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Verstärker fürs Gehör

Soundhawk: Hören wie ein Luchs dank Bluetooth!

Soundhawk ist generell kein Hörgerät, sondern dient als smarter Tonverstärker für alle, die sonst normal gut hören.

Älterer Mann hält seine Hand ans Ohr

© olly / Fotolia.com

Das Gehör ist ein komplexes System im Körper eines Menschen – und es ist nie gleich. Während manche Leute bestimmte Frequenzen in vollem Umfang aufnehmen können, hören andere hier wiederum nichts. Aufschluss gibt ein Hörtest: Wer vom Ohrenarzt als schwerhörig eingestuft wird, benötigt ein Hörgerät. Für diejenigen, die noch im Mittelfeld liegen, die aber im Gespräch schon genau hinhören müssen, um alles mitzubekommen, gibt es Soundhawk.

Soundhawk ist eine Erfindung aus Cupertino (also der Silicon-Valley-Stadt, in der auch Apple ihren Sitz hat). Sie ist mit einem Hörgerät vergleichbar, hat aber den Vorteil, dass es auch ohne die Beratung und Empfehlung eines Ohrenarztes oder Hörgeräteakustikers gekauft und verwendet werden darf. Deshalb ist es streng genommen auch kein Hörgerät, sondern ein intelligenter Verstärker für ein gesundes Hörorgan.

Soundhawk Set

Die mitgelieferte, kompakte Aufbewahrungsschatulle enthält einen Verstärker namens Scoop und ein Mikrofon. Was noch benötigt wird, ist die Soundhawk-App, die sowohl für Android als auch iOS verfügbar ist. Der Scoop erinnert an ein Bluetooth-Headset. Er besitzt einen Ohrstöpsel, der wie ein In-ear-Kopfhörer in den Gehörgang gesteckt wird. Damit soll der Verstärker sicher und bequem im Ohr sitzen, Tonsignale aufnehmen, verstärken und ins Innenohr weiterleiten.

Das Smartphone als Schaltzentrale

Als Schaltzentrale für die Konfigurierung dient die App. Dazu werden Smartphone oder Tablet per Bluetooth mit dem Scoop gekoppelt. Dann bietet sich die Möglichkeit, den Ton mit einfachem Fingertippen breiter oder voller zu machen. Auch das Level der Verstärkung kann über die App gesteuert werden. Überdies hat Soundhawk in der App bereits voreingestellte Sequenzen definiert: Je nachdem, ob man sich in einem Stadion, in einer Straßenbahn oder in einem Restaurant befindet, bieten die vorjustierten „Sound Scenes“ die passende Verstärkung. Diese Voreinstellungen lassen sich natürlich auch anpassen.

Auch wenn Scoop bereits ein eigenes Mikrofon mitbringt, ist ein zusätzliches Mikrofon erhältlich. Es kommt ebenfalls ohne Kabel aus und wird – wie der Scoop – mit dem Smartphone oder Tablet gekoppelt. Dieses Zusatzmikro ist eine nützliche Hilfe, wenn man beispielsweise Personen verstehen möchte, die ein paar Meter entfernt sind, wie bei einer Unterhaltung an einem größeren Tisch. Dann legt man das Mikrofon einfach in die Mitte des Tischs, um die Töne von dieser Position aus abzugreifen.

Zugegeben: Ein wenig ungewöhnlich ist dieses Mikrofon schon. Allein die Tatsache, dass jemand bei einem abendlichen Dinner die ganze Zeit ein Headset-ähnliches Gerät im Ohr hat, ist  gewöhnungsbedürftig. Wenn aber derjenige auch noch ein kleines Mikrofon auf den Tisch legt, kann das durchaus für fragende Blicke sorgen. Kleiner Tipp: Wer den Gesprächspartner sofort über seine kleine Hörhilfe aufklärt, kann sich dessen Verständnis bestimmt sicher sein.

Soundhawk Scoop

Soundhawk bietet also denjenigen eine gute Unterstützung, die ab und zu Probleme haben, die Worte ihres Gegenübers vollständig zu hören. Fragen wie „Wie war das nochmal?“ erübrigen sich mit dem smarten Gerät. Wichtig ist dabei aber, dass man Soundhawk nicht verwendet, wenn man ernsthafte Probleme mit seinem Gehör hat. Wer aus Eitelkeit nicht als „hörgeschädigt“ stigmatisiert werden möchte, greift nämlich lieber zu etwas, das wie ein Bluetooth-Headset aussieht, statt zu einem typischen Hörgerät. Doch mit dem Hörorgan ist nicht zu spaßen! Lässt das Gehör nach, sollte die betroffene Person unbedingt einen Ohrenarzt und/oder einen Hörgeräteakustiker aufsuchen. Außerdem: Die Hörgerätehersteller sind bemüht, ihre Produkte unsichtbarer und moderner zu machen als noch vor 20 Jahren. Zudem spart ein richtiges Hörgerät – wenn es medizinisch nötig ist - Geld, da ein vom Arzt verschriebenes Hörgerät zum Großteil von der Krankenkasse finanziert wird.

Wer sein sonst ganz gutes Gehör einfach ein wenig „pimpen“ möchte, kann Soundhawk nutzen. Schade ist jedoch, dass das Produkt derzeit offiziell nur in den USA erhältlich ist. Dort ist es derzeit (Stand: Juni 2016) für etwa 400 US-Dollar zu haben.

Wer sich deshalb in Deutschland umsehen möchte,  findet beispielsweise die Stereo-Hörverstärker A 200 (ca. 280 Euro) oder Set 900 (ca. 380 Euro) von Sennheiser: Diese Kopfhörer-ähnlichen Verstärker werden in beide Ohren gesteckt, während der am Hals liegende Bügel den Ton aufnimmt und verstärkt. Sollte aber ein kompakteres Gerät auf der Wunschliste stehen, das sich auch noch per Smartphone steuern lässt, dürfte die Suche hierzulande ziemlich erfolglos ausfallen.  

Fazit

Für alle, die ihr Gehör in bestimmten Situationen pushen wollen, ist Soundhawk eine praktische Hilfe. Das Bluetooth-Headset-ähnliche Gerät verstärkt Stimmen in lauten Umgebungen. Einstellungen lassen sich über eine Smartphone- oder Tablet-App regeln. Da Soundhawk nur in den USA erhältlich ist, muss man sich hierzulande aber derzeit mit Alternativen wie den Stereo-Hörverstärkern von Sennheiser zufrieden geben. Wer übrigens unter ärztlich festgestellten Hörproblemen leidet, sollte solche Verstärker nicht als hippen Ersatz für ein Hörgerät verwenden.

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