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Smart Home

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Title: Komfort
Ambient Assisted Living

Mehr Hilfe im Alltag: Human Support Robot

In Zeiten des Demografischen Wandels könnte Toyota mit dem Human Support Robot das Thema AAL (ambient assisted living) auf ein völlig neues Niveau heben.

© Toyota

© Toyota

Human Support Robot heißt das Projekt, an welchem Toyota seit nun mehr als 10 Jahren forscht. In Japan, dort wo der Automobilkonzern Toyota beheimatet ist, kämpft das Land mit der zunehmenden Überalterung.

Aber auch hierzulande steigt die Lebenserwartung, während die Geburtenrate rückläufig ist. Das Ergebnis: Der Anteil älterer Menschen steigt gegenüber dem der Jüngeren. Seit 1972 spricht man daher in Deutschland vom „Demographischen Wandel“. Diese Situation erfordert immer mehr Pflegeeinrichtungen und vor allem Pflegepersonal. Meist ist es jedoch der sehnlichste Wunsch der älteren Menschen, den ungeliebten Heimaufenthalt noch um mehrere Monate, ja wenn nicht sogar Jahre hinaus zu zögern, solange es eben geht. Mobile Pflegedienste sind dafür ein Baustein, Smart Home könnte zukünftig ein weiterer Baustein sein, um diesen Wunsch immer mehr pflegebedürftigen Menschen zu erfüllen.

© Toyota / Der Human Support Robot kann Gegenstände greifen und zum Pflegebedürftigen transportieren.

Dazu gehören sicher in erster Linie Notfall-Rufsysteme oder Mechanismen zur Sturzerkennung. Doch auch schon die kleinen Automatisierungen im Alltag, welche für den Technikfreak vielleicht ein Spielzeug sind, bieten den hilfsbedürftigen Menschen einen großen Mehrwert im Leben. Das Licht per Sprache einschalten, die Jalousien via Fernbedienung hochfahren, oder via Display sehen, wer an der Tür klingelt und diesem ohne aufstehen zu müssen Einlass gewähren.

Smart Home kann ein kleiner Schritt sein, diesen Menschen eine kleine Hilfe im Alltag zu bieten - Toyota hingegen könnte das Thema AAL (ambient assisted living) mit dem Human Support Robot auf eine völlig neue Ebene heben. Der Assistenz Roboter wird per App aus der Ferne gesteuert, überträgt dank Echtzeitübertragung die Stimme des Bedienenden und unterstützt den Pflegebedürftigen vollends im Alltag.

Für die Entwicklung des Assistenzroboter hat der Automobilhersteller Toyota nach eigenen Angaben mit dem japanischen Verband für Assistenzhunde zusammengearbeitet, um die Bedürfnisse und Anforderungen von Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung besser verstehen und im Ergebnis – dem Roboter, besser umsetzen zu können.

© Texelart / Fotolia / Das ist Smart Santa: Klicke auf ihn und erfahre mehr.

Herausgekommen ist ein im Durchmesser 43cm großer und 37kg leichter Roboter, welcher seine Größe via Teleskopmechanismus von 1 Meter auf bis zu 1,35 Meter variieren kann. Damit vergrößert er seinen Arbeitsbereich maßgeblich, wenn er zum Beispiel mit seinem beweglichen Greifarm Dinge von einem Tisch, oder aus einem Regal heben, bzw. wieder dorthin zurückstellen soll. Mit dem Greifarm kann er Gegenstände von bis zu 1,2kg und einem Durchmesser von 13mm bewegen und sogar vom Boden aufheben, die dem Pflegebedürftigen versehentlich hinuntergefallen sind. Um auch flache, oder in der Oberfläche sehr glatte Gegenstände aufheben zu können, verfügt der Human Support Roboter zusätzlich über ein Vakuum Pad am Greifarm, welches mit Unterdruck arbeitet.

© Toyota / Die Greifarme des Human Support Robot können auch Gegenstände vom Boden aufheben.

Um die Steuerung zu vereinfachen, ist der Roboter in seinem virtuellen Gesicht mit einer Weitwinkelkamera und am Greifarm mit einer weiteren Kamera ausgerüstet. So erhält der Pflegebedürftige auf dem Tablet den Blickwinkel des Human Support Roboters, um diesen noch einfacher steuern zu können.  

Gesteuert werden kann der Roboter auch aus der Ferne – sogar von unbedarften Dritten, wie zum Beispiel Familienmitgliedern. Das Gesicht des Bedienenden kann dabei auf dem Display des Roboters angezeigt werden. Sogar die Stimme wird in Echtzeit übertragen. Dies verleiht dem Roboter nicht nur einen Hauch Menschlichkeit, sondern bringt ein Stück weit Privatsphäre in die Pflege – auch wenn der Roboter keinesfalls einen echten Pfleger ersetzen kann. Denkbar wäre über diesen Weg auch die Kommunikation mit einem Arzt oder einem Pfleger.

Toyota hat den Human Support Robot auf der International Home Care and Rehabilitation Exhibition vorgestellt, welche Ende September stattfand. Zudem laufen derzeit erste Praxistests mit einem Prototyp. Wann der Roboter in den Handel kommt und damit flächendeckend verfügbar sein wird, das ist derzeit noch ungewiss.

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