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Title: Smart Office
Microsoft Surface Pro X im Test

Geniales 2-in-1-Gerät, aber nicht für jeden

Microsofts Surface-Geräte haben einen exzellenten Ruf, denn sie sind sehr gut auf Windows 10 abgestimmt und bieten hohe Verarbeitungsqualität. Ein besonderes Gerät ist das Surface Pro X, denn es setzt auf ARM-Technik unter der Haube. Wie es sich in der Praxis schlägt, haben wir getestet.

©Microsoft

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"Surface X, das war wohl nix", diesen Satz hatte ich sofort im Hinterkopf, nachdem ich das Hybrid-Gerät zum ersten Mal eingeschaltet hatte. Mein Problem: Den Windows 10-Desktop, der mir auf dem zugegeben knackscharfen Display entgegenstrahlt, kenne ich schon von meinem 300 Euro Billig-Testsystem.

Auf dem teuren Surface Pro X – das Testgerät kostet über 1.600 Euro plus 300 Euro für Stift und Tastatur – ist nur Windows 10 Home installiert. Das bedeutet für mich nicht nur Candy Crush & Co. im Startmenü, sondern auch keine Bitlocker-Verschlüsselung und andere fehlende Profi-Features. Auf einem Gerät dieser Preisklasse mit dem Zusatz "Pro" im Namen hätte ich etwas anderes erwartet.

Microsoft hat es vielleicht schon geahnt, dass der ein oder andere Business-Kunde sich auch daran stören könnte und hat noch spezielle B2B-Geräte des Surface Pro X am Start. Dort ist dann Windows 10 Pro dabei. Aber meine Enttäuschung verschwindet recht schnell wieder, denn das Surface Pro X ist schon ein klasse Stück Hardware, schön leicht (rund 800 Gramm für das Tablet) und mit Stift (Slim Pen) und Keyboard eine absolute Produktivitätsmaschine – vor allem unterwegs.

©Microsoft/ Das Surface Pro X ist ein Hybrid-Gerät, Tablet und Notebook in einem.

Das ist das Surface Pro X

Doch der Reihe nach, was ist das Surface Pro X eigentlich? Microsoft bündelt unter dem Namen Surface verschiedene Hardware. Das Surface Pro X ist ein sogenanntes Hybrid-Gerät oder 2-in-1-Gerät, sprich, es kommt erstmal als Tablet ohne physische Tastatur und auch ohne Stift, hat aber Windows 10 installiert. Die Bezeichnung erschließt sich dann, wenn man Stift und Tastatur dazukauft, dann wird aus dem Tablet ein Notebook-Ersatz.

Man kann also mit dem Surface Pro X zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und kriegt Tablet und Notebook in einem. Wer also in seinem Smart Home ohnehin schon viel zu viele Geräte hat, kann hier schön abspecken. Ich habe es dann im Rahmen des Praxistests auf die Spitze getrieben und das Surface Pro X noch zum PC-Ersatz ausgebaut. Das klappt ganz gut, denn Microsoft verbaut immerhin zwei USB-C-Ports. Mit dem passenden Adapter für meinen Monitor sowie Bluetooth-Maus und -Tastatur war die Workstation schnell einsatzbereit.

Wer in diesem Bereich noch mehr Schnittstellen will, sollte sich das Surface Dock ansehen. Damit rüstet man 4x USB 3.0, 1x GBit LAN, 2x Mini DisplayPort und eine 3,5 mm Klinke nach. Microsoft bewirbt das Surface Pro X übrigens mit dem Zusatz "Speziell fürs Web", denn zusätzlich zu WLAN (Wi-Fi 5) steckt im Gerät noch ein LTE-Modem. Mit einer zusätzlichen Daten-SIM kann man damit so ziemlich überall online gehen. "Ziemlich" deshalb, weil ich im Skiurlaub genau einen dieser toten Winkel erwischt habe, aber dafür kann Microsoft nichts.

©Microsoft/ Das Surface Pro X ist ein leichter Reisebegleiter.

Besonderheit des Surface Pro X: ARM-CPU

Wer ein Surface-Gerät von Microsoft mit Windows 10 kauft, hat eine gewisse Erwartungshaltung. Beim Surface Pro X muss man aber aufpassen, denn es hat eine Besonderheit unter der Haube. Microsoft setzt nicht auf x86-Technik, wie man sie aus dem PC- und Notebook-Bereich kennt, sondern verbaut eine ARM-CPU (Microsoft SQ1). Die gibt es so nur im Surface Pro X, Microsoft verwendet aber den Snapdragon 8cx als Grundlage und integriert dort einen Adreno 685 Grafik-Chip. Das muss man sich nicht merken, aber fix genug ist das Gerät.

Eine Falle lauert hier aber doch: Auch wenn das vorinstallierte Windows 10 aussieht wie jedes andere Windows 10, ist es technisch an den ARM-Befehlssatz angepasst. Bei Windows merkt man das nicht großartig, aber auch die verwendete Software muss für ARM-Technik vorliegen und hier könnte für die meisten Nutzer der Showstopper stecken.

©Microsoft/ Viel schlanker kann ein Notebook nicht sein.

