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Title: Smart Office
PC aus der Hosentasche

Smartphone als Desktop Ersatz im Smart Office

Smartphones sind leistungsfähige Mini-Computer. Und mit der passenden App und Dockingstation wie DeX sind Android Smartphones als Desktop PC verwendbar.

© Maru

© Maru

Microsoft hat mit Continuum einen ersten vielbeachteten Versuch gestartet, der leider mangels Käufern des Windows 10 Mobile Phones scheiterte. Ende 2019 soll der Support seitens Microsoft voraussichtlich ganz enden. Einer der Vorteile: da das Smartphone nur mit einem Stecker mit dem „Kabeladapter“ verbunden war, ließ es sich – anders als bei Samsung DeX, wo das Galaxy Smartphone als Desktop Motor fest in einer Docking-Station steckt – weiterhin komplett nutzen. Die Anzahl an nutzbaren Apps war leider überschaubar. Android ist da als größte Smartphone-Basis besser für Innovationen im Bereich des Smartphone Desktop geeignet. Für das moderne Smart Office gibt es mittlerweile eine gute Auswahl an Lösungen. Eines gleich vorweg: den perfekten PC-Ersatz gibt es (noch) nicht.

 

Samsung DeX: der Out-Of-The-Box Smartphone Desktop für Galaxy S8/S9

Ja, ich gestehe: ich nutze die Samsung DeX Station. Und sogar sehr gerne. Warum? Samsung DeX ermöglicht einen schnell nutzbaren Smartphone Desktop, einfach HDMI an den Monitor oder Flachbild Fernseher, Maus und Tastatur per USB anstöpseln, Galaxy S8 in die Docking-Station und los geht es. Seit dem letzten Update bringt Samsung DeX die Auflösung des Smartphones als Maximum: 2560 x 1440 Pixel. Look & Feel sind vergleichbar mit ChromeOS und es werden alle Apps unterstützt, wenn diese nicht für DeX angepasst sind zwar nur in Hochkant-Smartphone-Optik, aber immerhin. Wer die Ausgabe von um die 100 Euro nicht scheut, bekommt eine brauchbare Desktop Alternative per Smartphone. Und nicht zu vergessen: es gibt immer noch die Ankündigung eines echten Linux-Systems mit all seinen Funktionen für Samsung DeX.

Maru OS: bringt Linux Debian als Smartphone Desktop im Parallelbetrieb

Die Custom-ROM Maru bringt Android aufs Smartphone und Linux Debian auf einen angeschlossenen Monitor. Leider nur auf Google Nexus 5 Smartphones und Nexus 7 (2013) Tablets. Und leider auch mit viel Vorarbeit: Installation der Custom ROM und Nachinstallation des Play Stores oder anderer Google Apps durch ein Recoverysystem wie TWRP. Da ich kürzlich just for fun mein altes Nexus 4 mit LineageOS ausgestattet habe, weiß ich, wie mühsam das sein kann. Wer also schnell mal fürs Smart Office nachrüsten möchte, wird hiermit eher nicht glücklich. Vorteil nach der Vorarbeit: Linux Debian ist auf dem angeschlossenen Monitor parallel nutzbar. Leider ist das Smartphone dabei die ganze Zeit an und verbraucht recht viel Strom. Und ein Slimport-Adapter USB auf HDMI ist auch nötig.

© Maru / Android auf dem Smartphone und Linux auf dem Desktop: Maru macht es für Nexus 5 und 7 möglich. 

Remix Singularity von Jide sollte Remix OS vom Smartphone auf den Desktop bringen

Auch wenn das Kickstarter-Projekt für Privatnutzer mittlerweile seit Mitte 2017 eingestellt ist, stellt Hersteller Jide sein Remix OS Betriebssystem weiterhin als Download ins Netz. Mit Remix OS wird es immerhin noch möglich, Android Apps unter Windows zu nutzen. Da es heute eigentlich die gängigsten Apps plattformübergreifend gibt, erschließt sich der Sinn hier nicht so ganz, aber für Spezialfälle kann das ja durchaus nützlich sein. Und kostenlos ist es obendrein.

 

Sentio Desktop: eine kostenlose App erschafft einen Smartphone Desktop

Sentio hat mit dem Superbook im Crowdfunding überzeugt: hierbei handelt es sich um einen Laptop, der mit dem Smartphone verbunden wird und dessen Inhalt in Desktop-Modus anzeigt. Die App, die dafür verantwortlich ist, gibt es mittlerweile kostenlos im Play Store: Sentio Desktop ändert einfach die Oberfläche in eine eigene und vermittelt dadurch ein Desktop Feeling. Maus und Tastatur müssen per Bluetooth gekoppelt werden und der Smartphone Desktop per Chromcast oder Miracast auf den Monitor gespiegelt werden.

© Andromium Inc. / Sentio Desktop ist eine kostenlose App, die ab Android 7 nutzbar ist und per Chromecast oder MHL mit dem Monitor verbunden wird. 

Der Huawei Mate 10 Pro mit integriertem Smartwatch Desktop PC Modus

Huawei bringt ohne große Werbung eine eigene Lösung für einen Smartphone Desktop. Auf dem Mate 10 Pro ist ein PC-Modus namens Easy Projection integriert, der das Smartphone zum Desktop macht – ein geeignetes USB-C-auf-HDMI-Kabel vorausgesetzt. Während das Smartphone bei Samsung DeX im Betrieb geladen und gekühlt wird, sollte das Mate 10 Pro am besten voll aufgeladen oder mit einem speziellen Adapter, der einen zweiten USB-C-Anschluss besitzt, seinen Dienst verrichten – Laden ist im PC-Modus nicht möglich. Immerhin lassen sich Tastatur und Maus via Bluetooth koppeln, und auch die Bedienung des Desktop mit dem Smartphone als Trackpad oder mit virtueller Tastatur ist möglich. Außer Chrome und Huawei Mail muss vieles manuell installiert werden, ein Zugriff auf den Play Store ist ab Werk nicht möglich. Die Apps sind danach jedoch in den meisten Fällen im PC-Modus vernünftig nutzbar.

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Fazit

Wer sein Smartphone als Desktop-Ersatz nutzen möchte, wird wahrscheinlich wissen, dass er seinen PC damit nicht aufs Abstellgleis schieben muss. Es geht um das Feeling, mit einem kleinen Device viel machen zu können: Office-Programme nutzen, im Internet surfen, E-Mails verfassen und Videotelefonieren sind nur einige der mittlerweile wirklich gut nutzbaren Anwendungen. Und mal ehrlich: bestückt mit Tastatur, Maus, HDMI-Kabel und Docking-Station wird der Smartphone Desktop auch nicht zur Kleinigkeit, die man mal eben überall mit hinnehmen kann. Fakt ist aber: es funktioniert durchaus brauchbar. Und es wird seine Anwender finden und glücklich machen. Darüber beschweren, was alles nicht möglich ist, ist einfach. Für mich bleibt DeX die erste Wahl, da es mir am ausgereiftesten erscheint.

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