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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Kreative IP-Kamera

Smarte Überwachungstechnik ganz niedlich

Bis jetzt war Hausüberwachung ein eher dröges Thema. Eine kleine Eule kann das jetzt mit Glubschaugen und smarter Technik ändern.

Niedliche Überwachungskamera names Ulo

© Vivien Muller / Ulo

Erschreckend: Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche in Deutschland hat den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht. Alle dreieinhalb Minuten wird in Deutschland ein Einbruch verübt. IP-Kameras sollen helfen, Langfinger abzuschrecken und dingfest zu machen. Lange Zeit waren solche Überwachungskameras in erster Linie funktional und langweilig. Nun kommt Schwung in den Markt: Clevere Lösungen wie Arlo von Netgear zeigen, wo’s langgeht. Diese unkomplizierten Produkte kann jeder in wenigen Minuten in Betrieb nehmen und kinderleicht per App bedienen. Noch einen Schritt weiter geht ein neues Projekt namens Ulo. Es packt smarte Technik in ein entzückendes Eulen-Gehäuse.

Guckt mal, wer da guckt

Eine Überwachungskamera im Eulen-Look? Allein dieser Ansatz klingt verrückt. Noch verrückter sieht es allerdings nach dem Einschalten aus, wenn Ulo seine Glubschaugen öffnet. Dabei handelt es sich um zwei kleine LCD-Bildschirme, die der Kamera sozusagen Leben einhauchen. Die Pupillen verfolgen nicht nur Bewegungen im Umfeld, sondern zeigen etwa durch hängende Augenlider einen niedrigen Akkustand an. Das muss man gesehen haben! 

Ulo from Vivien Muller on Vimeo.

Technisch top

Doch Ulo ist nicht nur putzig. Auch die dahinterstehende Technik hat einiges zu bieten. Die Kamera, die sich im Schnabel versteckt, bietet etwa Full-HD-Auflösung. Das ist schon einmal ungewöhnlich gut für eine Überwachungskamera, die für Kickstarter-Unterstützer derzeit lediglich rund 170 Euro (inklusive Versand) kostet. Ebenso sind ein Mikrofon und WLAN im aktuellen AC-Standard an Bord. Sogar ein Lautsprecher ist im Vogel eingebaut, sodass theoretisch Unterhaltungen möglich sind. Erfahrungsgemäß spielt dabei aber die träge IP-Technik nicht mit, die durch Verzögerungen keinen echten Gesprächsfluss zulässt.

Kommt ohne Kabel aus

Einen großen Vorteil im Vergleich zu vielen anderen IP-Kameras bietet überdies der eingebaute Lithium-Akku. Dadurch lässt sich Ulo überall vollkommen unabhängig von Kabeln genau dort positionieren, wo Überwachung gerade gefragt ist, beispielsweise im Kinderzimmer vorm Bettchen, im Wohnbereich vor der Terrassentür oder im Waschraum vorm Bügelbrett („Schatz, habe ich das Bügeleisen ausgeschaltet?“). Damit nicht genug: Da Ulo wetterfest ist, lassen sich sogar Garage, Einfahrt oder auch der Hasenstall im Garten im Auge behalten. Das geschieht wahlweise per Browser oder Smartphone-App.

Tolle Möglichkeiten fürs Smart Home

Klasse ist zudem die Verknüpfung mit dem Internet-Dienst IFTTT. Hinter dem sperrigen Namen versteckt sich ein cleverer Service, der nicht nur für Social-Media-Freunde hochinteressant ist. Das Kürzel steht für „If This Then That“, frei übersetzt „wenn dies passiert, dann mache das“. Die Idee: die Kombination verschiedener Web-Dienste mit kompatiblen Geräten. Mögliche Ulo-Einsatzmöglichkeiten:

  • Bei Verlassen der eigenen vier Wände automatisch den Überwachungsmodus von Ulo scharfschalten.
  • Bei Vorkommnissen Fotos oder Videos nicht nur auf der eingebauten SD-Karte, sondern auch beim Cloud-Dienst Dropbox speichern.

Darüber hinaus lässt sich Ulo auch mit anderen IFTTT-tauglichen Geräten kombinieren. Wer etwa ein Hue-Lichtssystem einsetzt, könnte einstellen, dass sich nachts bei Bewegungserkennung bestimmte Lampen einschalten oder dass die Heizung automatisch hochfährt, wenn die Bewohner nach Hause kommen. In diesem Bereich wird es mit Sicherheit noch viele weitere interessante Ideen geben, wie schon jetzt die Verknüpfung mit Online-Wetterdiensten: Bei Regen zieht Ulo eine Schnute, während sie bei strahlendem Sonnenschein gute Laune bekommt.  

Schlapper Akku

Bei aller Begeisterung für die tollen Möglichkeiten sorgt aber vor allem ein Punkt für gedämpfte Begeisterung: Bei dauerhafter Aktivierung samt Augenbewegungen beziffert der Hersteller die Akkulaufzeit auf lediglich zwei Tage. Und im reinen Überwachungsmodus soll Ulo bereits nach einer Woche schlappmachen. Für einen Urlaub kann das zu wenig sein. Immerhin besteht die Möglichkeit, Ulo am USB-Kabel zu lassen, um so eine dauerhafte Überwachung zu gewährleisten. Dadurch leidet allerdings die schicke Optik sowie die Freiheit, Ulo überall einsetzen zu können.

Erst ab Herbst 2016 im Handel

Wer jetzt trotzdem denkt „Das muss ich haben!“, sollte sich aber noch ein wenig gedulden. Erst im November 2016 bekommen die ersten Käufer Ulo ausgehändigt. Als Unterstützer des Kickstarter-Projekts gibt’s die smarte Eule ab 149 Euro zuzüglich 20 Euro Versandkosten. 

Fazit

Internet-fähige Überwachungskameras sind im Grunde ein alter Hut. Wenn Ulo aber all das hält, was sie verspricht, hat die Eule das Zeug zum Smart-Home-Hit: ein drolliges Gehäuse, das die ganze Familie anspricht, sowie clevere Technik, die das Leben sicherer und einfacher macht.

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