV-Test. Gute Hersteller liefern auch eine ausführliche und trotzdem verständliche Beschreibung der verwendeten Sicherheitsstandards.

©Screenshot Jörg Geiger/Viele Smart Home Geräte sind am besten in einem Gast-WLAN aufgehoben.

Tipp 2: Gast-WLAN verwenden

Hat man sich für ein Smart Home Gadget entschieden, will das normalerweise ins heimische WLAN. Hier ist eine Trennung sinnvoll, bei der die Smart Home Komponenten in einem Gastnetz unter sich sind. So hält man einerseits Sicherheitslücken fern von wichtigen Daten auf Computern oder Netzwerk-Speichern. Andererseits wappnet man sich auch gegen ein Standardvorgehen vieler Hersteller. Viele Smart Home Geräte gewähren Zugriff von überall aus. Damit das möglichst einfach klappt, kontaktiert man per App einen Server des Geräteherstellers und der liefert dann die Daten, zum Beispiel von der Webcam im Garten. Damit das klappt, muss natürlich dem Hersteller der Fernzugriff auf das heimische Netzwerk gestattet werden. Grundsätzlich kann man dieses Spiel der WLAN-Aufteilung noch weiter treiben, wenn es denn der WLAN-Router unterstützt. Smart-TV oder Streaming-Box könnte man dann auch in ein eigenes Netzwerk-Segment einordnen, denn sie brauchen zumindest Zugriff auf Netzwerk-Speicher.

Tipp 3: Passwörter absichern

Hat ein Gerät einen echten Mangel, wird man das als Benutzer nicht gelöst kriegen. Bietet ein Hersteller zum Beispiel keine Möglichkeit an, den Zugang zu einer Webcam über ein eigenes Passwort zu schützen, sollte man die Geräte zurück geben. Ein absolutes Muss ist nämlich, die Standardpasswörter bei der Konfiguration zu ändern. Das bedeutet dann, die Zugangs-PIN "0000" einfach auf zum Beispiel "4892" umzubiegen. Noch besser sind natürlich Passwörter, statt "admin" können Sie bei einem vernünftigen Gerät "SI"(_s03dWbx" setzen.

©Screenshots Jörg Geiger/Smart Home Geräte müssen regelmäßig auf Updates geprüft werden.

Tipp 4: Updates einspielen

Beim Eingangsbeispeil von ESET taten sich einige Hersteller dadurch hervor, dass sie auf die gefundenen Mängel reagiert haben. Fehler in Verschlüsselungen oder andere Bugs lassen sich in vielen Fällen über Firmware-Updates beheben. Auch das ist ein Qualitätsmerkmal, wenn ein Hersteller sich um Updates kümmert. Da nicht bei allen Geräten automatische Updates möglich sind, sollte man sich einen festen Termin machen, alle paar Wochen die Smart Home Geräte zu aktualisieren.

Tipp 5: Fernzugriff per VPN

Wer sich selbst einen Fernzugriff auf das heimische WLAN einrichtet, um auf diese Weise auf Smart Home Geräte zuzugreifen, sollte das über ein VPN (Virtual Privat Network) tun. Gängige WLAN-Router erlauben diese Art des Fernzugriffs, der den Datenverkehr in einen verschlüsselten Tunnel packt.

Tipp 6: Router und Smartphone absichern

Zentral für Smart Home Komponenten sind WLAN-Router als Zugangspunkte und Smartphones als Steuerelemente. Beide Geräte sollten auch optimal abgesichert werden. Dazu zählen vor allem Updates sowie sichere Zugangspasswörter.

©F-Secure/ Ein aktueller Trend ist die Integration von Schutzkomponenten für das Smart Home in den WLAN-Router.

Tipp 7: Sicherheits-Check machen

Sicherheit kann man leider nicht auf einmal erledigen und dann zu den Akten legen, es ist wie beim Sport, man muss dranbleiben, um Erfolge zu erzielen. Glücklicherweise gibt es auch immer mehr Helfer, die die Sicherheit im Smart Home prüfen. Zum Beispiel kann man den Bitdefender Home Scanner verwenden, um das heimische WLAN und die angeschlossenen Geräte auf Sicherheitslücken zu prüfen. Geräte wie F-Secure Sense gehen noch einen Schritt weiter und packen Sicherheit für alle vernetzten Geräte in den WLAN-Router. Diese Art des Schutzes hat zwar ihren Preis, aber auch das größte Potenzial.

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