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Interview

ambiact: Der smarte Retter in der Not!

Viele Menschen leben alleine und sind im Notfall auf schnelle Hilfe angewiesen. Zwei deutsche Tüftler haben eine gute Idee.

Herr Frenken will mit Ambiact unsere Häuser sicherer machen.

© Dr.-Ing. Thomas Frenken

Herkömmliche Notrufsysteme funktionieren nur, wenn die betroffene Person selbst aktiv wird – was nicht immer möglich ist. Das Produkt „ambiact“ bietet eine bessere Lösung. Ein Gespräch mit dem Oldntec-Unternehmensgründer Dr.-Ing. Thomas Frenken (33) aus Oldenburg.

Herr Frenken, wieso möchten Sie schnellere Hilfe im Haushalt ermöglichen?

Thomas Frenken: Wir bei Oldntec haben vor einigen Jahren festgestellt, dass die technische Entwicklung bei den Hausnotrufen seit ihrer Einführung zu Beginn der Achtzigerjahre nahezu stehengeblieben ist. Gerät ein Anwender in seiner Wohnung in eine Notsituation, drückt er eine Alarmtaste. Dadurch wird per Telefonleitung Meldung bei der zuständigen Zentrale gemacht – etwa beim Deutschen Roten Kreuz oder der Johanniter-Unfallhilfe. Kann die Person aber zum Beispiel nach einem Sturz die Notfalltaste nicht erreichen, bleibt die Hilfe aus. Möglicherweise über Tage. Hier wollten wir eine bessere Lösung finden.

Und wie sieht die aus? 

Thomas Frenken: Fast jeder Mensch hat regelmäßig irgendwelche elektrischen Geräte im Gebrauch – sei es der Wasserkocher, die Kaffeemaschine oder auch nur eine Lampe. Unser Produkt, der ambiact, wird einfach zwischen den Stecker eines solchen Gerätes und die Steckdose eingesetzt. Nutzt der Anwender das Gerät über längere Zeit nicht, wird automatisch der Notruf abgesetzt.

Das heißt, Ihr ambiact funktioniert nur, wenn bereits ein Notrufsystem vorhanden ist?

Thomas Frenken: Richtig – aber natürlich kann man es auch gleich bei der Ersteinrichtung eines Hausnotrufes mitbestellen. Der ambiact lässt sich zusammen mit nahezu allen auf dem deutschen Markt eingesetzten Basisstationen nutzen.

Und was passiert, wenn der Alarm ausgelöst wird?

Thomas Frenken: Das kommt auf den Vertrag mit der jeweiligen Hausnotrufstelle an. Es kann ein Rückruf genügen, bei dem Entwarnung gegeben wird, im Extremfall kann aber auch durch die Notrufstelle der Einsatz von Feuerwehr und Krankenwagen veranlasst werden.

Was muss ich tun, wenn ich für mich oder einen Verwandten an einem solchen System interessiert bin?

Thomas Frenken: Wenden Sie sich einfach an eine der Stellen, die Hausnotrufe anbieten. In der Regel kennen diese das System schon. Falls nicht, weisen Sie darauf hin. Oldntec steht dann gerne beratend zur Seite.

Welche Kosten kommen auf einen zu?

Thomas Frenken: Aktuell bieten wir den ambiact nicht auf dem Verbrauchermarkt an. Er ist Bestandteil des Vertrages mit dem Hausnotruf-Dienstleister und wird auch darüber abgerechnet. In aller Regel kostet die Bestellung des ambiact keinen oder einen geringen Aufpreis von maximal fünf Euro monatlich.

Ist denn ein Einsatz ohne einen solchen Dienstleister gar nicht möglich?

Thomas Frenken: Noch nicht. Aber Oldntec arbeitet an einer Weiterentwicklung, mit der sich der ambiact auch ohne Anschluss an eine Hausnotruf-Basisstation nutzen lässt. Das Gerät könnte sich dann bei ausbleibender Aktivität zum Beispiel bei einer vorher angegebenen Rufnummer eines Verwandten bemerkbar machen.

Und wann dürfen wir damit rechnen?

Thomas Frenken: Dieses System wollen wir noch im Jahr 2016 zur Marktreife bringen.

Die Idee klingt ja recht naheliegend – ist da nicht schon vorher jemand darauf gekommen?

Thomas Frenken: Zu unserem Glück nicht. Wir sehen allerdings im ganzen Pflegebereich noch viel Potenzial für technische Innovationen, die das Leben lebenswerter machen.

Herr Frenken, wir danken für das Gespräch.

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