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IFA 2016 Neuheiten

Richtig gehört: smartes Hörgerät ReSound LiNX²

Ein Hörgerätehersteller auf der IFA? Wer glaubt, dass das nicht passt, kennt die Produkte von ReSound noch nicht.

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© 2016 GN ReSound

Viele Menschen tun sich schwer damit, sich an das Tragen von Hörgeräten zu gewöhnen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich; vor allem bei jüngeren Trägern spielt nicht selten Eitelkeit eine Rolle. Auch das Handling ist nicht immer leicht und oft werden die Geräte nur in bestimmten Situationen als hilfreich wahrgenommen: Während sie bei einem Dialog das Zuhören erleichtern, sorgen sie an Orten, wo viele Menschen durcheinandersprechen, oft für Irritationen. 

Hörgeräte mit Verbindung

Auf der IFA 2016 stellt der dänische Hersteller ReSound die Modellfamilie LiNX² vor, die für mehr als 90 Prozent aller Hörverluste sehr gut geeignet sein soll. Für Personen mit sehr starkem Hörverlust bietet ReSound zudem die Produktserie ENZO² an, während die Reihe UP Smart speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten sein soll.

ReSound ENZO²

Alle diese Produkte punkten laut Aussage des Herstellers vor allem bei lauten Gesprächssituationen, da sie in der Lage sein sollen, sich dank einer intelligenten Steuerung unterschiedlichen Situationen anzupassen. So ändern sie die Soundeinstellung automatisch entsprechend der aktuellen Umgebungsgeräusche, was in den meisten Situationen das Hören erleichtert. 

Alle ReSound-Geräte sollen sich auch per Bluetooth mit einem Smartphone verbinden lassen. Mithilfe einer ausgeklügelten und leicht zu bedienenden App ist es dann möglich, den Sound des Gerätes zusätzlich den eigenen Bedürfnissen temporär anzupassen. So kann man den Filter etwa so einstellen, dass insbesondere Windgeräusche unterdrückt werden und Gesprochenes bevorzugt wird. Dank der Funktion „Sprachfokus“ lässt sich der Korridor, aus dem ankommende Geräusche besonders verstärkt werden sollen, anpassen – so kann man sich ganz auf das Gegenüber fokussieren und Störgeräusche aus anderen Richtungen weitgehend ausblenden. Die Gratis-App von ReSound gibt’s für iOS (ab Version 7) und für Android (ab Version 2.3.5).

Einbindung in den Alltag

Ist die Verbindung zum Smartphone erst einmal hergestellt, bieten sich auch weitere Möglichkeiten. So lassen sich die Hörgeräte beispielsweise als Bluetooth-Headset nutzen. Auch lässt sich das System mit unterschiedlichem Zubehör wie den Mikrofonen „Micro Mic“ und „Multi Mic“ (je ca. 250–300 Euro im Akustikfachgeschäft) erweitern. Diese können sich über eine Distanz von bis zu 25 Metern mit dem Hörgerät verbinden. Hiermit ist es zum Beispiel möglich, bei einem Vortrag ganz konzentriert den Worten des Redners zu folgen – auch wenn man in einer der hinteren Reihen sitzt. Dazu wird das Mikrofon einfach in der Nähe des Redners platziert. Ein solches Mikrofon kann aber auch vor einem TV-Gerät positioniert werden, sodass Hörgeschädigte gemeinsam mit anderen fernsehen können, ohne dass der Ton lauter gestellt werden muss.

ReSound LiNX²

Noch bequemer geht Fernsehen mithilfe des „ReSound Unite Audio Beamer II“ (ca. 200–300 Euro). Dieser wird an den Tonausgang des Fernsehers angeschlossen und überträgt dessen Sound dann bis zu sieben Meter weit zum Hörgerät. Da sich die Hörgeräte gleichzeitig mit zwei Geräten verbinden lassen, überhört man beim Fernsehen auch keine Telefonanrufe. Wird ein Anruf angenommen, kann das System den Ton der Fernsehübertragung automatisch leiser stellen. 

Mehrere Systeme für verschiedene Aufgaben

ReSound AppDa es sich bei den ReSound-Produkten – im Unterschied zu Hörverstärkern wie dem Soundhawk – um medizinische Hörgeräte handelt, wird ReSound ausschließlich über Hörgeräteakustiker vertrieben. Das ist insofern sinnvoll, da das Thema Schwerhörigkeit nicht mit einem einzelnen Kauf abgehakt werden sollte. Ohne Beratung und Feinjustierung sind Hörgeräte nicht zu empfehlen.

Zwar wäre es auch denkbar, technische Leckerbissen wie die ReSound-Hörgeräte auch als normaler Smartphone-Nutzer – also ohne Hörbeeinträchtigung – beispielsweise als Bluetooth-Headset zu nutzen. Aber bei einem Preis zwischen etwa 700 und 2.500 Euro sind die ReSound-Hörgeräte kein empfehlenswerter Ersatz für ein preiswertes Bluetooth-Headset. Für Letztere sind simple Funkkopfhörer doch eher zu empfehlen. Wer wirklich ein Hörgerät benötigt und die innovativen ReSound-Geräte wünscht, sollte diesbezüglich den Hörgeräteakustiker aufsuchen.

Fazit

Die ReSound-Hörgeräte mit Smartphone-Anbindung sind eine ausgereifte Lösung, die gegenüber herkömmlichen Hörgeräten eine Menge Vorteile bietet. Ein Nebenaspekt dabei: Durch die Steuerung des Systems per Smartphone und die intelligenten Funktionen wirken diese Hörgeräte richtig cool. Menschen, denen die Hörhilfe bisher vielleicht peinlich war, demonstrieren nun voller Stolz ihr top-modernes Gadget, das sogar mit einer Apple Watch zusammenarbeiten kann.

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