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Smarte Brille fürs Altenheim

Virtual Reality: Surfende Senioren im Cyberspace

Senioren und Virtual Reality? Geht das zusammen? Ein Startup zeigt, dass das sehr gut funktioniert.

Alte Dame mit VR-Brille

© Rendever

Wer schon einmal eine Virtual-Reality-Brille auf dem Kopf hatte, wird zustimmen: Die Technologie hat das Zeug zum nächsten, großen Ding. Und obwohl die Hersteller zunächst Technikenthusiasten und Spieler als Zielgruppe anpeilen, tun sich immer wieder ganz neue Einsatzmöglichkeiten auf. So könnten beispielsweise Bewohner von Altenheimen mit einer VR-Brille Abenteuer erleben und fremde Welten erkunden.

Neue Brillen für alte Menschen

Einer der großen Vorteile von Virtual Reality besteht darin, in Sekunden an jeden Ort auf der Welt zu reisen oder in die Rolle von anderen schlüpfen zu können. Die Technik ist inzwischen weit fortgeschritten, selbst günstige VR-Brillen wie die Gear VR von Samsung entführen die Benutzer in ansehnlicher Qualität in andere Realitäten. Der Effekt ist verblüffend. Diese Erfahrung machten kürzlich auch die Bewohner eines Seniorenheims in den USA. Sie bekamen Besuch von zwei Studenten, die Virtual-Reality-Programme entwickeln. Im Gepäck hatten sie eine stattliche Anzahl entsprechender Brillen.

Warum Senioren auf Virtual Reality abfahren

Die älteren Semester zeigten sich begeistert – vor allem aufgrund der Möglichkeit, Orte zu besuchen, an denen sie noch nie waren. Und die sie wahrscheinlich auch nie mehr „in echt“ sehen werden. Etwa Venedig. „Ich kann das nicht glauben, hast du gesehen?“, so die Reaktion eines 88-Jährigen. „Wir können die ganze Welt besuchen. Unglaublich.“ Besonders emotional wurde es aber, wenn es auf die Reise an virtuelle Plätze ging, die die Senioren von früher kannten. Eine Bewohnerin durfte etwa das Heim wiederentdecken, in dem sie als Kind betreut wurde. Sie erkannte noch genau die Umgebung, in der sie als kleines Mädchen so viele Jahre verbracht hatte. Plötzlich konnte sie sich an jedes Detail erinnern: ihre Großmutter, die Nachbarn, den ehemaligen Polizeichef – jede Entdeckung begleitet von einem ungläubigen „Oh mein Gott“.

Dabei war die genutzte Technik alles andere als spektakulär. Zum Einsatz kamen entweder 360-Fotos aus Google Maps oder 360 Grad-Videos, jeweils dargestellt mit Gear VR – mit der sich Samsung-Smartphones  der Galaxy-Reihe ab S6 für kleines Geld VR-tauglich machen lassen. Nichtsdestotrotz beindruckten die virtuellen Ausflüge die Senioren nachhaltig und sorgten für massig Gesprächsstoff.


Neugierde und Forscherdrang auch bei älteren Menschen

Bedanken für diese außerordentliche Erfahrung konnten sich die Senioren bei Reed Hayes und Dennis Lally. „Wir glauben, dass virtuelle Realität für Senioren eine ideale Technologie darstellt," so Hayes. „Alles, was sie tun müssen, ist, sich umzusehen. Wenn sie noch gute Augen haben, können sie die Brillen problemlos benutzen." Die Studenten finden, dass auch ältere Menschen ihre Neugierde und Forscherdrang ausleben sollten. Und wenn sie dazu körperlich nicht mehr in der Lage sein sollten, sei Virtual Reality ein fantastisches Hilfsmittel. Schließlich könne man emotionale Reaktionen mit 360-Grad-Umgebungen in der VR-Brille deutlich besser hervorrufen als mit herkömmlichen Fotos.

Aus diesem Grund haben Reed Hayes und Dennis Lally das Startup „Rendever“ gegründet. Sie glauben daran, dass es sich bei virtueller Realität um viel mehr als eine Modeerscheinung handelt und sie gerade in der Medizin Raum für neue Anwendungen schaffe. Darum schufen sie eine eigene Software-Plattform für VR-Headsets, die den Nutzer unter anderem in die Rolle eines Cirque-du-Soleil-Artisten schlüpfen lässt.


Weihnachten zumindest virtuell erleben

Geplant sind überdies 360-Grad-Videokameras für weit entfernt wohnende Familienmitglieder. So können Oma und Opa etwa Ereignissen wie Hochzeit oder Weihnachten zumindest virtuell beiwohnen, wenn es mit der Reise nicht mehr klappt. Doch allein aus Nächstenliebe stecken die Studenten nicht so viel Zeit in das Projekt: Ziel ist letztendlich ein Geschäftsmodell, bei dem den Altenheimen ein derartiger VR-Dienst als kostenpflichtiges Abo inklusive Datenbrillen und Inhalten zur Verfügung gestellt wird. Was ein solcher Dienst kosten könnte, wollen die Beiden aktuell noch nicht verraten.  

Fazit

Keine Frage: Die virtuelle Realität hat das Zeug, unseren Alltag radikal zu verändern. Anwendungen wie die von Rendever für Menschen im Altersheim sind nur der Anfang.

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