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Sicherheit zu Hause

Türspion 2.0: Digitale Türüberwachung von Abus und Co.

Ein gutes Hilfsmittel gegen unerwünschte Besucher ist das Guckloch in der Tür. Das gibt es nun auch in vernetzter Form.

Frau überprüft mit dem Abus-Türspion, wer vor der Tür steht.

© ABUS AUGUST BREMICKER SÖHNE KG

Es klingelt an der Tür – aber man erwartet niemanden. Klar, wer sichergehen will, schaut durch den Türspion. Das Guckloch, das den unbemerkten Blick durch das Türblatt erlaubt, ist seit Jahrhunderten als simples, preiswertes und effektives Sicherheits-Hilfsmittel bekannt. Längst wurde es mit einer Weitwinkel-Linse ausgestattet, die einen Blick von bis zu 200 Grad ermöglicht. Und heute? Der gute alte Türspion wird jetzt digital und gehört damit selbstverständlich in jedes smarte Heim.

Abus Bildschirm statt Mini-Okular

Erwähnenswert ist der „Digitale Türspion DTS3214“ (rund 75 Euro) vom Schloss-Spezialist Abus: Von der Hausflurseite aus betrachtet, sieht er aus wie ein herkömmlicher Spion mit einer normalen Glaslinse. Dahinter sitzt aber eine kleine Digitalkamera mit einer Auflösung von 0,3 Megapixeln. Auf der Innenseite ist sie per Datenkabel mit einem TFT-Bildschirm verbunden. Dessen recht große Bildschirmdiagonale von fünf Zentimetern macht das Erkennen auch für Personen mit Sehschwierigkeiten, aber ebenfalls für Kinder und Rollstuhlfahrer bequemer. Der Schirm zeigt auf Knopfdruck, was das 105-Grad-Weitwinkelobjektiv aufnimmt. Der Abus-Spion ist laut Hersteller für Türen mit bis zu 110 Millimetern Dicke geeignet, sein Bildschirm soll sich mit einem Satz von drei AAA-Batterien bis zu 2.000 Mal aktivieren lassen. Und wer mehr will: Die Gerätevariante DTS3214rec kann auch Standbilder aufnehmen und speichern und hat zusätzlich eine Nachtsichtfunktion.

Der digitale Türspion DTS3214 von Abus hat einen recht großen Bildschirm

Doorbird der Türspion spricht mit dem Smartphone

Eine clevere Idee steht hinter dem „Doorbird“: Das Gerät wird anstelle des Klingelschilds angebracht und per Netzwerkkabel oder WLAN mit dem heimischen Router verbunden. Von dort können Bild und Ton an das Smartphone übertragen werden. Nutzer können dann über das Handy jeden Besucher sehen und mit ihm sprechen – auch dann, wenn der Bewohner gerade nicht zu Hause ist. So kann man zum Beispiel dem Paketboten sagen, bei welchem Nachbarn er die Sendung am besten abgeben soll.

Der Doorbird D101 black smartview

Doorbird arbeitet mit einer eingebauten HD-Kamera, die einen Fischaugen-Weitwinkel von 180 Grad erfasst. Ein Bewegungssensor meldet, wenn draußen jemand vor der Tür steht. Ein Nachtsichtmodus und ein Mikrofon zur Nutzung als Gegensprechanlage sind ebenfalls mit an Bord. Auch das Koppeln von Doorbird an schon vorhandene Fenster-/Türsensoren soll laut Hersteller kein Problem sein. Den Doorbird gibt es in fünf Gehäusevarianten, die alle mit der gleichen Technik ausgestattet sind, sich aber im Design unterscheiden. Alle Doorbirds werden in Deutschland hergestellt, was auch den recht hohen Preis von 349 Euro für die einfachste Ausführung erklären könnte.

Ab Mai 2016 erhältlich: Peeple 

Ein weiteres Sicherheitssystem für die Tür ist Peeple: Das kleine Gerät in Format und Größe einer Cremedose ist kein eigener Türspion, verwandelt aber einen vorhandenen, normalen Türspion in einen digitalen. Das Gerät, das ab Mai für rund 150 US-Dollar (etwa 135 Euro) erhältlich sein soll, wird einfach auf der Innenseite der Tür über dem Türspion befestigt. Peeple nimmt dann das Bild auf und sendet es über das hauseigene WLAN an das Smartphone des Bewohners. Hierfür erforderlich ist eine entsprechende App, die für iOS und Android angeboten wird. Kein Türspion vorhanden? Peeple soll sich auch ganz einfach an ein Fenster oder eine Glastür setzen lassen. 

Einziger kleiner Haken: Weil Peeple eigentlich für den US-Markt gedacht ist, reagiert es in der Grundversion nur auf Klopfen, denn in den USA klingelt man im Regelfall nicht, viele Häuser haben nicht einmal eine Klingel. In Europa soll aber eine Verbindung mit der Türklingel als Zubehör erhältlich sein.

Netatmo Welcomeder clevere Spion für den Innenbereich

Die Kamera "Netatmo Welcome“ (rund 200 Euro) ist kein Türspion im engeren Sinn, sondern eine Überwachungskamera, die im Innenbereich mit Blick auf die Eingangstür platziert wird. Das Besondere an der Kamera: Sie „merkt“ sich Gesichter, speichert Fotos ab und meldet sich per Smartphone-App, Tablet oder PC beim Besitzer, wenn Unbekannte den Raum betreten. Das kann sinnvoll sein, wenn man überwachen will, wen die Kinder mit nach Hause bringen oder wenn man zum Beispiel eine Ferienwohnung vermietet. 

Fazit

Die Jahrhunderte alte Sicherheitslösung „Türspion“ lässt sich mit Smart Home-Technologie sinnvoll aufpeppen. Von sehr einfachen und preiswerten Lösungen bis zur High-End-Überwachung mit Gesichtserkennung gibt es einige spannende Produkte für ein sichereres Heim.

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