Nachteil Software-Unterstützung

Denn genau bei der Software liegt das Problem, ARM-Versionen klassischer Programme muss man mit der Lupe suchen. So gibt es zum Beispiel Firefox, den neuen Edge Browser und den VLC media player (sehr instabil) in speziellen ARM-Versionen. Chrome, meinen Lieblings-Passwort-Manager KeePass oder Microsoft Office allerdings nicht. Doch das bedeutet nicht, dass die genannte Programme nicht laufen, Microsoft hat einen Ausweg eingebaut: Auf dem Surface Pro X laufen x86-Programme im Emulator, wenn sie auf 32-Bit-Technik setzen.

So kann man beispielsweise Microsoft Office als 32 Bit Version nutzen oder den Passwort-Manager KeePass XC zum Laufen bringen, wenn auch langsamer als gewohnt. Nebenwirkungen gibt es aber leider an vielen Stellen, so zieht Chrome den Akku viel schneller leer als andere Browser. Nerviger noch, es gibt auch einige Programme, die es nur noch als 64 Bit Software gibt, etwa Photoshop, Games oder klassische Virenscanner. Die bleiben auf dem Surface Pro X außen vor, ebenso wie weitere System-Tools mit eigenen Treibern. Leidgeplagte Nutzer haben sich zusammen getan und pflegen eine Online-Datenbank mit Software-Erfahrungen, die auf jeden Fall einen Blick wert ist.

Doch es gibt nicht nur bei den Anwendungen Probleme, auch wer Zusatzgeräte anschließen will, muss oft Treiber nachinstallieren. Für ein normales Windows ist das gar kein Problem, die Hersteller liefern hier immer gute Unterstützung. Doch damit das Ganze auf dem Surface Pro X klappt, müssten auch die Treiber ARM-Unterstützung bieten. Doch hier sieht es schlecht aus, was die Unterstützung betrifft. Jedes Zusatz-Gadget sollte vor dem Kauf auf ARM-Kompatibilität geprüft werden, sonst kann man es nicht nutzen.

©Microsoft/ Auch mit dem Stift lässt sich das Surface Pro X nutzen.

Vorteile des Surface X

Das Surface Pro X gefällt mir vor allem als leichter Reisebegleiter. Tablet plus Tastatur bringen es nicht mal auf ein Kilo Zusatzgewicht. Außerdem ist es mit kapp über 7 Millimeter auch superflach und der Ausklappständer hält sogar dem Rumpeln der Deutschen Bahn stand. Auch eine aktive Kühlung gibt es nicht, sodass das Gerät auch unter Last keine Geräusche von sich gibt.

Was mir auf Reisen weniger gut gefallen hat: Das farbstarke Display spiegelt sehr stark, ist aber ansonsten recht angenehm zum Arbeiten, was auch am 3:2-Format des Displays liegt (2880 x 1920 Pixel). Microsoft erlaubt es grundsätzlich, die verbaute SSD auszutauschen. An der Rückseite muss man dazu nur einen Klappe öffnen (darunter befindet sich auch der SIM-Karten-Slot) und schon kann man eine neue M.2-NVMe-SSD (Format M.2-2230) einsetzen. In der Praxis bringt das aber nicht allzu viel, weil es die nötige Windows 10 ARM-Version nicht frei verfügbar gibt.

©Microsoft/ Das Surface Pro X gehört zu den hochpreisigen Geräten.

Verschiedene Modelle

Ja, das Surface Pro X ist ein Luxusgerät, das es aber in verschiedenen Ausbaustufen gibt, sodass man die Preisrange selbst bestimmen kann:

Microsoft SQ1| 8 GByte Arbeitsspeicher | 128 GByte Speicher | Windows10 Home| 1.119 Euro

Microsoft SQ1| 8GByte Arbeitsspeicher | 256 GByte Speicher | Windows 10 Home| 1.379 Euro

Microsoft SQ1| 16 GByte Arbeitsspeicher | 256 GByte Speicher | Windows 10 Home| 1.569 Euro

Microsoft SQ1 | 16 GByte Arbeitsspeicher | 512 GByte Speicher | Windows 10 Home | 1.999 Euro

Außerdem gibt es spezielle Business-Modelle mit Windows 10 Pro:

Microsoft SQ1 | 8 GByte Arbeitsspeicher | 256 GByte Speicher | Windows 10 Pro | 1.549 Euro

Microsoft SQ1 | 16 GByte Arbeitsspeicher | 256 GByte Speicher | Windows 10 Pro | 1.749 Euro

Microsoft SQ1 | 16 GByte Arbeitsspeicher | 512 GByte Speicher | Windows 10 Pro | 2.099 Euro

 

Fazit

Das Surface Pro X ist ein geniales Stück Hardware, das einen hohen Preis hat und mit Einschränkungen bei der Software sicher nicht jeden Nutzer glücklich macht. Was mir gefallen hat: Das Surface Pro X ist überaus leicht und mit dem verbauten LTE-Modem ist man unabhängig von WLANs – ein richtig guter Griff für Vielreisende und Außendienstler. Auch das 13 Zoll Display ist klasse und die Laufzeit passt, wenn man zumindest am Abend eine Lademöglichkeit erwischt. Ich bin zwar kein Stiftfan, aber ich bin mir sicher, dass der Slim Pen eine feste Fangemeinde aufbauen wird. Doch bevor man zu dem teuren Gerät greift, sollte man auch die Einschränkungen bedenken. Die liegen im Bereich Software und Treiber. Das bedeutet, man sollte sich vorher überlegen, welche Programme auf dem Surface Pro X laufen sollen und welche Zusatzgeräte man nutzen möchte. Allein das entscheidet, ob das Surface Pro X ein guter Kauf ist oder nicht.

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