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Title: Sicherheit
Rauchmelderpflicht

Smarte Beschützer gegen Brandgefahr

Seit Januar besteht für alle Neubauten bundesweite Rauchmelderpflicht. Welchen Vorteil bietet die smarte Variante der Rauchmelder?

© rcfotostock / Fotolia

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Mehr als 500 Menschen kommen in Deutschland Jahr für Jahr als Opfer von Bränden ums Leben. Um dies zu ändern, haben mittlerweile alle Bundesländer eine Rauchmelderpflicht eingeführt. Entsprechende Geräte müssen laut Gesetz seit Jahresbeginn in allen Neubauten vorhanden sein. Für ältere Gebäude gilt (mit Ausnahme Sachsens) eine Übergangsfrist. Bestandsgebäude müssen entsprechend nachgerüstet werden. Berlin und Brandenburg bieten hierfür das größte Zeitfenster an. Bis spätestens Ende 2020 muss dort die Nachrüstung vollzogen sein.

© Bosch / Rauchmelder sind seit Anfang des Jahres in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und die smarte Variante wird immer beliebter.

Fakten zur Rauchmelderpflicht 

Dass eine solche gesetzliche Vorgabe Leben retten kann, zeigt das Beispiel der USA. In den Vereinigten Staaten besteht die Rauchmelder-Verpflichtung bereits seit über 40 Jahren und in dieser Zeit ist die Anzahl der Brandopfer um stolze 50% zurückgegangen.

In Deutschland steht Rheinland-Pfalz an der Spitze der Rauchmelder-Initiative. Die Mainzer Landesregierung hat bereits 2003 entsprechende Bestimmungen verabschiedet, die das Vorhandensein von Rauchmeldern regelt. Brandschutz ist allerdings Ländersache, der in der jeweiligen Landesbauordnung (LBO) geregelt wird. Das erklärt die von Bundesland zu Bundesland zeitlich und inhaltlich unterschiedlichen Vorschriften.

Mittlerweile haben alle 16 Bundesländer entsprechende Beschlüsse auf den Weg gebracht. Allen Vorschriften gemein ist die Örtlichkeit, an denen Meldegeräte angebracht sein müssen. Rauchmelder müssen in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Fluchtwege dienen, vorhanden sein. Küchen und Bäder sind von dieser Regelung ausgenommen, da heißer Wasserdampf beim Kochen und Duschen relativ schnell Fehlalarme auslösen kann. Wer auch diese Räume absichern möchte, kann alternativ zu einem Hitzemelder greifen. Solche Geräte reagieren nicht auf Rauch und Dampf und schlagen nur dann Alarm, wenn die Hitzeentwicklung über ein gesundes Maß hinausgeht.

© Fibaro / Viele Smart Home-Hersteller haben Rauchmelder in ihrem Portfolio.

Wer zahlt?

Die beim Einbau entstehenden Kosten muss in der Regel der Vermieter tragen, darf diese dann aber auch teilweise auf die Miete umlegen. Auch für die Wartungskosten gelten unterschiedliche Vorschriften. Grundsätzlich muss mindestens einmal pro Jahr ein Funktionstest durchgeführt werden, den der Mieter normalerweise relativ leicht selber vornehmen kann. Fällt diese Pflicht in den Zuständigkeitsbereich des Vermieters, kann er die anfallenden Wartungskosten zu den Nebenkosten hinzurechnen.

Was muss ein Rauchmelder können?

Um den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden, muss kein teures High-Tech-Equipment gekauft werden. Im Prinzip erfüllt jedes Gerät, das gemäß DIN EN 14604 zertifiziert ist, die gestellten Anforderungen. Entsprechende Meldegeräte erfüllen folgende Kriterien:

§  Der Signalton erreicht eine Mindestlautstärke von 85 dB in drei Meter Entfernung

§  Das Gerät verfügt über eine Funktionsüberprüfung

§  Ein anstehender Batterie-Austausch wird 30 Tage vorher wiederkehrend signalisiert

§  Die Rauchmess-Kammer ist von allen Seiten zugänglich

§  Die Öffnungen der Rauchmess-Kammer sind nicht größer als 1,3 mm und sind gegen das Eindringen von Insekten geschützt.

Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung werden in Deutschland zusätzlich durch die Vorschriften der DIN-Norm 14676 geregelt.

Geräte, die diese Normen erfüllen, gibt es bereits recht günstig im Baumarkt und im Elektrofachhandel. In aller Regel handelt es sich hierbei um Einzellösungen, die im Fall eines Brandes ein Sirenensignal auslösen und den Betroffenen auf diese Weise akustisch wecken und alarmieren.

© rauchmelder-lebensretter.de / Die Auswahl der Rauchmelder auf dem Markt ist riesig.

Smarte Rauchmelder

Der Natur dieser Installationen ist es somit geschuldet, dass der Bewohner nur dann der Gefahr gewahr wird, solange er sich in unmittelbarer Nähe des Rauchmelders aufhält. Sobald er ein Stockwerk tiefer oder gar nicht zuhause ist, bemerkt er einen Brand unter Umständen erst dann, wenn es schon zu spät ist.

An dieser Stelle kommt das Smart Home ins Spiel. Natürlich haben sich diverse Hersteller auch bereits des Themas Brandschutz angenommen und intelligente Lösungen für Rauchmelder entwickelt. Derartige Angebote variieren in ihrer Funktionsvielfalt und somit auch im Preis. Basisangebote bieten allerdings schon App- und Smartphone-Unterstützung an. So erhält der Mieter oder Wohnungsbesitzer zusätzlich zum Sirenenalarm Warnmeldungen auf sein Mobilgerät. Auch die regelmäßig erforderlichen Funktionstests können per Fingertipp ausgeführt werden.

Andere Angebote kommen gleich im Bundle mit mehreren Geräten, die sich untereinander verbinden. Ein Alarm im Obergeschoss wird bei diesen Meldern dann auch zeitgleich im Keller signalisiert, sodass die Bewohner zeitnah Gegenmaßnahmen einleiten können. Selbst ein Direktalarm an die nächstgelegene Feuerwehrstation ist im Funktionsumfang einiger dieser smarten Rauchmelder integriert.

Smarte Rauchmelder warnen also nicht nur die Wohnungs- und Hausbewohner vor Feuergefahr, sie sind sogar in der Lage, selbständig Hilfe herbei zu holen.

 

 

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