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Praxistest

Video-Überwachung mit dem Netgear Arlo WLAN System

Netgear verspricht mit Arlo die ersten komplett Kabel-freien HD-Video-Sicherheits-Kameras mit WLAN und Batterie-Betrieb. Wetterfest, für drinnen und draußen. Die Überwachungs-Aufnahmen sind per Cloud-Service weltweit abrufbar, auf allen gängigen Rechnern, Tablets und Smartphones.

Netgear Arlo im Test

© Harald Karcher

Das Arlo-Sicherheits-System ist schnell erklärt: Arlo-WLAN-Kameras (Netgear VMC3030) überwachen Babys, Kinder, Oma, Opa, Hunde, Katzen - im schlimmsten Falle auch mal Einbrecher.

Die Kameras haben eine Auflösung bis maximal 720x1024-Pixel, das entspricht ungefähr Normal-HD bei Fernsehern. Full-HD oder sogar 4K-Auflösung, wie man es von Actioncams bereits gewohnt ist, bietet die Arlo jedoch nicht. Mikrofon und Lautsprecher sind in den Video-Cams nicht verbaut: Fern-hören und fern-sprechen via Kamera sind also nicht möglich.

Arlo-Cams lassen sich dank WLAN-Funkanbindung, Batterie-Betrieb und Magnet-Befestigung sehr flexibel und elegant installieren. Der starke Magnet hält die Kamera überraschend gut an Metallflächen fest: Am Kühlschrank, an Treppen, Türen, Fenstern oder Zargen aus Metall, an einem Pfosten oder Gartenzaun aus Stahl. Wer will, kann aber auch bohren und schrauben, etwa an Schränken, Wänden und Decken.

Das Starter-Set besteht aus der Basis-Station, zwei Arlo-Kameras und vier magnetischen Haltern.

Bis zu fünf Arlo-Kameras senden ihre Video-Clips per WLAN-Funk zunächst an eine smarte Arlo-WiFi-Basis-Station (Netgear VMB3000). Diese Basis hängt in der Regel am heimischen Internet-Anschluss und schickt die Video-Ströme ruckzuck auf die Cloud-Server von Netgear.

Die wetterfesten Indoor-Outdoor-Kameras (Schutzklasse IP65) haben Nachtsicht- und Bewegungs-Sensoren verbaut. Letztere können Alarm auslösen, sobald sich Menschen, Tiere oder Gegenstände im Sichtfeld bewegen. Alarme werden, samt Videoclips, auf alle mit der Arlo-Cloud verbundenen Endgeräte wie PC, Laptop, Tablet und Smartphones übertragen, weltweit, wo immer eben ein Internet-Zugriff möglich ist. So kann man sich beispielsweise das Video vom Einbruch anschauen, sobald der Schurke daheim vom Bewegungs-Sensor ertappt wurde.

Installation im Überblick

Das Starter-Set enthält zwei WLAN-Kameras und eine WLAN-Basis-Station. Die Kameras gibt es auch einzeln ohne Basis-Station nachzukaufen. Im Test kam ein Starter-Set plus zwei Zusatz-Kameras, in Summe also vier Arlo-Video-Kameras an einer Arlo-Basis-Station, zum Einsatz.

Ein übersichtlicher Installations-Assistent führt durch die Einrichtung der Kameras.

Die Installation der Arlo-Basis an einer AVM Fritzbox 7390 samt VDSL-50 klappte viel einfacher als befürchtet, weil das schlaue Cloud-System quasi alle nötigen Systemteile automatisch aus der Ferne erkannte und den Tester ganz zügig durch die Einrichtung führte. Wenn alles derart glatt verläuft, muss der Anwender wirklich so gut wie keine Ahnung von IT, Netzwerk, WLAN, Router, Cloud, DHCP und IP-Adress-Zuweisungen haben. Laut Kommentaren im Internet soll es aber auch Fälle geben, in denen die Erst-Einrichtung nicht so spontan klappen wollte.

Wer mehr als fünf WLAN-Kameras gleichzeitig braucht, muss eine zweite Arlo-Basis-Station haben. Bei elf bis 15 Kameras braucht man eine dritte Basis-Station. Mehr als 15 Kameras pro Haushalt sind im Cloud-Service bislang nicht vorgesehen. Das Arlo-Angebot zielt nämlich auf Privat-Anwender und Klein-Betriebe, nicht auf die große Unternehmens-Überwachung.

