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Sicherheit für Senioren

Erste Senioren-Smartwatch mit Notfallknopf

Jeder wünscht sich, dass die Großeltern lange selbstständig leben können. Dieses neue Notrufarmband hilft dabei.

Arm einer älteren Dame mit der Kanega-Watch

©2015 UnaliWear Inc.

Ein Armband mit Notfallknopf – darauf haben viele ältere Menschen wirklich gar keine Lust. Sie verstehen zwar den Sinn dieses im Notfall lebensrettenden Gadgets, fühlen sich dadurch aber als „hilflos“ stigmatisiert. Außerdem erinnert viele Nutzer der Look dieser Armbänder einfach zu sehr an ein Krankenhaus. Gibt es das nicht wenigstens auch in schön? Ja! Das texanische Unternehmen UnaliWear hat den Bedarf für ein attraktives, einfach zu bedienendes Produkt erkannt. Es bringt mit der Kanega Watch eine Smartwatch auf den amerikanischen Markt, die aussieht wie eine normale digitale Uhr, aber neben der Zeitanzeige und Notfall-Alarmfunktion noch weitere nützliche Features hat.

UnaliWear-Gründerin Jean Anne Booth

Unabhängigkeit mit Würde für Millionen von verletzlichen älteren Menschen soll sie bieten und dabei sehr einfach zu bedienen sein, weil sie ganz auf Knöpfe verzichtet. „Kanega“ ist ursprünglich ein indianisches Wort und steht für „sprechen“ – die Uhr lässt sich nämlich gänzlich mit Sprachbefehlen steuern. Ein Smartphone benötigt man als Nutzer der Kanega Watch nicht. Anders als beispielsweise die Apple Watch verbindet sie sich ohne weitere Geräte mit dem mobilen Internet

Medikamenten-Erinnerung und mehr

Mit Texthinweisen erinnert das Display an die Einnahme von Arzneien zum richtigen Zeitpunkt. Einmal eingespeichert, muss man sich nichts mehr merken. 

Kanega Watch

Routenplaner für den Alltag

Wo war noch mal das nette Café, in dem wir kürzlich waren? Wie komme ich nach dem ausgedehnten Spaziergang wieder nach Hause? Die Kanega Watch hat GPS an Bord und führt mit Richtungsanzeigen und Sprachbefehlen. Die kann man sich übrigens in geeignete Hörhilfen auch per Bluetooth-Funk direkt einspielen lassen.

Kanega Watch

Sturzsensor mit automatischem Notruf

Eine Horrorvorstellung: Man ist gestürzt und hilflos. Zum Service der Kanega Watch gehört eine laut Anbieter rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale. Registriert der in der Uhr verbaute 9-Achsen-Bewegungssensor einen Sturz, meldet sich die Zentrale und fragt, ob alles in Ordnung ist. Wenn nicht, ruft sie Hilfe herbei.

Sprachsteuerung

„OK, Google“, „Hallo, Siri“ – auf einen einfachen gesprochenen Befehl oder eine Anfrage hin liefert das Smartphone oder die Smartwatch Infos aus dem Internet. Was vor einigen Jahren noch bizarr erschien, ist heute fast schon eine Selbstverständlichkeit; die Bedienung ist jedem sofort geläufig. Auch die Kanega Watch arbeitet mit Sprachsteuerung. Und anders als bei den oben genannten Sprachdiensten kann man seinem Kanega-Assistenten einen eigenen Namen geben. Die alte Dame in dem Beispielvideo hat sich „Fred Astaire“ ausgewählt. Allerdings klingt die Stimme der Kanega Watch ziemlich blechern. Den Schmelz von Apples „Siri“ kann ihr der Hersteller ja vielleicht noch antrainieren.

Kanega Watch

Alltagstauglich

Im Gegensatz zu anderen Smartwatches ist die Kanega nicht nur wasserabweisend oder spritzwassergeschützt, sondern wirklich wasserdicht. Das war den Entwicklern besonders wichtig, denn so kann die Uhr auch beim Duschen getragen werden – an einem Ort, an dem sich besonders viele Stürze ereignen. Abnehmen muss man die Kanega aber zum Aufladen des Akkus, der immerhin dreimal so lange halten soll wie bei anderen Smartwatches.

Mobilfunk-Vertrag inklusive

Daran gekoppelt ist in den USA ein Servicevertrag sowie ein Mobilfunkvertrag. Ohne den wäre die Uhr nur in den eigenen vier Wänden und per WLAN nutzbar. Die Kosten für den Rund-um-die-Uhr-Service liegen in den USA derzeit bei etwa 35 US-Dollar pro Monat. 


Viele Unterstützer in den USA

Das Unternehmen UnaliWear hat mit einer Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter das Interesse an einer solchen Smartwatch ausgelotet. Mit Erfolg: Über 110.000 US-Dollar konnten eingesammelt werden. Die Kanega Watch ist seit dem Frühjahr 2016 in den USA in einer Testphase für Beta-Tester erhältlich, 2017 soll sie auch nach Europa kommen – wobei der Serviceanbieter derzeit noch nicht feststeht (Stand Mai 2016). Die Konkurrenz schläft aber auch nicht: Bereits jetzt gibt es bei uns ähnliche Produkte wie etwa die Smartwatch DateCare für rund 200 Euro, die jedoch an ein Smartphone gekoppelt werden muss. Zudem hat der chinesische Hersteller Haier im März 2016 eine Senioren-Smartwatch angekündigt. Doch deren genauer Funktionsumfang und Marktstart sind noch nicht bekannt, ebenso wie bei der vom Fraunhofer Institut entwickelten Senioren-Smartwatch.

Fazit

Das Konzept der Kanega Watch, die Senioren unterstützt und schützt, ohne dabei aufdringlich zu wirken, ist spannend. 2017 soll sie zu einem noch unbekannten Preis auch nach Europa kommen – bis dahin sollte das jetzt noch brandneue Produkt mit den Erfahrungen aus dem US-Markt ausgereift sein.

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