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Title: Smart Office
KMU

Heizungssteuerung im Smart Office

Wie im Smart Home, lässt sich auch im Büro jede Menge Komfort durch smarte Technik schaffen. Diese Systeme eignen sich für das Heizen im Smart Office!

© Kzenon / Fotolia

© Kzenon / Fotolia

Morgens aufstehen und das Badezimmer ist bereits auf Wohlfühltemperatur geheizt. Ein kleiner Luxus, der Dank Smart Home bereits in vielen Haushalten Einzug gehalten hat. Danach geht’s, wie an jedem Morgen zur Arbeit. Hoffentlich sind schon Kollegen da, welche die Heizung aufgedreht haben! Aber warum nicht die Smart Home Technologie auch im Büro von kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nutzen?

© Fibaro / Fibaro steuert Z-Wave fähige Heizungsthermostate.

Grundsätzlich lassen sich im Büro die gleichen Systeme nutzen, welche auch die eigenen vier Wände daheim komfortabler gestalten. Jedoch sind die Anforderungen im Büro etwas anders als Zuhause und daher sollte das System auch darauf ausgelegt sein.

Zunächst stellt sich die Frage: Wer darf eigentlich die SOLL-Temperatur ändern?

Bevor hierfür ein großes Organigramm gezeichnet wird, lässt sich die Frage wohl am schnellsten mit einem Blick auf das konventionelle Thermostat beantworten. Kann dieses manuell verändert werden, so ist die Antwort wohl: Jeder im Büro. Damit begrenzt sich die Auswahl der smarten Thermostate enorm. Heizungsregler welche eine direkte Verbindung (wie zum Beispiel Bluetooth) erfordern, kommen somit nicht in Frage. So fallen zum Beispiel die Thermostate von Elgato Eve aus der Auswahl heraus.  

Es wird also in jedem Falle eine Zentrale bzw. eine Bridge (also ein Bindeglied zwischen dem lokalen Netzwerk und dem Funksystem des Heizungsreglers) benötigt. Mögliche Systeme wären da Tado, Homematic IP, Devolo, Fibaro HCL oder Homee.

Auch wenn jeder Zugriff auf den Heizungsregler haben darf, so soll dies nicht gleichzeitig bedeuten, das auch jeder Änderungen am Heizplan oder gar am System vornehmen kann. In der Regel bieten fast alle Systeme eine Benutzersteuerung mit einer Rechteverwaltung an. Im Homee System kann dabei in drei Stufen unterschieden werden: Chef homee, homee, kleiner homee. Während der Chef homee der Admin ist, welcher alles am System ändern kann, darf der „kleine homee“ lediglich die Geräte steuern – jedoch keine Geräte anlernen, Änderungen an Szenen oder dem System vornehmen.

© Screenshot Chris Bertko / Das Homee Smart Home System unterscheidet zwischen 3 Benutzerstufen.

Fibaro geht dabei noch einen Schritt weiter und ermöglicht eine Rechtevergabe je nach angelerntem Modul. So kann jedem Nutzer zugewiesen werden, welches Gerät dieser überhaupt in der App sehen und somit auch bedienen darf.

© Screenshot Chris Bertko / Fibaro kann pro verbundenem Gerät die Benutzerrechte vergeben.

Tado indes verfügt noch nicht über die Möglichkeit, Benutzern verschiedene Rechte zuzuweisen. Man arbeite aber bereits an einer Funktion, welche einen Admin vorsieht. Bisweilen haben alle Benutzer des Tado Systems die gleichen Rechte.

Smart Office Heizpläne

Natürlich sollte es auch möglich sein, das Büro zu einer vorgegebenen Zeit hochzuheizen, damit es pünktlich zum Arbeitsbeginn, bereits mollig warm im Büro ist – bzw. die Temperatur zum Feierabend abzusenken. Hierfür sollte das System über einen Zeittrigger in Szenen verfügen, also einen zeitgesteuerten Auslöser. Im Prinzip ist das nichts weiter als eine Zeitschaltuhr in modern und wird von allen Systemen angeboten. Ein Stück weit komfortabler als Szenen sind da fertige Heizpläne, in denen lediglich im Stundenplan Schema die Uhrzeit und die gewünschte SOLL-Temperatur eingetragen werden muss.

Hier wären unter anderem das Fibaro Home Center oder das Devolo Home Control System zu nennen, welche einen Heizplan in Tabellenform anbieten.

