Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Interview mit Nuki-Gründer

„Wir wollten eine einfache Lösung für jedermann“

Gute Ideen setzen sich durch: So ist es auch beim smarten Türschloss Nuki, einem Crowdfunding-Projekt. Wir haben mit CEO Martin Pansy gesprochen.

© Nuki

© Nuki

Smart Wohnen: Wie sind Sie auf die Idee mit Nuki gekommen? Was war Ihnen bei der Entwicklung wichtig?

Martin Pansy: Das war ganz einfach. Wir wollten nicht mehr ständig Schlüssel in unseren Hosentaschen herumtragen und haben uns daher auf die Suche nach einer Lösung für dieses Problem gemacht. Da man das Smartphone heutzutage ohnehin immer bei sich trägt, war klar, dass der physische Schlüssel auf das Smartphone wandern muss. Ein weiteres Kriterium für uns war, dass so viele Nutzer wie möglich ein Nuki installieren können. Daher wurde es eine einfache, nachrüstbare Lösung für jedermann.

Smart Wohnen: Wer steckt hinter Nuki?

Martin Pansy: Ich komme ursprünglich aus dem Finanzbereich, führe aber seit 2012 gemeinsam mit meinem Bruder Jürgen den Company Builder „Up To Eleven“ in Graz, Österreich. Unser Ziel ist es, neue digitale Produkte zu schaffen, die das Leben vereinfachen – wir unterstützen Gründer mit Ideen in diesem Bereich. Nuki passte natürlich wunderbar in diesen Gedanken. Wir haben das Projekt über Crowdfunding bei Kickstarter finanziert, das war ein unglaublich toller Erfolg. Dann haben wir Nuki gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern auf den Weg gebracht.

Smart Wohnen: Können Sie kurz erklären, wie Nuki funktioniert?

Martin Pansy: Das Nuki Smart Lock wird an der Innenseite der Tür über das bestehende Schloss und den bestehenden Schlüssel befestigt. Fortan dreht ein Motor im Nuki wie eine unsichtbare Hand den Schlüssel. Das Smart Lock lässt sich mittels Bluetooth aus der Nähe steuern, kann aber auch über eine Nuki Bridge ins eigene WLAN integriert werden. So kann es auch von überall aus gesteuert werden oder seinen Status anzeigen. Ein besonderes Feature ist Auto-Unlock: Dabei erkennt das Smart Lock die Annäherung des Bewohners und öffnet die Tür daraufhin automatisch, ganz ohne die Notwendigkeit, einen Schlüssel zu bedienen oder das Smartphone zu betätigen.

© Nuki

Smart Wohnen: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ich Nuki optimal nutzen kann?

Martin Pansy: Man benötigt ein Smartphone mit iOS- oder Android-Betriebssystem und einen europäischen Schließzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion. Ob Nuki für die eigene Tür passt, kann man auch direkt hier überprüfen: https://nuki.io/check

Smart Wohnen: Angenommen, jemand hat keine Smart-Home-Erfahrung – ist Nuki einfach zu bedienen?

Martin Pansy: Auf jeden Fall, denn das Produkt wurde explizit dafür entwickelt. Dies bestätigen auch schon erste Testberichte, die über das Nuki Smart Lock verfasst wurden. Die Installation klappt in weniger als drei Minuten, auch wenn keine Vorkenntnisse vorhanden sind. Man muss dazu lediglich zwei Schrauben anziehen und den Anweisungen in der App folgen.

Smart Wohnen: Braucht jeder, der für Nuki freigegeben werden soll, auch die App?

Martin Pansy: Nicht zwingend, denn Nuki bietet auch Möglichkeiten, die Tür weiterhin ohne Smartphone zu bedienen. An der Außenseite ist der normale physische Schlüssel weiterhin anwendbar, daher ist nach wie vor eine Nutzung ohne Smartphone möglich. Wer die Möglichkeiten von Nuki nutzen möchte, sein Smartphone aber nicht immer bei sich tragen will, sollte einen Nuki Fob nutzen. Dies ist ein kleiner Druckknopf, der als Fernbedienung für das Smart Lock dient.

Smart Wohnen: Was sagen Sie Skeptikern, die Angst vor Hackern haben oder der Technik nicht vertrauen?

Martin Pansy: Nuki muss einerseits die Sicherheit der Software (Schutz vor Hackern) wie auch die Sicherheit der Hardware (Einbruchschutz) gewährleisten. Daher haben wir unsere Kommunikationsprotokolle öffentlich gemacht, damit auch für jeden einsehbar ist, dass Nuki eine sichere Kommunikation wählt. Dazu stehen wir auch in regem Austausch mit der einschlägigen Community. Bezüglich der Sicherheit der Hardware wurde uns von mehreren Sachversicherungen bereits bestätigt, dass die Installation von Nuki nicht den Sicherheitsgrad der Tür beeinträchtigt, da die Installation ausschließlich an der Innenseite der Tür durchgeführt wird und ein reiner „Aufsatz“ auf den bereits bestehenden Schließmechanismus ist.

© Nuki / Die Nuki Bridge

Smart Wohnen: Was, wenn die Batterie des Schlosses oder des Smartphones leer ist?

Martin Pansy: Das Smart Lock setzt bei niedrigem Batteriestand eine Warnung auf das Smartphone des Besitzers ab. Wir gehen davon aus, dass eine Batterieladung je nach Nutzung sechs bis acht Monate hält, eine Warnung erfolgt ca. einen Monat vor Entleerung der Batterien. Der Batteriewechsel kann selbst durchgeführt werden, Nuki arbeitet mit Standard-AA-Batterien. Wenn der Akku des Smartphones leer ist, hilft ein Nuki Fob, ein anderer berechtigter Nutzer, der aus der Ferne aufsperren kann oder als letzter Ausweg natürlich der alte physische Schlüssel.

Smart Wohnen: Gibt es Zubehör/Ergänzungen für Nuki?

Martin Pansy: Das Nuki Smart Lock kommuniziert ausschließlich per Bluetooth. Das heißt, sämtliche Befehle können nur innerhalb der Bluetooth-Reichweite (ca. zehn Meter) abgesetzt werden. Mittels einer Nuki Bridge kann ein Smart Lock auch WLAN-tauglich gemacht werden und somit von überall bei vorhandener Internetverbindung gesteuert werden. So kann man jederzeit den Status seines Türschlosses am Smartphone einsehen, aus der Ferne öffnen/sperren oder Verwandten und Bekannten Zutrittsberechtigungen verleihen.

Smart Wohnen: Sind für die Zukunft noch weitere Entwicklungen geplant?

Martin Pansy: Nuki hat sich dem Thema „Smarte Zutrittssysteme“ verschrieben. Hier gibt es unserer Meinung nach noch viel Aufholbedarf, denn nur ganz wenige Systeme sind aktuell wirklich nutzerfreundlich. Welche Schritte dies genau sein werden, können wir leider heute noch nicht verraten.

Andere Artikel mit Themen: Sicherheit, Haustür, Schloss, Bluetooth

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei Media Markt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück