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Title: Sicherheit
Smart Home Kaufberatung

Smarte Alarmanlagen richtig kaufen

Wer mehr für die Absicherung von Wohnung oder Haus tun will, kann sich eine Smart Home Alarmanlage holen. Wir geben Tipps, worauf man beim Kauf achten sollte.

© Gina Sanders / Fotolia

© Gina Sanders / Fotolia

Smart Home Alarmanlagen können die Sicherheit zu Hause erhöhen, aber nur, wenn die Voraussetzungen dafür stimmen. Denn bevor man sich mit smarten Alarmanlagen beschäftigt, muss die grundlegende Sicherheit an Türen und Fenstern stimmen. Die meisten Einbrüche werden nach Angaben der Polizei schnell und ohne viel Spezialwissen durchgeführt, ein schwer zu knackendes Schloss schreckt oft schon ab oder schlägt Diebe nach einigen Fehlversuchen in die Flucht. Wer noch mehr für die Sicherheit zu Hause tun will, kann selbst eine Smart Home Alarmanlage nachrüsten. Besonders ansprechend sind dabei die kabellosen Alarmanlagen, denn sie lassen sich überall mit überschaubarem Aufwand nachrüsten und sind dank Bedienung per App, Android und iOS werden unterstützt, für jedermann einfach zu nutzen. Diese Kaufberatung erklärt, was Smart Home Alarmanlagen können, wo Unterschiede liegen und worauf man beim Kauf achten sollte.

© Gigaset / Der einfache Einstieg gelingt bei Smart Home Alarmanlagen mit einem Komplett-Set.

1. Smart Home Alarmanlage kaufen

Natürlich kann man sich eine Alarmanlage auch von einer Firma einbauen lassen. Dann hat man selbst gar keinen Aufwand und bei Spezialisten kann man davon ausgehen, dass alles läuft, wie es soll. Der Haken: Das ist teurer als eine Smart Home Alarmanlage, die man selbst einbaut. Besonders schwer ist der Einbau von Smart Home Alarmanlagen ohnehin nicht, wer selbst auch Lampen oder Vorhangstangen montieren kann, bringt die nötigen handwerklichen Fähigkeiten mit. Die Technik ist noch einfacher an den Start zu bringen. wer schon mal einen WLAN-Router eingerichtet hat, sollte auch die Smart Home Alarmanlage einrichten können. Die Anbieter von Smart Home Alarmanlagen haben verschiedene Backgrounds: Da gibt es Sicherheitsspezialisten wie Abus. Die Firma ist seit fast 100 Jahren in der Sicherheitsbranche unterwegs und bietet schon länger Smart Home Alarmanlagen an, dazu aber auch Vorhängeschlösser oder Fenstergitter. Vorteil: Die Lösungen sind sehr gut durchdacht und werden von erfahrenen Sicherheitsexperten entwickelt. Und wer klassische Einbruchssicherheit mit smarter Technik kombinieren will, kriegt dort alles aus einer Hand. Aber es gibt auch Smart Home Alarmanlagen aus anderen Bereichen, etwa vom Hausautomationsspezialisten Somfy oder von Gigaset elements, die viele Nutzer aus dem Bereich der Telefonanlagen kennen. Auch Blaupunkt, Olympia, Devolo oder König sind rund um smarte Alarmanlagen aktiv. Im Gegensatz zu Abus besteht das tägliche Business dieser Unternehmen nicht nur aus Sicherheit, was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. Hat man zum Beispiel schon mit Netzwerk-Geräten von Devolo gute Erfahrungen gemacht, kann man sich die Alarmanlagen auch mal ansehen. Was für alle diese Hersteller spricht: Sie pflegen ihre Produkte gut, bieten viel Infomaterial und lassen Kunden auch bei Problemen nicht im Regen stehen. Der erste Tipp ist also, sich bei Smart Home Alarmanlagen an bekannte Marken zu halten.