© Screenshot Chris Bertko / Im Fibaro System kann der Heizplan via Zeitstrahl definiert werden

Ein kleiner, zusätzlicher Sparfaktor wäre hier natürlich die Möglichkeit, bundesweite, wenn nicht sogar regionale Feiertage zu berücksichtigen, um an diesen Tagen das Smart Office auf Sparflamme laufen zu lassen – dann, wenn sowieso niemand in der Arbeit ist.

Diese Funktion bietet zum Beispiel der Homepilot von Rademacher. Ausgerüstet mit dem Z-Wave Funkstick kann er auch mit den Homepilot Heizungsreglern kommunizieren.

Für Büros mit flexiblen Arbeitszeiten könnte die Geofencing-Funktion sehr wertvoll sein. Diese basiert auf Grundlage des Standorts des Mitarbeiters. So kann die Heizung im Büro bereits dann aktiviert werden, wenn sich der erste Mitarbeiter auf dem Weg ins Büro befindet. Systeme wie Tado oder Ecozy bieten diese Funktion von Haus aus an.

© Tado / Das Tado Heizungssystem basiert auf dem Standort der Benutzer.

Andere Systeme wie Homee können mithilfe eines WebHook und dank des IFTTT Webdienstes diese Funktion ebenfalls abbilden. Aber Vorsicht! Hier zeigt sich einer der größten Unterschiede zwischen Smart Home und Smart Office – denn die Geofencing Funktion bedeutet gleichzeitig eine Datenerhebung über den Standort des Mitarbeiters und ist rechtlich betrachtet ein Eingriff in den Datenschutz. Dies muss vertraglich vereinbart werden!

Fenster auf - Heizung aus?

Sauerstoff ist gut für das Denkvermögen und steigert die Produktivität! Daher sollte vor allem in Büros (dort wo viele Leute auf relativ engem Bereich zusammenarbeiten) regelmäßig gelüftet werden. Hier wäre es doch schade, wenn die Heizenergie zum Fenster hinaus verpufft!

Aus diesem Grund sollte sich das Heizungsventil automatisch schließen, wenn ein Fenster geöffnet wird. Dies kann in den diversen Systemen meistens mit einem Fenstersensor und einer einfachen „WENN-DANN“ Regel realisiert werden.

In größeren Büros ist es jedoch nicht immer sinnvoll gleich alle Heizkörper auszuschalten, nur weil ein Fenster geöffnet wurde. Und auch im Smart Office sollte nur kurz „stoßgelüftet“ werden, um Energie zu sparen, denn so kühlt der Raum nicht unnötig aus und der Sauerstoffgehalt im Raum steigt wieder rasch an. In geräumigeren Büros kann es sogar sinnvoll sein, diese virtuell in mehrere Bereiche zu unterteilen. Viele Systeme wie beispielsweise Tado arbeiten mit dem Raumprinzip – hier ist dann jeder Bereich als eigenständiger „Raum“ anzusehen. Fibaro hingegen kann sogar Räume und Bereiche verwalten und andere Systeme wie Homee hingegen, sind von der Raumstruktur sogar völlig losgelöst und arbeiten stattdessen mit „Gruppen“.

Erweiterbarkeit

Die Heizungssteuerung muss nicht der Anfang und zugleich das Ende der Fahnenstange im smarten Büro sein. Daher sollte bei der Auswahl des Systems auch auf die Erweiterbarkeit Wert gelegt werden. Denn was kommt als nächstes? Die smarte Lichtsteuerung? Eine Zutrittssteuerung? Überwachung der Luftqualität – beispielsweise durch die Netatmo Sensoren, so dass die Philips Hue Lampen bei zu hohem CO2 Gehalt in der Luft optisch warnen?

Aus diesem Grund lohnt es sich, von Anfang an auf Standards oder erweiterbare Systeme zu setzen.  

© Chris Bertko / Das Homee System lässt sich im Baustein Prinzip modular erweitern.

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Fazit

Wie im Smart Home, lässt sich auch im Smart Office jede Menge Komfort durch smarte Technik schaffen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können hier von einer Vielzahl von Möglichkeiten profitieren. Dabei stehen Komfort und Energiesparen nicht mal im Zwiespalt, sondern gehen sogar d'accord. Welches System zum Einsatz kommt hängt natürlich ganz von den Anforderungen ab, ob eine zeitgesteuerte Heizungssteuerung ausreichend ist, oder ob aufgrund stark variierender Arbeitszeiten eine flexible Steuerung benötigt wird. Last but not least sollte man sich alle Türen offenhalten, falls man Gefallen an der smarten Technik im Büro findet und diese erweitern möchte.

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