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IFA 2016 Neuheiten

VR mit 360-Grad-Kameras: So macht 3D richtig Spaß

Für beeindruckenden Rundumblick sorgen neue Kameras, Smartphones und Virtual-Reality-Headsets – laut einer Studie genau zum richtigen Zeitpunkt.

© Samsung

© Samsung

Gehört Virtual Reality für die Deutschen zum digitalen Alltag der Zukunft? Kaspersky Lab und Statista, die zur IFA die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie präsentiert haben, stellen eine ordentliche Portion Skepsis fest: 52 Prozent der deutschen Nutzer gehen nicht davon aus, dass sie sich in den kommenden drei Jahren in der virtuellen Welt bewegen werden. Jeder Fünfte will VR unbedingt ausprobieren (20 %), der Rest gehört zumindest zu den Wackelkandidaten (28 %).

Deshalb kommen die IFA-Neuheiten zum „smarten Rundumblick“ gerade richtig, denn die immer leistungsfähigere Technik hat einen regelrechten VR-Boom ausgelöst – und wer einmal die Faszination heutiger 360-Grad-Videos und virtueller Realitäten erlebt hat, für den ist die Richtung klar: Mittendrin sein statt nur davor!

Die Samsung Gear 360 und die Terratec 360 Cam

Das geht schon seit ein bis zwei Jahren recht gut und recht günstig, etwa mit Geräten bekannter Kamera-Hersteller wie Kodak, Ricoh und Nikon. Doch man kann auch ruhig mal nach Startups googeln, die völlig neue Projekte angestoßen haben, beispielsweise 360fly, Panono, Giroptic, Human Eyes Vuze oder auch die Ballkamera Bublcam.

Aktuell im IFA-Fokus ist die Terratec 360 Cam, die in 4K-Auflösung schnelle Bilder schießt – in einem Winkel von 360 Grad horizontal und 220 Grad vertikal – und über WLAN und App bequem von Smartphone oder Tablet aus gesteuert wird. Der Clou dabei ist die Live-Ansicht, das heißt, man verfolgt die Aufnahme auf dem Bildschirm. Mit 199 Euro macht auch der Preis ordentlich Appetit.

© Terratec / In 4K-Auflösung schießt die Terratec 360 Cam schnelle Rundumbilder, die man sogar live verfolgen kann.

Frisch auf dem Markt und einer der IFA-Stars ist die Gear 360 von Samsung, die mit zwei Linsen jeweils 180 Grad aufnimmt – wobei die vollen 360 am Smartphone oder PC entstehen. Samsung richtet sich damit nicht nur an ambitionierte VR-Filmer, sondern in erster Linie an Fans des hauseigenen Produktportfolios: Wer ein Galaxy-Smartphone der Oberklasse besitzt, kann die Kamera steuern und sogar die 360-Grad-Live-Ansicht bewundern. Danach heißt es: Ab mit den Aufnahmen zur Gear VR – fertig ist die virtuelle Welt.

© Samsung / Die Gear 360 nimmt mit zwei Linsen jeweils 180 Grad auf.

Virtuelle Welten aus Fernost

Apropos Smartphones: Ob auch das „Sfera“ des chinesischen Herstellers Yezz auf der IFA zu sehen sein wird, ist ungewiss – doch das erste Smartphone der Welt, das 360-Grad-Bilder drehen kann, wollen wir nicht unerwähnt lassen. Auch hier erfassen zwei Kameras die Umgebung, und eine Software berechnet das 360-Grad-Panorama direkt auf dem Smartphone.

Noch ein chinesischer Hersteller, der Marktführer Xiaomi (gesprochen: „schau-mii“), widmet sich der virtuellen Realität, allerdings über eine 30-Dollar-Brille, die mit eingelegtem Smartphone funktioniert – ähnlich der 20-Dollar-Pappbox von Google, nur deutlich hochwertiger. Laut Xiaomi soll man alle Smartphones mit Android oder iOS in der Größe von 4,7 bis 5,7 Zoll verwenden und direkt über 1000 VR-Apps nutzen können, etwa Spielen und Städteführungen. Zur VR-Brille von Xiaomi haben wir auch einen separaten Artikel.

Innovationen im IFA TecWatch

Wem übrigens die „günstigen“ Lösungen nicht reichen und wer ein paar Euro mehr auf der hohen Kante hat, sollte der IFA-Halle 11.1 einen Besuch abstatten. Im Innovationszentrum „IFA TecWatch“ präsentieren auf gut 3000 Quadratmetern zahlreiche Innovationstreiber ihre Entwicklungen, darunter Startups aus acht Ländern. Mit dabei ist das Fraunhofer HHI (Heinrich-Hertz-Institut), das für Großkunden ein skalierbares, spiegelbasiertes Mehrkamerasystem entwickelt hat: Die OmniCam-360 besteht aus zehn 36°-Spiegelsegmenten, die jeweils eine HD-Kamera tragen. Diese Kameras sind vertikal und kreisförmig um ein virtuelles Zentrum angeordnet, so dass ein erstaunlich genaues Zusammenfügen der Aufnahmen möglich wird – die perfekte Lösung etwa für Aufnahmen von Konzerten und Fußballspielen.

© Fraunhofer HHI, Monika Rittershaus / Die OmniCam-360 für Großkunden wird in der IFA-Halle 11.1 gezeigt.

Die aber kann man, wenn es rechtlich keine Probleme mit Privataufnahmen gibt, auch schon mit den neuesten 360-Grad-Kameras im Consumer-Bereich einfangen. Eine reicht schon, damit man nicht mehr nur „davor“ ist, sondern richtig mittendrin.

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