2. Smart Home Alarmanlage als Komplett-Set

Wer den Rundumschlag zur Absicherung von Wohnung oder Haus wagen möchte, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder ein Starterset kaufen oder alle Komponenten individuell zusammenstellen. In der Praxis ist zwar eine Kombination aus beiden meist am besten, den leichteren Einstieg liefern aber Komplett-Sets. Sie bestehen aus einer zentralen Steuerbox, die ins heimische Netzwerk eingeklinkt wird und verschiedenen Zusatzmodulen, etwa Funksensoren für Türen und Fenster, Alarmsirenen, Sicherheitskameras, schaltbaren Steckdosen sowie Rauch- oder Wassermeldern. Die komplette Kommunikation dieser Alarmanlagen-Komponenten läuft über die Zentrale und Nutzer verwalten Einstellungen über eine mitgelieferte App.

© Honeywell / Smarte Alarmanlagen gibt es als Komplett-Sets in verschiedenen Größen.

3. Komplett-Sets für verschiedene Ansprüche

Die Hersteller haben schnell erkannt, dass Kunden vor allem die zusammengestellten Komplett-Sets gut finden und bieten deshalb Bundles für verschiedene Ansprüche an. Abus hat zum Beispiel sein Smartvest-Set für Wohnungen oder Häuser geschnürt. Die Lösung für Wohnungen enthält neben der Zentrale je eine Funksteckdose, einen Bewegungsmelder, eine Fernbedienung sowie einen Öffnungsmelder. Das Komplett-Set für ein Haus enthält die Komponenten aus dem Wohnungspaket plus einen zusätzlichen Bewegungsmelder und vier zusätzliche Öffnungsmelder. Wichtig, die Zentrale hat eine eingebaute Sirene, Außensirenen oder Kameras kann man zusätzlich kaufen. Somfy hat die Sirene nicht in der Zentrale verbaut, packt diese aber als Zusatzkomponente in sein Starter-Set sowie drei Tür-/Fensterkontakte und einen Bewegungsmelder. Sollte das Komplett-Set nicht perfekt passen, was wahrscheinlich bei der Mehrheit der Eigenheime der Fall sein wird, kann man es immer noch gezielt erweitern. Sie sind aber ein guter Einstieg. Gigaset elements bündelt seine Smart Home Alarmanlagen in den Größen "S", "M" und "L". Käufer können sich damit grob an der Größe ihres Eigenheims orientieren.

© Abus / Abus verbaut in seiner Zentrale eine lautstarke Sirene.

4. Smart Home Alarmanlage: Zentrale

Was können die Zentralen einer Smart Home Alarmanlage? Zweifellos sind sie das Herzstück einer smarten Alarmanlage, ohne Zentrale funktioniert nichts. Fällt die Zentrale aus, ist die Alarmanlage lahmgelegt. Doch ein einfacher Stromausfall wirft die meisten Zentralen nicht aus der Bahn, denn die Hersteller verbauen Akkus oder liefern zumindest Batterien mit, die im Notfall die Stromversorgung sichern. Im Betrieb sind die Alarmanlagen damit zumindest größtenteils einsatzfähig, sprich Zentrale und Sensoren laufen auch bei unterbrochener Hausstromversorgung. Doch Vorsicht, das gilt nicht für alle Komponenten, etwa verlangen viele Sicherheitskameras nach einer eigenen Steckdose. Was hinzu kommt, ohne Strom läuft kein WLAN-Router und damit ist auch die Internet-Verbindung tot, sprich die Push-Nachrichten oder E-Mail-Benachrichtigungen können nicht zugestellt werden. Doch auch für solche Fälle kann man vorsorgen, das GPRS-Starter-Set von Honeywell beispielsweise hat einen SIM-Karten-Schacht und kann Benachrichtigungen über das Mobilfunknetz absetzen. Für große Vorhaben sollte man vor dem Kauf einen Blick auf die Anzahl der unterstützten Komponenten werfen, die man an eine Zentrale anbinden kann. Abus zum Beispiel kann pro Zentrale 32 Funkkomponenten und vier IP-Kameras vernetzen.

© Logitech / Eine Sicherheitskamera gehört in vielen Fällen zum optionalen Zubehör.

