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Title: Virtual Reality
Virtuelle Realität

Fünf spannende Anwendungsbereiche von Virtual Reality

Wer denkt, dass Virtual Reality nur für Spiele, Technikdemos und 360°-Videos verwendet wird, der liegt weit daneben. In diesem Artikel geben wir euch einen groben Überblick über die meistverbreiteten Anwendungsgebiete von Virtual Reality.

© Konstantin Yuganov / Fotolia

© Konstantin Yuganov / Fotolia

Dieser Beitrag stammt von unserer Partnerplattform www.VR-World.com.

Dabei erhebt unsere Aufstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt durchaus noch weitere Bereiche, in denen VR eine wichtige Rolle spielt. Für die Gebiete, die wir unter anderem auf der CeBIT 2017 kennengelernt haben, geben wir euch aber einige Beispiele an die Hand, damit ihr euch ein besseres Bild vom Potenzial der Technologie machen könnt.

1. Planen, Testen, Ausprobieren: VR in der Industrie

Einen Hauptgrund für die Verwendung von VR im industriellen Kontext stellt sicherlich die Kostenreduktion dar. Das Personal, das große Maschinen bedient und wartet, muss nicht mehr an diesen direkt geschult werden. Stattdessen üben die Arbeiter an einem virtuellen Abbild der Maschine. In einem Labor werden Gefahrensituationen, die noch nicht mal zu Übungszwecken nachgestellt werden können, nicht mehr nur theoretisch durchgekaut, sondern in einer virtuellen Version des Labors simuliert.

 

Dabei gestaltet sich das Training nicht nur intensiver. Die Teilnehmer haben auch die Möglichkeit, bewusst etwas falsch zu machen und die Konsequenzen direkt zu erleben. Denn in VR vergiftet oder erschlagen zu werden, fühlt sich nur kurz fatal an. Danach können die Fehler direkt analysiert und in Zukunft vermieden werden.

Insimity aus St. Georgen im Schwarzwald entwickelt beispielsweise Lernsoftware für Feuerwehren und Schüler, um ihnen bestimmte Löschvorgänge näherzubringen oder tiefere Einblicke in menschliche Organe zu ermöglichen.

Die Firma Pool3 verwendet VR, um Mechanikern eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Reparatur von Gabelstaplern an die Hand zu geben. Die für Google Daydream erhältliche App Labster schult seine Nutzer in Sachen Laborsicherheit und dient als Demonstration für individuelle VR-Simulationen spezieller Labore.

© Deutsche Messe / Die Fernsteuerung von Robotern, hier über die Augmented Reality Brille von Microsoft, funktioniert auch über VR.

Am deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz werden VR-Headsets zur Fernsteuerung von Robotern verwendet. Das hilft nicht nur bei der Optimierung von Produktionsabläufen, sondern auch bei der Kontrolle von Prozessen über große geographische Entfernungen.

Die ungarische Firma Intermap bietet mit ihrer Geo Meter genannten Komplettlösung nicht nur eine VR-Visualisierung von 360-Grad-Fotos an, sondern liefert auch Kamera, Servertechnik und Arbeitsabläufe zur Kartographierung direkt mit. Über Geo Meter sind Stadtplaner in der Lage Orte virtuell zu vermessen und bei Planungsfragen virtuell eine erste Machbarkeit im virtuellen Raum auszuloten.

2. Gemeinsam verändern: VR in der digitalen Welt

In großen Firmen steht VR fast in den Startlöchern, um Videokonferenzen abzuschaffen. Über VR-Softwarelösungen wie etwa HoloCloud versammeln sich alle Beteiligten in einem virtuellen Konferenzraum und können über ihre Avatare miteinander kommunizieren. Ein Vorteil von solchen kollaborativen Räumen liegt in der Direktheit von Gesten, etwaigem Blickkontakt und der gesteigerten Empathiefähigkeit zwischen den Teilnehmern.

 

Im Bereich der Datenvisualisierung entstehen durch Virtual Reality neue Möglichkeiten zur räumlichen Darstellung von Datensätzen. Das erlaubt den Analysten, bestimmte Muster ausfindig zu machen oder sogar neue Zusammenhänge erkennen zu können. Ebenfalls erleichtert VR in diesem Anwendungsbereich die Manipulation der Daten. Mit Hilfe spezieller Interfaces können Suchanfragen oder Filterungen vorgenommen werden, während sich der Nutzer sozusagen inmitten der Daten befindet.

Ähnlich verhält es sich beim computergestützten Design, kurz CAD. Hier müssen Designer nicht mehr mit einem herunterskalierten Modell arbeiten, sondern können im virtuellen Raum an einem 1:1 Modell Veränderungen vornehmen. Solche Visualisierungen zeigte beispielsweise das Frauenhofer Institut in Kooperation mit Porsche auf der CeBIT. Das Virtual Dimension Center verwendete VR-Headsets in Kombination mit einer CAVE Installation, um so die Kooperation mehrerer Mitarbeiter zu ermöglichen.

3. Virtuelle Angebote, reale Nachfrage: VR im Marketing

Der Neuwagenkauf erfordert viel Vorstellungskraft. Automobilhersteller versuchen durch zusammengesetzte Bilder dem geneigten Käufer entgegenzukommen. Doch wenn die gewünschte Kombination aus weißem Alcantaraleder, Mahagonieinlagen und mattschwarzer Wagenfarbe beim Lamborghini-Händler unseres Vertrauens nicht zur Ansicht bereitsteht, bleibt nur das Warten auf das fertige Fahrzeug, um böse Überraschungen auszuschließen.