Die smarte Basis-Station Netgear VMB3000 und die schicken Arlo-Video-Kameras VMC3030 sollen laut Netgear durch künftige Firmware-Updates noch weitere Funktionen bekommen. Zum Beispiel sollen auch bald smarte, bunte LED-Birnen über WLAN-Funk mit dem Arlo Smart Home System zusammen spielen können.

Cloud-Zugriff per Desktop, Laptop, Tablet, Handy?

Im Test wurde mit sehr unterschiedlichen Endgeräten allzeit schnell auf die Arlo-Cloud zugegriffen. Zum Einsatz kamen ein Acer Predator 5900 Tower-PC (Windows 7), ein 4K-Laptop Toshiba Satellite P50t-B-10T (Windows 8.1), ein Apple iPhone 6 Plus sowie ein LG G4 Smartphone samt Android-App aus dem Google Playstore.

Arlo auf dem PC

Der 4K-Laptop „Toshiba Satellite P50t-B-10T“ hat ein scharfes Display mit tollen Farben, einer Ultra HD Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, und einer Diagonalen von 39,6 cm (15,6-Zoll). Da wirken Videos besonders schön, auch jene aus der Arlo-Überwachungs-Cloud. Dank Touch-Screen bedient man die Arlo-Cloud auf Wunsch auch mit dem bloßen Finger. Lediglich für mobile Alarme in der Hosentasche sind Laptops und größere Tablets dann doch zu sperrig: Dafür eignet sich ein smartes Telefon mit großem Display, etwa ein Apple iPhone 6 Plus oder ein LG G4, allemal besser.

Arlo auf dem Smartphone

Sowohl im Google Play Store als auch im Appstore von Apple ist Netgear mit einer offiziellen App für Arlo vertreten. Android- und iOS-App sind gut gemacht und auf den großen Displays der Testgeräte mit 5,5 Zoll macht das Steuern der Cams richtig Spaß. Im Prinzip hat der Nutzer in der App den kompletten Funktionsumfang wie auf dem Windows-Rechner. Allein Konfigurationsänderungen gehen etwas schlechter von der Hand, da man des Öfteren in Bildschirm-Menüs scrollen muss.

Auf Smartphones mit großen Displays wie dem LG4 gelingt die Arlo-Bedienung sehr gut.

Die Video-Qualität war im Test sowohl im WLAN als auch über die LTE-Netze von Vodafone und der Deutschen Telekom sehr gut. Als Faustregel gilt: Wer YouTube-Videos in 720p-Auflösung unterwegs schauen kann, hat auch keine Probleme beim Abspielen der Arlo-Videos. Allein auf das Datenlimit der Flatrate sollte man immer ein Auge haben. Je nach Tarif surft man sonst schon nach wenigen Minuten Arlo-Videos bis zum Monatsende mit gedrosseltem Tempo.

Fazit

Keine Kabel, keine Drähte, keine Sorgen? Die Arlo Smart Home Security Kamera, Modell Netgear VMC3030 glänzt durch ihr schickes Design, gute Video-Qualität bis zu 720 x 1024 Pixel, wetterfestes Gehäuse bis Schutzklasse IP65, sowie Nachtsicht und Bewegungs-Erkennung. Mikrofon und Lautsprecher sind in den Arlos aber nicht verbaut, fern-hören und fern-sprechen somit nicht möglich.

Die Kameras lassen sich dank WLAN-Funkanbindung, Batterie-Betrieb und Magnet-Befestigung flexibel und elegant installieren.

Die aufgenommenen Überwachungs-Videos werden in der Cloud gehostet, gestreamt, verwaltet und archiviert. Der Zugriff auf die Cloud und damit auf die Videos ist mittels Browser oder Apps von allen gängigen Rechnern, Tablets und Smartphones aus möglich.

Ob die jeweils vier Batterien pro Kamera tatsächlich vier bis sechs Monate durchhalten, konnten wir in zwei Wochen Testzeit nicht verifizieren. Auf alle Fälle sollte man regelmäßige Kosten für neue Batterien des Typs CR-123 einplanen.

Ansonsten bleibt es spannend, welche weiteren Funktionen die smarte Basis-Station Netgear VMB3000 und die schicken Arlo-Video-Kameras VMC3030 durch künftige Firmware-Updates noch bekommen werden. Laut Netgear sollen auch bald smarte, bunte LED-Birnen über WLAN-Funk mit dem Arlo Smart Home System zusammen spielen können.

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