5. Smart Home Alarmanlage: Kamera

Eine Kamera ergänzt eine Smart Home Alarmanlage sehr gut, denn man kann ohne viel Aufhebens einen Blick in das Zuhause oder auf das eigene Grundstück werfen. Grundsätzlich unterscheidet man hier zwischen Kameras für den Außen- und den Innenbereich. Da im Freien eine robuste Bauweise gefragt ist, kosten die Outdoor-Sicherheitskameras meist einen Tick mehr als die IP-Kameras für innen. Die meisten Sicherheitskameras können Bewegungen oder sogar Personen erkennen und benachrichtigen ihre Besitzer auf dem Smartphone. Gleichzeitig zeichnen sie auch Videos auf und speichern sie wahlweise bei einem Cloud-Anbieter oder als Backup lokal auf einer Speicherkarte. Dank Nachtsichtfunktion erkennt man auch im Dunkeln das eingefangene Bild ganz gut und viele Kameras bringen ein Weitwinkel-Objektiv mit oder lassen sich sogar schwenken, was den Sichtbereich erheblich erweitert.

6. Smart Home Alarmanlage: Sirene

Eine montierte Außensirene kann am eigenen Haus schon abschreckend wirken, bei Wohnungsbesitzern ist sie dagegen weniger wichtig. Oft ist auch schon in der Zentrale der Smart Home Alarmanlage eine Sirene verbaut, die laut genug ist, dass Nachbarn aufmerksam werden. Wichtig, in der Regel kontaktieren die Smart Home Alarmanlagen nicht selbständig die Polizei, sondern melden sich per Push-Mitteilung auf dem Smartphone des Besitzers. Die Sirenen sind aber bei den meisten Smart Home Alarmanlagen dermaßen laut, dass Nachbarn bestimmt aufmerksam werden. Das sollte die meisten Einbrecher abschrecken.

© Abus / Nützliches Zubehör sind schaltbare Steckdosen und an Häusern gut sichtbare Außensirenen.

7. Smart Home Alarmanlage: wichtige Komponenten

Was sind die wichtigsten Komponenten für eine Smart Home Alarmanlage? Wichtig sind vor allem Türen- und Fenstersensoren, die registrieren, wenn der Zugang zur Wohnung aufgehebelt wird. Auch Bewegungsmelder sind eine sinnvolle Anschaffung. Wer diese Grundausstattung hat, kann sich über eine Sicherheitskamera Gedanken machen, denn die erlaubt den unverbindlichen Blick ins Eigenheim. Für Nutzer, die schon andere Smart Home Komponenten am Start haben, kann eine Smart Home Alarmanlage auch gleich mit schaltbaren Steckdosen gekoppelt werden. Damit lässt sich ganz einfach Anwesenheit simulieren. Auch Rauch- und Wassermelder können gekoppelt werden. Das hat zwar nichts mit dem Verhindern von Einbrüchen zu tun, ist aber eine smarte Möglichkeit, um auf Notfälle in Wohnung oder Haus schnell aufmerksam zu werden.

8. Smart Home Alarmanlage: wichtige Funktionen

Mit zu den wichtigsten Funktionen gehört die einfache Einrichtung einer Smart Home Alarmanlage. Die Zentrale sollte die verwendeten Komponenten automatisch erkennen, also eine Plug-and-Play-Funktion bieten. Die meisten Anbieter verwenden entweder einen Knopf, um die Anlernphase der Komponenten zu starten oder erlauben die Ersteinrichtung per App. Das geht in der Regel schnell, aber wer eine ganze Wohnung absichern will, sollte dafür auf jeden Fall einen halben Tag einplanen. Auch Einstellungen sollten sich vom Nutzer einfach per App setzen lassen. Ob das nur lokal im heimischen Netzwerk klappt oder von überall aus per Cloud-Anbindung ist Geschmackssache, Fernzugriff ist aber generell eine überlegenswerte Komfortfunktion. Apropos App: Die Smart Home Alarmanlagen sollten Nutzer per App informieren, wenn die verbundenen Sensoren ungewöhnliche Dinge registrieren. Bei Tür- und Fensterkontakten ist das recht eindeutig, Bewegungssensoren sollten kleine Haustiere ignorieren können, damit nicht jeder nächtliche Spaziergang der Hauskatze Alarm auslöst. Überhaupt verfügen die gängigen Smart Home Alarmanlagen über eine Zuhause-Funktion, bei der Tür- und Fensterkontakte weiterhin scharf geschaltet sind, die Bewegungsmelder aber Pause machen.

