Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Egardia, Myfox, Abus

Smarte Alarmanlagen in der Übersicht

Wir stellen drei der beliebtesten Alarmsysteme vor, die dank Smart-Home-Funktion zu intelligenten Wächtern werden.

© Abus

© Abus

Schon eine klassische Alarmanlage kann ein effektives Mittel sein, um Einbrecher in die Flucht zu schlagen – oder sie beim Anblick der Außensirene von vornherein vom Einbruchversuch abzuhalten. Wie gut, dass es das smarte Zuhause gibt, denn mit der Vernetzung werden auch Sicherheitssysteme intelligenter, und der Nutzer hat die Möglichkeit, rund um die Uhr mit seinem digitalen Wächter in Kontakt zu stehen. Wir stellen drei Lösungen vor.

Egardia – Rundumservice mit Zusatzkosten

Eine Lösung ist die drahtlose Alarmanlage von Egardia. Das Einsteigerpaket ist für rund 300 Euro zu haben und enthält eine Smart-Home-Hauszentrale mit eingebauter Sirene (104 dB), einen Bewegungsmelder, zwei Öffnungsmelder sowie ein Pincode-Bedienteil mit Paniktaste. Das Gateway muss an den Strom und an den Internet-Router angeschlossen werden, die Installation dauert laut Hersteller nur rund 30 Minuten. Eine Notstromversorgung ist inklusive. Die Komponenten lassen sich durch mitgelieferte Klebesticker an Fenstern, Türen und Wänden befestigen. Vorteil an der Egardia-Alarmanlage: Sie ist nahezu unendlich erweiterbar, bis zu 160 drahtlose Zubehörteile lassen sich anlernen. Damit können nicht nur sämtliche Zugänge zum Haus geschützt werden, auch gegen Feuer und Wasserschäden kann man sich rüsten. Das Egardia-Angebot umfasst zum Beispiel noch Rauchmelder, Wassermelder, Kohlenmonoxidmelder oder Glasbruchmelder. Auch eine Nachtsichtkamera oder eine Außensirene mit Blinklicht können angebracht werden.

© Egardia / Das Starterpaket umfasst die Zentrale mit Sirene, Bewegungsmelder, Öffnungsmelder und ein Bedienteil.

Doch kein Vorteil ohne Nachteil, denn um die Alarmanlage in vollem Umfang nutzen zu können, ist eine kostenpflichtige Registrierung beim Egardia Sicherheitsdienst nötig. Für 8,95 Euro im Monat gibt es Funktionskontrollen rund um die Uhr sowie Anrufe, SMS und E-Mails bei Alarm und die weltweite Steuerung des Systems über die App (für iOS und Android). Bis zu sechs Kontaktpersonen können angegeben werden. Außerdem hat man so die Möglichkeit, weitere Szenarien im Smart Home zu erstellen, indem man die smarte Steckdose von Egardia zuschaltet. So lassen sich auch Heizung oder Beleuchtung steuern. Wer zusätzlich die Videokamera nutzen möchte, zahlt nochmal vier Euro extra für Videoaufnahme im Alarmfall, Zugriff auf die Videos über das Smartphone und Speicherung auf der Cloud. Die Dienste können zwar monatlich gekündigt werden, doch ohne das Abo wird aus der smarten Alarmanlage „nur“ noch ein herkömmliches Alarmsystem, das sich nur lokal bedienen lässt. Noch mehr Infos zur Egardia Alarmanlage haben wir in einem separaten Text zusammengestellt.

Myfox – clevere Sensoren

Prävention ist das Stichwort bei Myfox Home Alarm. Diese smarte Alarmanlage soll Einbrüche verhindern, bevor sie passiert sind. Das heißt, das System schlägt bereits Alarm, wenn es einen Einbruchsversuch als solchen erkennt – also dann, wenn sich der Täter noch nicht Zutritt zum Haus verschafft hat. Möglich machen das die Intellitags. Das sind intelligente Sensoren für Öffnungen aller Art, also Türen, Fenster, Garagentore oder auch Dachfenster. Sie erkennen, ob es sich um ein normales Ereignis handelt – beispielsweise, ob der Wind an der Tür rüttelt oder jemand anklopft. Das unterscheiden sie anhand der Vibrationen, die an Tür/Fenster stattfinden. Sobald sie das Ereignis als Einbruchversuch analysiert haben, wird der Alarm ausgelöst.

