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Title: Sicherheit
Bargeldloses Zahlen

Wenn das Smartphone die Geldbörse ersetzt

Mobile Payment soll sich nach dem Willen der Anbieter endlich auch in Deutschland durchsetzen. Noch sind viele Systeme aber nicht breit genug einsetzbar.

© Payback / Die Anzahl der Payback-Partnerunternehmen für Mobile Payment soll weiter steigen.

© Payback / Die Anzahl der Payback-Partnerunternehmen für Mobile Payment soll weiter steigen.

Die Schlagzeile, dass das Bargeld in Deutschland bald „abgeschafft“ werde, gelangt mit einiger Sicherheit jedes Jahr in die Nachrichten. Nur: es passiert auch genauso oft nicht viel. Nach einer Studie der Bundesbank aus dem Jahr 2017 trug jeder Deutsche im Schnitt 107 Euro an Bargeld bei sich. Und das, obwohl das Bezahlen „mit der Karte“ im Supermarkt, in der Boutique oder an der Tankstelle sich längst etabliert hat.

Allerdings wurden laut Bundesbank-Studie kleinere Beträge im Café, beim Bäcker, in der Bar oder im Zeitschriftenladen noch immer zu mehr als 90 Prozent mit Münzen oder kleinen Scheinen beglichen.

Mobile Payment beginnt sich durchzusetzen

Dennoch geht Medienberichten zufolge die überwiegende Mehrheit der Deutschen davon aus, dass Kleingeld in wenigen Jahrzehnten keine große Rolle mehr spielen wird. Und daran dürfte die wachsende Verbreitung bargeldloser Zahlungssysteme entscheidenden Anteil haben, die das Smartphone gewissermaßen zur digitalen Geldbörse upgraden.

© Apple / Der US-Konzern ging im Dezember 2018 mit Apple Pay auch in Deutschland an den Start.

Die Technologie dieser Systeme scheint zwar weitgehend ausgereift und ausreichend simpel – schließlich will kein Kunde, der sich morgens rasch ein Brötchen holt, komplizierte Anmelde- und Bestätigungsverfahren absolvieren.

Noch sind die Systeme nicht überall einsetzbar

Ein Knackpunkt, der zumindest bei manchen Anbietern derzeit noch die Marktdurchdringung hemmt, dürfte aber die Tatsache sein, dass die Bezahlsysteme schlicht und einfach noch nicht überall so selbstverständlich genutzt werden können wie die Münzen aus der Hosentasche.

Zu den am weitesten verbreiteten Mobile-Payment-Systemen gehört Apple Pay, dass der Apple-Konzern in Deutschland Ende 2018 eingeführt hat – zumindest theoretisch, immerhin sind iPhones nach wie vor beliebt. Und auch mit Apple Watches ist das System nutzbar.

Für Apple Pay müssen die Nutzer in der App eine Kredit- oder Debitkarte hinzufügen. Zum Start wurden unter anderem Karten der Deutschen Bank, von Comdirect, American Express und einigen anderen Anbietern unterstützt.

Regionalbanken sind meist außen vor

Die in Deutschland weit verbreiteten Sparkassen und Genossenschaftsbanken waren zum Apple-Pay-Start dagegen ebenso wenig unterstützt wie Paypal.

© Visa / Google Pay kooperiert unter anderem mit Unternehmen wie Visa.

Apple versichert für sein Mobile-Payment-System, dass für jeden Bezahlvorgang ein einzigartiger Transaktionscode generiert werde, sensible Daten würden dagegen nicht auf Apple-Servern gespeichert oder den Händlern übermittelt. Die Bestätigung erfolgt bei Apple Pay über den persönlichen Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung.

Google kooperiert mit Paypal

Google Pay ist quasi das Gegenstück, das Mobile-Payment für Android-Geräte. Auch hier werden bei der Ersteinrichtung entsprechende Karten oder ein Paypal-Konto verknüpft. Danach kann beispielsweise an NFC-Terminals bezahlt werden oder innerhalb von Apps, in die das Google-Bezahlsystem integriert wurde. Auch an Google Pay beteiligen sich noch nicht alle Banken, die Sparkassen und Volksbanken fehlen bislang auch hier. Allerdings hat sich Google Pay durch die Kooperation mit Paypal und Mastercard bereits eine recht große Reichweite erschlossen. Auch Google betont, dass beim Bezahlen keine Kundendaten an den Händler übermittelt würden.

Payback: nicht mehr nur Punkte sammeln

Neben diesen beiden großen Namen der Digitalbranche wurden auch weitere Bezahlsysteme auf den Weg gebracht, um sich ein möglichst großes Stück vom potenziell boomenden Mobile-Payment-Kuchen zu sichern. Eines davon ist Payback Pay.

© Payback / Das Unternehmen kann bereits auf viele Millionen Teilnehmer am Rabattsystem verweisen.

Das Unternehmen, dass sich mit seinen Payback-Punkten und dem Rabattsystem längst im deutschen Sprachgebrauch verankert hat, ermöglicht bei aktuell neun Partnern, darunter Aral, die Drogeriemarktkette dm, Galeria Kaufhof oder die Buchhandelskette Thalia, das Einkaufen und Bezahlen per Payback-App. Bestätigt wird die Zahlung über eine persönliche PIN oder den Fingerabdruck, hinterlegt wird die Bankverbindung, die weder für Payback noch eines der Partnerunternehmen sichtbar werden. Durch seine Bezahlsystem bot Payback etlichen Millionen seiner bisherigen Teilnehmer einen neuen Mehrwert.

Blue Code: Rein europäisches System

Aus Österreich stammt das Mobile-Payment-System Blue Code. Seine Macher betonen nicht zuletzt, Blue Code sei das einzige europäische System, das unabhängig von US-amerikanischen Systemen funktioniere. Blue Code erlaubt bargeldloses Bezahlen sowohl über Android-Smartphones als auch über iPhones oder die Apple Watch, es funktioniert laut Anbieter über ein Girokonto und außerdem unabhängig vom Übertragungsweg.

© Blue Code / Für die Nutzung von Blue Code benötigt man ein Girokonto.

Bluetooth oder NFC sind damit ebenso möglich wie Barcode oder QR-Code. Noch ist Blue Code dabei, sein Netzwerk an Partnerbanken aufzubauen. Das nicht gerade kleine Ziel des Unternehmens ist, die europäische Alternative für Payment-Systeme aus den USA zu werden und gleichermaßen im Einzelhandel wie etwa in der Gastronomie übergreifende Verbreitung zu finden.

Wiederum zu den Platzhirschen dürfte Amazon Pay gehören. Der Bezahldienst des Online-Handelsriesen setzt auf bereits vorhandene Kundenkonten und ermöglicht das Shoppen bei zahlreichen Partnerunternehmen, die Amazon Pay auf ihrer Webseite anbieten. Das Frühstücksbrötchen kann man so allerdings noch nicht bezahlen.

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