9. Smart Home Alarmanlage: Kosten

Die Anschaffungskosten für Smart Home Alarmanlagen variieren, Starter-Sets beginnen ab rund 250 Euro, etwa das Smart Home Security Set von König. Je nach Ausbaustufe kann man aber auch mehr als das Doppelte ausgeben. Was hinzukommen kann, sind Abos für die Cloud-Anbindung bzw. den Fernzugriff und andere Dienstleistungen. Außerdem wichtig: Nutzer können nicht davon ausgehen, dass ein Komplett-Set immer wie die Faust aufs Auge passt, das heißt man muss unter Umständen noch zusätzliche Sensoren sowie Kamera oder Sirene hinzukaufen. Auch hier sind die Preise je nach Hersteller unterschiedlich, für einen Tür- oder Fenstersensor muss man rund 10 bis 50 Euro einplanen, Sirenen liegen um die 100 bis 150 Euro und für eine IP-Kamera muss man auch schon mindestens 150 Euro ausgeben.

© Philips / Das Zusammenspiel mit Hue-Lampen ermöglicht Anwesenheitssimulation.

10. Smart Home Alarmanlage vernetzen

Die Anbieter der Smart Home Alarmanlagen gehen unterschiedlich vor, was die Integration in bestehende Systeme sowie die Zusammenarbeit mit anderen Smart Home Komponenten betrifft. Gigaset elements zum Beispiel hat seinen Smart Home Alarmanlagen eine Anbindung an Philips Hue spendiert und auch Sprachsteuerung per Google Assistent ist möglich. Bei Einbruchsverdacht schalten sich die vernetzten Hue-Lampen automatisch ein, das sollte die meisten Einbrecher in die Flucht schlagen. Wer keine Hue-Lampen hat, kann aber auch schaltbare Steckdosen mit einer Smart Home Alarmanlage kombinieren. Abus ist Teil der sogenannten Smart Friends Initiative, der auch die Unternehmen Paulmann, Schellenberg und Steinel angehören. Gekennzeichnete Produkte der Markenhersteller aus den Bereichen Licht, Sicherheit, Heizungssteuerung und Antriebstechnik sind damit untereinander kompatibel und lassen sich mit einer zentralen App steuern.

11. Smart Home Alarmanlage: Anwesenheitssimulation

Schon der Anblick einer Überwachungskamera kann Einbrecher in die Flucht schlagen, ebenso ein laute Sirene. Ein weiteres wirksames Mittel ist die Anwesenheitssimulation, spricht Licht in der Wohnung oder ein eingeschalteter Fernseher. Zu diesem Zweck liefert Abus zum Beispiel eine schaltbare Steckdose mit, an die man zum Beispiel einfach einen Deckenfluter anschließen kann. Jetzt kann man entweder ein festes Szenario festlegen, sodass beispielsweise immer um 20 Uhr das Licht angeht oder man koppelt die Steckdose mit einem Fensterkontakt oder Bewegungssensor, sprich, wenn jemand am Fenster hantiert oder im Flur eine Bewegung erkannt wird, geht das Licht an.

© Gigaset / Smart Home Trends wie Sprachassistenten greifen auch auf Alarmanlagen über.

12. Alternativen zu Smart Home Alarmanlagen

Es muss nicht immer gleich eine komplette Smart Home Alarmanlage sein, denn die Komplett-Sets liegen meist jenseits der 300 Euro. Das ist zwar für die gebotenen Komponenten in Ordnung, aber nicht jeder braucht so eine große Lösung. Oft geht es einfach nur darum, einen Blick in die heimische Wohnung zu werfen, um zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Dann ist vielleicht auch einfach eine Sicherheitskamera die bessere Lösung. Andere Schutzmaßnahmen, etwa eine Anwesenheitssimulation, kriegen Sie auch mit smarten Beleuchtungslösungen wie Philips Hue alleine hin. Man kann also mit smarten Gadgets auch ohne Smart Home Alarmanlagen mehr für die Sicherheit von Wohnung oder Haus tun.

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