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Dring SmartCane: smarter Spazierstock

Das französische Unternehmen Dring hat den Fokus auf die ältere Zielgruppe gelegt und erfand den SmartCane, einen smarten Gehstock für Senioren.

© Dring

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Auf die Idee muss man erst einmal kommen: da bereits jeder Bereich des täglichen Lebens schon smarte Helfer kennt, suchten sich die Franzosen von Dring eine noch unbesetzte Nische und präsentierten auf der CES in Las Vegas den smarten Gehstock SmartCane. Wie muss man sich das vorstellen? Ein Spazierstock mit integrierter Kamera vielleicht? Oder mit Alarmsirene im Falle eines Überfalls? Nein, noch cleverer. Schließlich gab es dafür auch den Innovationspreis der CES.

Das IT-Unternehmen Dring stößt mit dem SmartCane in den smarten Healthcare-Bereich vor und bringt hier durchaus interessante Ansätze. Der Gehstock selbst wird von einem französischen Traditionsunternehmen gefertigt: Fayet gilt seit 1909 in Frankreich als der Hersteller für ergonomisch ausgefeilte Spazierstöcke, die Senioren im Alltag das Leben erleichtern. Alle Gehstöcke werden hier in Handarbeit gefertigt. Und diese spürbare Qualität soll auch der SmartCane bieten. Letztendlich ist es ein handelsüblicher Gehstock, der im Inneren durch einen Chip und an der Vorderseite durch einen LED-Ring ergänzt wurde.

© Dring / Der erste Gehstock mit smarter Technik.

Was macht ein smarter Gehstock?

Der SmartCane sieht aus wie ein herkömmlicher Gehstock mit einer Anzeige in Form eines LED-Kreises, der bei Nutzung leuchtet. Zusätzlich besitzt der smarte Spazierstock mehrere Bewegungssensoren, Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop. So erkennt das smarte Hilfsmittel die Gewohnheiten seines Benutzers, lernt mittels künstlicher Intelligenz-Algorithmen stetig dazu und kann dann unübliche Situationen wie Fallen oder geringe Aktivitäten erkennen und sofort darauf reagieren. Sämtliche Daten sollen dabei gesichert übertragen werden.

Zur Interaktion mit anderen Personen besitzt der smarte Gehstock ein autonom agierendes GSM-Modul, wie es in Mobiltelefonen verwendet wird. Diese wird bei Nutzung automatisch verbunden. Weitere Geräte sind zur Benutzung laut Hersteller nicht notwendig. Es können nun Kontaktpersonen hinterlegt werden, die im Falle einer außergewöhnlichen Situation per SMS, E-Mail oder Anruf direkt vom SmartCane benachrichtigt werden. Dank zusätzlichem GPS-Modul können hier auch Daten zum Standort des Gehstock-Nutzers eingebunden werden, so dass das Auffinden des Nutzers einfacher wird. Alarmierte Kontaktpersonen können das Signal bestätigen und dem Benutzer des Stocks so signalisieren, dass sein Hilferuf die Kontaktperson erreicht hat. Die Akkulaufzeit soll mehrere Wochen betragen.

© Dring / Gefertigt wird der SmartCane mit dem Traditionsunternehmen Fayet.

Wie wird der smarte Spazierstock verwendet?

Der SmartCane soll einfach wie jeder andere Stock genutzt werden und neben einem einfachen Handling und technischen Finessen zusätzlich das Selbstvertrauen der Senioren stärken. Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass Stürzen für ältere Menschen nicht nur körperliche Folgen hat, wie etwa einen Bruch oder eine Verstauchung. Auch seelisch bleibt ein Sturz nicht ohne Folgen. Der Senior verliert das Vertrauen in seine eigenen, mobilen Fähigkeiten und zieht sich öfter zurück, weil er Angst hat, erneut hinzufallen. Damit minimiert er seine körperliche Aktivität, die gerade im Alter wichtiger denn je ist.

Das Unternehmen Dring will die genutzte Technik aller Voraussicht nach demnächst auch in speziellen Arbeitsschuhen anbieten, denn prinzipiell kann das smarte Alarmsystem in alle tragbaren Kleidungsstücke und Produkte integriert werden. Erscheinen soll der SmartCane im September 2017 in mehreren Varianten und Farben. Einen Preis hat Dring nicht genannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass der SmartCane nur unwesentlich mehr kosten wird als ein herkömmlicher Gehstock.

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