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„Daydream Ready“

ZTE Axon 7: Erstes Google Daydream Smartphone

Es ist so weit: Mit dem ZTE Axon 7 steht das erste Smartphone mit offizieller Google-Daydream-Unterstützung in den Startlöchern.

© ZTE

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Nein, es ist nicht etwa das High-End-Gerät eines Marktführers, mit ZTE hat ein Underdog aus China das Rennen um den Titel des ersten „Daydream-Ready“-Smartphones gemacht: Das Axon 7 soll spätestens zur IFA 2016, also Anfang September, für den deutschen Markt verfügbar sein und die neue Virtual-Reality-Plattform von Google unterstützen. Es wird um die 450 Euro kosten und ist damit relativ günstig im Vergleich zu den Smartphones großer Namen – aber ist es auch konkurrenzfähig?

Eine Frage, die sich bei Smartphones aus China in letzter Zeit immer häufiger stellt. Die Hersteller aus dem Land des Lächelns drängen vehement auf den westlichen Markt. Ob Huawei, Xiaomi, OnePlus oder eben ZTE – auch wenn nicht alles mit Apple, Samsung und Co. mithalten kann, gibt es dennoch einige Preiskracher, die sich vor der Konkurrenz nicht verstecken müssen. Modelle wie das ZTE Blade V6 oder das Blade V7 Lite sorgten bereits für Aufsehen. Nun darf sich das neue Aushängeschild, das Axon 7, auch noch die Google-Daydream-Brille aufsetzen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Was ist drin?
Optisch kommt das ZTE Axon 7 in einem schicken Aluminiumgehäuse daher, mit 185 Gramm Gewicht ist es vergleichsweise schwer. Doch was wirklich zählt, sind bekanntlich die inneren Werte. Und da kann es das Axon 7 durchaus mit den großen Konkurrenten aufnehmen. Der Qualcomm Snapdragon 820-Prozessor ist beispielsweise auch im Samsung Galaxy S7 und S7 Edge (in den Modellen außerhalb Europas) oder im LG G5 zu finden. Außerdem gibt’s 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB internen Speicher (der mit einer Micro-SD-Speicherkarte erweitert werden kann) und einen Akku, der bis zu 360 Stunden Standby-Zeit ermöglichen soll. Betriebssystem ist Android 6.0.1, mit Vorbereitung auf Android N – das Betriebssystem, von dem Googles Daydream ein Teil werden wird. Auch das Display ist dem eines S7 Edge ebenbürtig – da von Samsung selbst gefertigt: Das 5,5 Zoll AMOLED-Display liefert eine Auflösung von 1.440 x 2.560 Pixeln, das macht eine Pixeldichte von 534 ppi (Pixel pro Zoll).

© ZTE / Das Axon 7 wird in den Farben Gold und Silber erhältlich sein.

Der Sound macht’s
Dazu kommen eine 20-Megapixel-Hauptkamera mit lichtstarker Blende (Anfangsblende f/1.8) und Bildstabilisator sowie eine 8-Megapixel-Frontkamera. In verschiedenen Tests schnitt das ZTE Axon 7 hinsichtlich Prozessor- und Kameraleistung schon sehr gut ab. Doch das Smartphone punktet auch beim Sound. Da die Audio-Qualität eines der Kaufkriterien sein soll, sind zwei Chipsätze im Telefon verbaut, die sonst eigentlich nur in HiFi-Geräten der Luxusklasse zu finden sind. Das Gerät besitzt zwei Frontlautsprecher und unterstützt als erstes Smartphone Dolby-Atmos-Surround, das heißt, der Sound scheint auch von oben und unten zu kommen – raumfüllend eben. Tests bescheinigen dem Smartphone in der Tat eine herausragende Klangqualität, vor allem im Vergleich mit Smartphones, die nur mit „herkömmlichen“ Lautsprechern ausgestattet sind. Zudem ist das Axon 7 LTE-fähig und verfügt über einen Fingerabdrucksensor an der Rückseite des Gehäuses.

Übrigens: Mit dem ZTE VR wird der Hersteller auch ein eigenes VR-Headset anbieten. Details sind noch nicht bekannt, optisch ähnelt die Brille jedoch der Samsung Gear. Das Smartphone wird ebenfalls vorne hineingesteckt. Ist die Brille dann auch „Daydream Ready“? Wir wissen es (noch) nicht. Es wäre allerdings die logische Konsequenz.

© ZTE / Optisch ähnelt das ZTE VR Headset der Samsung Gear.

Neues von Google Daydream
Derweil zeigen zwei neue Videos aus dem Daydream Lab von Google, was mit der Technologie alles möglich ist. Dabei handelt es sich um App-Experimente, die es so wahrscheinlich nie geben wird, die aber sehr schön demonstrieren, wie Modelle durch den Einsatz der virtuellen Realität animiert werden können. Beim ersten Video, dem „Animator“, befindet sich der Nutzer innerhalb einer virtuellen Welt und kann durch seinen Controller Dinge greifen, halten und durch die Szene bewegen.


Beim „Puppeteer“ konzentriert man sich dagegen auf eine einzelne Figur, hier werden die Körperteile bewegt.


Auch was Virtual Reality für „normale“ Webseiten angeht, prescht Google voran. Es wurde bekannt, dass der hauseigene Browser Chrome umgebaut wird und demnächst auch VR-Funktionen bieten soll. Hinweise darauf liefern die Channels von Chrome Beta und Chrome Dev für Android, die den Baustein WebVR bereits integriert haben. Das heißt, Webseiten können künftig auch mit Daydream oder Cardboard angeschaut werden – selbst wenn die Inhalte eigentlich gar nicht VR-tauglich sind. Vorteil: Das Headset kann beim Surfen auf der Nase bleiben und so vielleicht länger und häufiger genutzt werden. Dass das Feature auch in die Hauptversion von Chrome integriert wird, dürfte abzusehen sein.

Fazit

Abgesehen von der Unterstützung für Google Daydream hat das ZTE Axon 7 in zahlreichen Tests bewiesen, dass es sich durchaus mit den Oberklasse-Smartphones messen kann. In Vergleichen mit dem direkten chinesischen Konkurrenzprodukt, dem kürzlich erschienenen OnePlus 3, schneidet es nahezu immer besser ab – und das OnePlus 3 wurde bereits hoch gelobt. Wer auf große Namen verzichten kann, bekommt mit dem Axon 7 ein Smartphone mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis – und kann wohl als einer der ersten die Welten von Google Daydream entdecken. Die neuen Demos machen auf jeden Fall schon Lust auf mehr!

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