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Virtual Reality

Rift, Vive, Hololense – Wie VR-Brillen 2016 das Smart Home erobern

2016 könnte das Jahr der Daten-Brillen werden. Auch im Smart Home eröffnen die virtuellen Welten neue Möglichkeiten.

Man mit Microsoft Hololense bedient Hologramme

© 2016 Microsoft

In Hollywood ist das Thema „Virtual Reality“ längst angekommen. Ob Keanu Reeves als Neo im Film „Matrix“ gegen Computerviren in Menschengestalt kämpft oder Sam Worthington in „Avatar“ in einem fremden Körper durch das exotische Pandora streift: Die Möglichkeiten, per Computerbrille und Co. in fremde Welten einzutauchen, faszinieren.

Schon in diesem Jahr sollen eben solche Abstecher in virtuelle Welten endlich für alle Realität werden. Möglich machen dies diverse Virtual-Reality-Systeme, die nach Jahren der Planung endlich den Sprung auf den Markt geschafft haben. In der Regel sind diese VR-Systeme als Brille mit zwei integrierten Monitoren konzipiert. Über diese Displays wird ein dreidimensionales Bild projiziert, das den Trägern den Eindruck vermittelt, mitten im Geschehen zu sein. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Möglichkeit, die Blickrichtung durch die Kopfbewegung zu verändern.

Vor allem die mittlerweile von Facebook aufgekaufte VR-Brille „Oculus Rift“ sorgte in den letzten Jahren für Schlagzeilen. Sie wird an einen PC angeschlossen und lässt die Nutzer durch virtuelle Welten streifen und Spiele, Filme oder andere interaktive Inhalte auf ganz neue Weise erleben.

Erstaunter man trägt die Oculus Rift

Virtual Reality im Smart Home

Beim Thema Virtual Reality liegt der Fokus zwar in der Regel auf der Unterhaltung, doch mittelfristig können die Brillen und die damit verbundenen Möglichkeiten auch im smarten Zuhause eine Rolle spielen. Das gilt besonders für die Planung und Einrichtung von Häusern und Wohnungen. Architekten können per Virtual-Reality-Brille einen realistischen Eindruck von Bauprojekten vermitteln und die Einrichtung zusammen mit den Kunden „live“ anpassen. Eine entsprechende Anwendung für die Oculus-Rift-Brille bietet zum Beispiel das Programm IrisVR.

Auch die Steuerung von smarter Haustechnik kann durch den Einsatz von VR-Brillen revolutioniert werden. Die virtuellen Welten bieten nicht nur ganz neue Möglichkeiten zur Informationsaufbereitung, die weit über die klassische Smartphone-App hinausgehen, sie erlauben auch die Interaktion mit Einstellungen und der Konfiguration. So ist es theoretisch möglich, per VR-Helm vom Sofa aus das ganze Haus zu durchstreifen und die smarten Geräte zu überwachen und zu steuern. 

Hoffnungsträger für das Smart Home

Gerade in Bezug auf das smarte Zuhause gilt vor allem Microsofts Datenbrille „HoloLens“ als große Nummer. Statt den Nutzer komplett in eine „neue“ Welt zu versetzen, projiziert HoloLens Bildinhalte auf Flächen im Blickfeld des Nutzers. So erlaubt die auf Windows 10 basierende Datenbrille beispielsweise, Wände als virtuelle Leinwände für Bilder und Videos zu nutzen oder 3D-Modelle auf den Wohnzimmertisch zu projizieren. Doch das ist noch nicht alles: Der Träger der HoloLens kann die projizierten Objekte per Handbewegung „anfassen“, um beispielsweise Fenster zu verschieben. Die bislang von Microsoft gezeigten Demos lassen hoffen, dass die interaktiven Hologramme aus Filmen wie Minority Report mittelfristig zur Realität werden.

Die HoloLens proiziert ein Hologramm des Straßenverkehrs

Der Clou dabei: Anders als Oculus und Co. wird die HoloLens auch ohne angeschlossenen PC oder verbundenes Smartphone funktionieren und zudem ohne Kabel auskommen. So soll es etwa möglich sein, ein Video einfach in einen anderen Raum mitzunehmen. Microsofts Chefentwickler Alex Kipman bezeichnet die HoloLens selbstbewusst als „den fortschrittlichsten holografischen Computer, der jemals entwickelt wurde“.

Auf einer speziell eingerichteten Website sammelt Microsoft derzeit Ideen, wie die HoloLens in der Praxis genutzt werden kann. Unter den Vorschlägen befinden sich auch viele Anwendungsmöglichkeiten für das smarte Zuhause. Besonders interessant ist beispielsweise die Überlegung, die HoloLens mit einem smarten Kühlschrank zu koppeln. Die Idee: Per App liest die HoloLens die vorhandenen Zutaten aus und macht entsprechende Rezeptvorschläge. Dabei sieht der Nutzer nicht nur, wie die fertige Mahlzeit aussieht, sondern kann sich die entsprechende Kochanleitung auch gleich interaktiv auf den Herd projizieren lassen.

Viele Möglichkeiten, viel Zukunftsmusik

Die virtuelle Realität scheint endlich bei den Verbrauchern anzukommen – auch wenn die meisten hier beschriebenen Möglichkeiten noch Zukunftsmusik sind. So gibt es für die HoloLens noch keinen finalen Verkaufsstart, auch wenn Microsoft im Laufe des Jahres Entwicklerkits auf den Markt bringen will. Die geplanten VR-Brillen von Oculus, HTC oder Valve sollen hingegen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, bieten aber auch eine hohe Einstiegshürde: Sie erfordern nicht nur einen leistungsstarken PC, sondern kosten auch vergleichsweise viel. Oculus verlangt stolze 600 Dollar für die Rift, die Modelle der Konkurrenten dürften anfangs auf einem ähnlichen Preisniveau liegen. Wer einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten von Virtual Reality haben möchte, kann dies dank Smartphone-Apps aber auch günstiger umsetzen. So bietet Google mit Cardboard die Option, ein Smartphone zur VR-Brille umzufunktionieren. Noch einen Schritt weiter geht das rund 100 Euro teure Samsung Gear VR. Mit den entsprechenden Apps tauchen die Nutzer schon heute in die virtuellen Welten ein.

Fazit

Nach dem ersten VR-Hype in den 1990er-Jahren scheint die Technologie im zweiten Anlauf endlich erwachsen geworden zu sein. Die Möglichkeiten, die Virtual Reality bietet, sind wahrhaft grenzenlos – nicht nur im Zusammenhang mit dem smarten Zuhause. Bis die Preise auf ein attraktives Niveau fallen, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein.

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