Teampenta aus Dortmund zeigt in dieser Situation, wie es besser sein könnte. In deren Beispielszenario setzen wir uns eine HTC Vive auf und finden uns bei Sonnenuntergang an der französischen Küste wieder. Vor uns steht ein real großer SUV von VW, bei dem wir nach Belieben Farbe, Felgen und so weiter verändern können. So betrachten wir unser Auto aus allen Winkeln, bevor es überhaupt existiert.


Diese individuelle Ansprache funktioniert natürlich auch bei normaler Werbung. Durch die größere Nähe und die stärke Empathie von VR-Erlebnissen fühlt sich der mögliche Kunde direkter und persönlicher angesprochen.

Zudem erlauben virtuelle Realitäten dem Kunden, Produkte direkt auszuprobieren oder Schabernack zu treiben. Bestes Beispiel hierzu findet sich beim schwedischen Möbelgiganten IKEA: in deren VR-Werbe-App können wir uns in einer IKEA-Küche umsehen, Türen und Schubladen öffnen und Köttbullar durch die Gegend werfen.

4. Leben und Lernen: VR in Bildung und Medizin

Aus dem medizinischen Bereich sind VR-Anwendungen seit der ersten Welle Anfang der Neunziger nie wirklich verschwunden. In der Forschung wurden selbstgebaute Headsets dazu verwendet, Angstpatienten in einem kontrollierten, virtuellen Setting schrittweise mit ihrer Angst zu konfrontieren.

Die sogenannte Virtual Reality Exposure Therapy (VRET) kümmert sich um solche Fälle und verwendet VR zur Behandlung von Höhenangst, wie das Forschungsprojekt EVElyn des UniTyLab der Hochschule Heilbronn zeigt, oder zur Behandlung der Spinnenphobie.

Ein weiterer Bereich der VRET findet sich in der Therapie von posttraumatischen Belastungsstörungen, wie sie unter anderem bei Kriegsveteranen auftreten. Hier werden kontrollierte VR-Simulationen verwendet, um Soldaten virtuelle Kriegseinsätze erleben zu lassen und so ihre Symptome zu lindern.

Auch zur Behandlung von Phantomschmerzen werden Virtual Reality-Anwendungen benutzt. Dabei erhält der Patient die Kontrolle über eine virtuelle Version seiner fehlenden Gliedmaßen und lindert durch die Bewegung dieser seine oder ihre Schmerzen.

Ärzte und Forscher aus Stanford haben das Stanford Virtual Heart entwickelt. Diese VR-Anwendung erlaubt es Ärzten, Studierenden und Patienten ein genaueres, klareres und aufschlussreicheres Bild von Herzfehlern zu erhalten. In der virtuellen Umgebung kann das schlagende, simulierte Herz nicht nur genauer betrachtet werden und zur besseren Sichtung in seine Einzelteile zerlegt werden, sondern auch begangen werden.

Die Simulation erlaubt es den Ärzten und Studenten sich im Inneren eines Herzens zu bewegen, um die verschiedenen Defekte und deren Einflüsse besser kennen zu lernen und in Folge besser verstehen zu können.

Solche Visualisierungen finden im schulischen Bereich ebenfalls Anwendung. Schüler lernen über spielerisch gestaltete VR-Programme chemische Reaktionen kennen oder erkunden die menschliche Anatomie. Über 360°-Bilder und Videos werden zum Beispiel geschichtliche und geographische Kenntnisse eindringlicher vermittelt als über Textbücher, da das Erleben virtueller Umgebungen vermehrt im Gedächtnis bleibt.

5. Unterhaltung pur: VR und die Entertainment-Branche

Beginnen wir hier mit dem Offensichtlichsten: Gaming. Prinzipiell sind Videospiele der einzige Bereich, den jeder direkt in Verbindung mit Virtual Reality bringt. Schließlich drehen sich auch die meisten Artikel auf unserer Seite ums Zocken.

Anstatt aber allein zu Hause der VR zu frönen, entstehen immer mehr Virtual Reality Arcade-Hallen, in denen wir mit Freunden in virtuelle Welten eintauchen.

In Deutschland stellt die Firma Virtuis in Nürnberg eine sehr gute Anlaufstelle dar. Die Speerspitze findet sich in Konzepten wie The Void, bei denen die virtuellen Welten und Erfahrungen durch spezielle Räumlichkeiten und physische Objekte erweitert werden.

Abgesehen von Spielen wird VR auch in der Produktion von Filmen und Spielen angewendet. So ist es möglich, die Technik von VR-Headsets wie der HTC Vive mit Motion Capturing-Techniken zu kombinieren, um die Schauspieler direkt in die virtuelle Umgebung zu versetzen.

Zusätzlich findet VR auch beim Filmdreh Verwendung. Beim Star Wars-Spin-Off Rogue One wurde Valves SteamVR-Technologie verwendet, um visuelle Effekte und Szenen zu gestalten.

Da Virtual Reality uns erlaubt, andere Ort zu besuchen, liegt es natürlich nahe, die Technologie auch im Tourismus zu verwenden. Googles Street View Service erlaubt uns beispielsweise, anhand von 360°-Bildern einen ersten Eindruck von vielen Orten zu bekommen, um zu entscheiden, ob wir dort hinfahren möchten oder lieber nicht. Grundlegend planen wir so komplette Reisen oder Road Trips.

Der Freistaat Bayern macht einen ähnlichen Schritt und digitalisiert in ihrem Projekt Bayern3D – Heimat Digital Schlösser und Königshäuser des Landes. Ohne zum Schloss Neuschwanstein fahren zu müssen, erkunden wir in unserem Browser gemütlich die per Photogrammetrie digitalisierte Version.

Ihr wollt mehr zum Thema Virtual Reality erfahren?  Dann besucht doch unsere Partnerseite www.VR-World.com. Dort findet Ihr alle Neuigkeiten aus der virtuellen Welt, Spiele, Filme und aktuelle Reviews.

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