Das Starterpaket Home Alarm kostet rund 280 Euro und umfasst eine 110 dB laute Indoor-Sirene, einen Intellitag-Sensor, eine Fernbedienung und den sogenannten Link. Dieser ist per WLAN mit dem Internet verbunden, bei ihm laufen alle drahtlosen Elemente zusammen. Insgesamt können bis zu 50 Intellitags in das System integriert werden. Die intelligenten Sensoren lassen sich einzeln oder im Fünferpack nachkaufen. Für Herbst 2016 sind außerdem noch Bewegungssensoren und eine Sirene für innen und außen angekündigt. Alle Geräte verfügen über eine Sicherheitsbatterie, falls der Strom ausfällt.

© Myfox / Die Produktrange von Myfox.

Für die Videoüberwachung gibt es die Myfox Security Camera. Das besondere an ihr: Sie besitzt eine motorisierte Blende, die der Nutzer selbst steuern kann. So kann er sich absolut sicher sein, dass die Privatsphäre auch gegeben ist, wenn er sie wünscht. Das ganze System lässt sich über die passende App (für iOS und Android) steuern und verwalten. Zugänge an Familie und Freunde können nach Belieben vergeben und wieder entzogen werden. Zusätzliche Diente können kostenpflichtig dazugebucht werden. Für knapp zehn Euro monatlich bekommt man Rund-um-die-Uhr-Service in Kooperation mit dem Dienstleister Axa Assistance. Wird ein Einbruchversuch erkannt, kommt ein Sicherheitsmitarbeiter von Axa Assistance zum Haus, um nach dem Rechten zu sehen. Ist tatsächlich ein Einbruch passiert, bewacht die Security das Haus so lange, bis der Besitzer wieder da ist. Nutzt man die Myfox Security Camera, fallen für die Nutzung des Videospeichers ebenfalls zusätzliche Kosten an.

Abus Smartvest – unkomplizierte Lösung

Auch Abus hat mittlerweile eine smarte Alarmanlage im Sortiment. Die Smartvest-Funkalarmanlage lässt sich komplett über die passende App (für iOS und Android) steuern, die Installation soll dank Plug and Play und vorkonfigurierten Komponenten im Basispaket schnell und einfach sein, auch ohne technische Vorkenntnisse. Das konnte unser Autor Detlef Meyer beim Test der Abus Smartvest bestätigen. Das Basispaket besteht aus einer Zentrale mit Notstromversorgung, einem Öffnungsmelder, einem Bewegungsmelder, einer Fernbedienung und einer Funk-Steckdose. Preis: knapp 400 Euro. Die Zentrale verfügt über eine 90-dB-Sirene, die im Fall des Falles loslegt – gleichzeitig werden Push-Benachrichtigungen aufs Smartphone gesendet. Ebenfalls praktisch: Das integrierte Hygrometer meldet Veränderungen der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit. Durch die Funk-Steckdose lassen sich außerdem Anwesenheitssimulationen und andere Szenarien mit angeschlossenen elektronischen Geräten einrichten.

© Abus / Die Smartvest ist schnell und einfach zu installieren.

Insgesamt können bis zu 32 Funk-Komponenten und vier IP-Kameras angelernt werden. Die Zubehörteile sind so ausgestattet, dass sie mehrmals am Tag Funktionskontrollen durchführen und sich bei der Zentrale rückmelden. Neben den genannten Bestandteilen hat Abus beispielsweise auch eine Funk-Sirene mit LED-Licht für innen und außen sowie WLAN-Kameras (jeweils für innen und außen) im Angebot. Die Daten werden auf SD-Karte gespeichert, ein Cloud-Speicher wird nicht angeboten. Im Vergleich zu den beiden anderen Anbietern verzichtet Abus bewusst auf ein Abo-Modell, daher gibt es auch keine versteckten Kosten. Eine transparente Lösung für alle, denen die gängigen Funktionen einer smarten Alarmanlage ausreichen.

Fazit

Alle Systeme erfüllen ihren Zweck und sind um nützliche Komponenten erweiterbar. Die Kaufentscheidung dürfte damit von den Anschaffungskosten und der Frage abhängen, ob man bereit ist, pro Monat zusätzliches Geld in Abonnements zu investieren. Für Smart-Home-Einsteiger könnte die Abus Smartvest mit ihren klassischen Funktionen und der umfassenden App ohne versteckte Zusatzkosten die beste Lösung sein.

Andere Artikel mit Themen: Sicherheit, Alarmanlage

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei Media Markt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück