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Automatischer Türöffner

Smartes Türschloss DanaLock: App-schließen statt abschließen

Hände voll, Haustür zu? Kein Problem - DanaLock, ein elektronisches Türschloss, öffnet eigenständig. Wie gut das funktioniert, zeigt der Test.

Frau geht mit Einkaufstüten auf eine Haustür zu, dabei hat ssie ihr Smartphone sichtbar in der Hosentasche.

© Soular GmbH & Co. KG.

Schlüssel: Welch ein Anachronismus! Während wir unsere Bankgeschäfte am Smartphone erledigen und selbst Toilettenpapier online bestellen, schleppen die meisten von uns ein klimperndes, sperriges Ungetüm namens Schlüsselbund mit sich herum. Das ist nicht nur unbequem, sondern kostet bei Verlust auch einen Haufen Geld und Nerven. Aus diesem Grund erscheinen immer mehr smarte Schlosslösungen, die stets die perfekte Kombination aus Sicherheit, Komfort und absoluter Kontrolle versprechen. Mal sehen, wie sich das DanaLock schlägt.

Türknauf mit moderner Technik

DanaLock ist eine Kombination aus Schließzylinder und einem per App steuerbaren Motor. Dieser wird auf der Innenseite der Tür montiert und dreht dann auf Befehl mit der Kraft von vier 3-V-Lithium-Batterien das Türschloss auf und zu. Das geschieht wahlweise per App, per Knopfdruck oder ganz altmodisch wie bei einem Türknauf per Drehung des Außenrings. Ebenso ist es möglich, das Schloss an der Außenseite klassisch per Schlüssel zu öffnen, dazu liegen fünf entsprechende Exemplare der Packung bei – sicher ist sicher.

DanaLock und Smartphone mit zugehöriger App

Einbau eigentlich einfach

Doch zunächst einmal muss das gute Stück eingerichtet werden. Das ist eigentlich keine Zauberei, würde der Hersteller Smartlock die Sache nicht unnötig erschweren. Der Verpackung liegen nämlich nicht nur sämtliche Teile der drei verschiedenen Länderversionen bei, sondern auch eine Installationsanleitung für alle Ausführungen. Das macht es nicht gerade übersichtlich. Im Prinzip muss der Nutzer aber nur die passende Länge des Schließzylinders ausmessen, ihn tauschen, die Halterung anbringen und daran dann das DanaLock selbst befestigen. Selbst mit zwei linken Händen sollte das in rund 15 Minuten erledigt sein. Anschließend geht’s ans Einrichten per App. Die ist eigentlich auch selbsterklärend, produzierte aber im Test immer wieder merkwürdige Fehlermeldungen. 

Nie wieder Schlüssel herausgeben

Die Person, die sich als erste am Schloss angemeldet hat, ist der „Master“. Nur er kann weitere Personen einladen. Praktisch: Dabei lässt sich auswählen, ob der Eingeladene dauerhaften Zugang, wiederkehrenden (zu bestimmten Zeiten) oder einmaligen Zugang haben darf – ideal etwa für Familienmitglieder, Haushaltshilfen oder Handwerker. Solche Personengruppen benötigen dank DanaLock keinen Schlüssel mehr, registrieren und App herunterladen reicht. Ebenfalls praktisch: Wenn sich jemand per App Zutritt zum Haus verschafft und es wieder verschließt, wird der Master darüber informiert. So lässt sich etwa kontrollieren, ob die Haushaltshilfe ein wenig früher Feierabend oder der Teenie länger als verabredet Party gemacht hat. 

Haustür öffne dich - dank elektronischem Türschloss

Ob sich die Haustür schneller per App oder per Schlüssel öffnet, darüber lässt sich vortrefflich streiten. Zumindest muss man nicht unbedingt den Schlüsselbund mit sich herumschleppen, sollte aber unbedingt darauf achten, dass der Smartphone-Akku nicht schlappmacht. DanaLock bietet zudem die sogenannte Auto-Unlock-Funktion: Anhand der Bluetooth- und GPS-Signale des Smartphones erkennt DanaLock den heimkommenden Besitzer und öffnet vollautomatisch die Tür inklusive Türklinke. Das ist richtig klasse, wenn es denn funktionieren würde. Im Test war das leider nicht immer der Fall, und auch viele Nutzer berichten über Bluetooth-Verbindungsprobleme und andere Schwierigkeiten, wenn die Tür per App entriegelt werden soll. Es scheint, dass es vom Smartphone-Typ und der jeweiligen Betriebssystemversion abhängt, ob und welche Fehler auftreten.


Solider Einbruchschutz nur mit Extrazylinder

Zum Thema Sicherheit: Die Übertragung der Befehle ist gut geschützt, bislang gibt es keine Meldungen über erfolgreiche Hacker-Angriffe. Der mitgelieferte Schließzylinder bietet allerdings nur Standardqualität, sodass ihn Einbrecher einfach aufbohren können. Besseren Schutz bieten Hochsicherheitszylinder, die sich DanaLock-tauglich umrüsten lassen, aber mit höheren Kosten zu Buche schlagen. Mit einem Zylinder mit Aufbohrschutz, etwa dem Keso 4000s, kostet das DanaLock (ohne Z-Wave für Heimautomation) statt rund 230 Euro gleich 340 Euro. 

Fazit

Es hat wirklich etwas Magisches, wenn einem die Auto-Unlock-Funktion wie von Geisterhand die Haustür öffnet. Wenn es zuverlässig funktionieren würde, wäre DanaLock eine feine Sache. Sowohl im Test als auch in der Praxis klappt allerdings nicht immer alles hundertprozentig – und das darf bei einem Haustürschloss nicht passieren. Bis die Entwickler alle Schwachstellen beseitigt und ein komplett ausgereiftes Produkt geschaffen haben, sollten Käufer des DanaLock besser weiterhin einen Ersatzschlüssel mitnehmen.

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